(12-08-2009, 21:10)DureeTotale schrieb: die Aussage, Materie ensteht weder aus dem Nichts noch verschwindet sie ins Nichts, (ist) von allen denkbaren diesbezüglichen Aussagen (jene,) die mit Abstand höchste Plausibilität besitzt.Die Schlussfolgerung ist sinnleer, wenn - wie hier - unterstellt wird, dass sich Ursache und Wirkung nur auf Existierendes (Messbares) und dessen Veränderung bezieht.
(12-08-2009, 21:10)DureeTotale schrieb: Und nun (zur) Behauptung, ein Gott, welcher schon immer da gewesen wäre, hätte alles, was außer ihm existiert, also auch die Materie, aus dem Nichts geschaffen: ...Die nachfolgenden Plausibilitätsbetrachtungen entbehren jeder Grundlage. Die wissenschaftliche Methode befasst sich völlig beabsichtigt nicht mit weltanschaulichen Fragen, kann also zu Glaubensinhalten keinerlei zulässige Aussagen treffen. M. a. W. Hier werden außerhalb der Methode Dinge erörtert, die woanders her stammen. Woher wohl? - Doch mit einiger Sicherheit aus der Weltanschauung des Verfassers.
In dem Stil geht es dann weiter, was man mit Recht als Spott betrachten kann:
(12-08-2009, 21:10)DureeTotale schrieb: Nun zum Sahnehäubchen: Die besagte "Ursache" des Entstehens von etwas, das existiert, aus dem Nichts soll ein "Verursacher" sein, eine "Person" mit entsprechenden "personalen" Eigenschaften ...Wer sich Leben ausschließlich physisch oder biochemisch vorstellen kann, hat noch nicht einmal den wissenschaftlichen Weitblick moderner Forscher. Ein bisschen über den Tellerrand geblickt, und schon eröffnen sich weite Felder, was alles Leben sein könnte, ja sogar Leben mit personalen Eigenschaften. Zugegeben: Das menschliche Hirn ist, was Reaktionsfähigkeit anbelangt, sehr schnell gemessen am Reaktionsvermögen großer ökologischer Systeme, wie "Meer", "See", "Wald" oder "Galaxis". Aber das sagt gar nichts, gemessen an den kosmischen Zeitabläufen. Darin ist der einzelne Mensch ein Nichts, bedeutungslos, selbstbezogen mit Lupenblick auf seine "Mittelerde".
(12-08-2009, 21:10)DureeTotale schrieb: Darum ist allein schon die Behauptung der Existenz eines "Gottes",..., völlig groteskLass' doch den Menschen diese Vorstellung, auch wenn sie DIR nicht plausibel erscheint. Darin spiegelt sich die Summe aller Erfahrungen mit dem Zusammenleben, mit dem Sinn und dem Rest. Die Antwort auf alle diese Probleme lautet: "42". Wie die Frage zu dieser Antwort lautet, daran arbeitet der Nachfolger von Deep Thaught noch (frei nach Douglas Adams).
(12-08-2009, 14:57)gio schrieb: Dure, Petronius ihr habt also keine Ahnung ueber den Ursprung von allem?????
(12-08-2009, 21:10)DureeTotale schrieb: Tja, Nichtwissen durch abwegige Phantasiegespinste zu ersetzen, anstatt zu sagen, dass man nicht weiß, was man nicht weiß, scheint halt vor allem was für religiöse Zeitgenossen zu sein...Halt, darum geht es doch gar nicht. Es geht um eine Schlüsselvorstellung für das Zusammenleben, für die Vertrautheit mit der Welt, für das Woher und Wohin des Lebens, für Trost und (Be)Deutung. Ich halte einen Beweis für das, was man sich hinter diesem Symbol vorstellt, für unangemessen.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Ekkard

