Umfrage: Wird sich in den nächsten 50 Jahren was ändern?
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Misstände in der kath. Kirche
#1
Ich weiß, dass ist ein Thema, das vielen zum Hals raushängt. Icon_razz

Langezeit war ich selber Katholikin und ich habe mich auch mal mit diesen Problemen beschäftigt.

Ich benenne mal einige:
1. Zölibat
2. Reichtum der kath. Kirche
3. Verbot der Verhütung
4. Unanfechtbarkeit des Papstes?

Um die Diskussion etwas weiterzufassen will ich noch eine Frage in den Raum stellen:

Wie meint ihr wird die kath. Kirch sich diesbezüglich weiterentwickeln?
Hat der Papst einen Einfluss darauf?
Bismi llahi l-rahmani l-rahim
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#2
Thema von Christentum und Theologie nach Religions- und Kulturgeschichte verschoben.
MfG B.
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#3
Die Fragen können mE nicht eindeutig beantwortet werden. Es ist durchaus möglich, dass sich in einer Frage was tun (zB Zölibat), in anderen Fragen aber wenig bis nichts.
MfG B.
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#4
Kannst du sie abändern:

Mach draus:

In welchen Punkten wird die kath. Kirche sind in den nächsten 50 Jahren ändern:
1.Zölibat
2. Aufhören des Hortens von Reichtum
3.Verbot vpn Verhütung
4. Unanfechtbarkeit des Papsten
5. Nichts wird sich ändern

wenn du noch einen Punkt weiß kannst du ihn gerne hinzufügen.
Bismi llahi l-rahmani l-rahim
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#5
Für die Diskussion kann das mit der von Dir angemerkten Ergänzung durchaus so stehen bleiben.

Die Antwortmöglichkeiten mit JA, NEIN, VIELLEICHT sind mE ausreichend.

Sowie ich das sehe, sind das drei historische Fragen und eine theologische Frage, die separat zu diskutieren wären.
MfG B.
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#6
Ich habe mit "ja" gestimmt. (Zu 5.:) Nichts bleibt auf so lange Zeit (50 Jahre), wie es ist. Die Frage ist natürlich, was sich ändern kann und was vermutlich bleibt.
(30-03-2013, 11:32)Meryem schrieb: In welchen Punkten wird die kath. Kirche sind in den nächsten 50 Jahren ändern:
1.Zölibat
2. Aufhören des Hortens von Reichtum
3.Verbot vpn Verhütung
4. Unanfechtbarkeit des Papsten
5. Nichts wird sich ändern

Zu 1.: Der Zölibat ist im Grunde nicht zwingend, sondern nur ein gehätscheltes Sondermerkmal der römischen Priesterkaste. Ich vermute, dass es irgendwann "Laienpriester" also Diakone, Gemeindereferenten und noch Höheres geben wird, die zu verheirateten Priestern aufsteigen.

Zu 2.: Ich wüsste nicht, wozu das gut sein soll. Reichtum an sich ist keine Sünde. Es ist auch die Frage, was bei einer so riesigen Organisation "reich" bedeutet. Pro Kopf bleibt nicht viel!
Bleibt aber die Frage wie und wozu eingesammeltes Geld eingesetzt wird. Solange soziale Belange gefördert werden, ist nichts dagegen einzuwenden, ja sogar erstrebenswert. Was sich wahrscheinlich ändern wird, sind die staatlichen Subventionen.

Zu 3.: Ich glaube, solche Anweisungen sind heute schon Makulatur. Es wird sich auch bei der r. k. Kirche irgendwann die Erkenntnis durchsetzen, dass auch der katholische Mensch nicht dazu geschaffen wurde, sich über alles Maß hinaus zu vermehren und die Erzeugung von Nachwuchs gleichwohl gewährleistet wird.

Zu 4.: Da nicht "der Papst" als Person sondern der verkündete Beschluss in Sachen Glaube "unfehlbar" ist, wird sich hieran nichts ändern. Bestenfalls wird es auch bei divergierenden Glaubensfragen keine päpstliche Entscheidung in eine Richtung mehr geben. Kompromissformeln sind ja jederzeit möglich.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#7
(30-03-2013, 22:01)Ekkard schrieb: Zu 1.: Der Zölibat ist im Grunde nicht zwingend, sondern nur ein gehätscheltes Sondermerkmal der römischen Priesterkaste. Ich vermute, dass es irgendwann "Laienpriester" also Diakone, Gemeindereferenten und noch Höheres geben wird, die zu verheirateten Priestern aufsteigen.

Zwangsweise wird dort eine Lösung gefunden werden müssen.
1. Wenn man vor Tür schaut sieht man den Priestermangel ganz deutlich.
2. Die Menschen, vor allem die Katholiken sprechen sich gegen das Zölibat aus.
Im Stern vom 14.03. 2013 steht ein Studie dazu.
Gegen das Pflichtzölibat sind 90 % der Menschen, 93% der Katholiken und 79 % der Priester.

Nach meiner Meinung ist das Zölibat nicht mehr lange haltbar.


(30-03-2013, 22:01)Ekkard schrieb: Zu 2.: Ich wüsste nicht, wozu das gut sein soll. Reichtum an sich ist keine Sünde. Es ist auch die Frage, was bei einer so riesigen Organisation "reich" bedeutet. Pro Kopf bleibt nicht viel!
Bleibt aber die Frage wie und wozu eingesammeltes Geld eingesetzt wird. Solange soziale Belange gefördert werden, ist nichts dagegen einzuwenden, ja sogar erstrebenswert. Was sich wahrscheinlich ändern wird, sind die staatlichen Subventionen.
Ich finde es gut, wenn jmd. Geld für soziale Belange sammelt egal ob es Muslime oder Kirchen sind.
Aber die Vatikanbank ist auch nicht arm und ich kenne auch einige Kirchenaustreter, die sich u.a. daran sehr gestoßen haben.
Wenn die Katholiken Glück haben räut Franziskus der I. da ein bisschen auf.

(30-03-2013, 22:01)Ekkard schrieb: Zu 3.: Ich glaube, solche Anweisungen sind heute schon Makulatur. Es wird sich auch bei der r. k. Kirche irgendwann die Erkenntnis durchsetzen, dass auch der katholische Mensch nicht dazu geschaffen wurde, sich über alles Maß hinaus zu vermehren und die Erzeugung von Nachwuchs gleichwohl gewährleistet wird.
Ich denke irgendwann wird der Tag kommen, wo die Kirche sich gezwungen sieht, auf die wünsch ihrer Anhänger einzugehen und eine andere Stellung zur Verhütung einzunehmen.

(30-03-2013, 22:01)Ekkard schrieb: Zu 4.: Da nicht "der Papst" als Person sondern der verkündete Beschluss in Sachen Glaube "unfehlbar" ist, wird sich hieran nichts ändern. Bestenfalls wird es auch bei divergierenden Glaubensfragen keine päpstliche Entscheidung in eine Richtung mehr geben. Kompromissformeln sind ja jederzeit möglich.
Ich bin wie gesagt auch hier auf Papst Franziskus gespannt , der aus gold und Glamour sich nichts macht, aber wie viel macht er sich aus seiner Unfehlbarkeit?
Vielleicht zu hohe Erwartungen?
Bismi llahi l-rahmani l-rahim
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#8
leider hat auch dieser thread einen irreführenden titel

denn die vier angesprochenen themen sind zwar unter katholiken umstritten und werden teils bekämpft, aber doch eher ärgernisse - niemand muß sich ihnen unterwerfen

was bei den wirklichen mißständen in der rkk anders ist (ich überlasse es jetzt mal dem scharfsinn jedes einzelnen mitlesers, wovon ich schreibe)
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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#9
(31-03-2013, 01:30)petronius schrieb: was bei den wirklichen mißständen in der rkk anders ist (ich überlasse es jetzt mal dem scharfsinn jedes einzelnen mitlesers, wovon ich schreibe)

Sehe ich ähnlich, viele Probleme werden aber auch durch
Lebensdurchführungsverordnungen für Priester geschaffe, u.a, Zölibat:

"[Es] wird sich zeigen, welchen schändlichen Verführungen die unter Leitung der Mönche stehenden Knaben ausgesetzt sind, und ein jeder Vater wird daraus erkennen können, wie höchst gefährlich es für seine Kinder ist, wenn er diese in Klosterschulen unterrichten lässt."
(Otto von Corvin, Pfaffenspiegel, 1845, 6. Kapitel)

Spanien im 18. und 19. Jahrhundert:
"Für den Zeitraum 1723 bis 1820 belegen die Akten, die in den Diözesanarchiven gesichtet wurden, nicht weniger als 3.775 Fälle, in denen es um geschädigte Beichtkinder geht. Ein großer Teil der Beschuldigten hatte hohe Ämter inne."
(zit. nach #http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32073/1.html; Einzelheiten bei Peter de Rosa, Gottes erste Diener, 1988, S. 522ff.)

Die auch oft sodomistischen Vorfälle (teiils legal) werden kaum erwähnt.

Sonderfälle wie Hermaphroditen sind im göttlichen Weltbild auch nicht vorgesehen.

Zumindest aus europäischer Sicht (USA extra nicht) besteht doch sicher ein Handlungsbedarf der zur Zeit mit Feigenblättchen gefüttert wird.
Da ist die Zeit überreif, da in vielen Fällen Kinder beteiligt sind.

Bei der Anzahl der trotz Geheimhaltungspflicht aufgedeckten Fällen kann man nicht mehr von persönlichen Verwirrungen sondern von symptomatischer
Konsequenz der erzwungenen Lebensführung sprechen, meine ich.
von persönlichen
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#10
Der Miss-Stand besteht nicht in den begangenen Taten, sondern in der kircheninternen Aufarbeitung. Weltliche Verfehlungen gehören vor ein weltlich-öffentliches Gericht. Denn niemand, auch Kirchenleute nicht, können ohne massive Interessenkollision Verbrechen in den eigenen Reihen beurteilen und ggf. sühnen.
Taten der kritisierten Art kommen mit einem gewissen Prozentsatz in allen gesellschaftlichen Bereichen vor. Es scheint aber so zu sein, dass die r. k. Kirche mit eigenem Recht urteilen darf - sofern ich das korrekt mitbekommen habe. (Und das geht eigentlich nicht!)
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#11
(31-03-2013, 12:21)Ekkard schrieb: Der Miss-Stand besteht nicht in den begangenen Taten, sondern in der kircheninternen Aufarbeitung. Weltliche Verfehlungen gehören vor ein weltlich-öffentliches Gericht. Denn niemand, auch Kirchenleute nicht, können ohne massive Interessenkollision Verbrechen in den eigenen Reihen beurteilen und ggf. sühnen.
Taten der kritisierten Art kommen mit einem gewissen Prozentsatz in allen gesellschaftlichen Bereichen vor. Es scheint aber so zu sein, dass die r. k. Kirche mit eigenem Recht urteilen darf - sofern ich das korrekt mitbekommen habe. (Und das geht eigentlich nicht!)

Du sprichst die Missbrauchsfälle an, die hab ich gladweg vergessen auf zu zählen.

Ich finde drei Sachen an der vorgehensweise schrecklich:
1. die Kirche hat die betreffenden Pfarrer einfach nur versetzt und alles verheimlicht
2. Sie erwies sich nicht als kooperativ, sondern arbeitet sogar gegen eine Aufklärung der Fälle.
3. ein Intuition- was die Kirche einfach schlicht ist- hat nicht das Recht eigene Urteile zu sprechen.

Hier könnte man damit kommen das das geschichtlich einen Hintergrund hat und das die Kirche damals ihre Gerichtbarkeit behalten durfte.

Aber wir sollten uns Fragen ob das heute wirklich noch zeitgemäß ist.
Bismi llahi l-rahmani l-rahim
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#12
(31-03-2013, 01:30)petronius schrieb: leider hat auch dieser thread einen irreführenden titel

denn die vier angesprochenen themen sind zwar unter katholiken umstritten und werden teils bekämpft, aber doch eher ärgernisse - niemand muß sich ihnen unterwerfen

was bei den wirklichen mißständen in der rkk anders ist (ich überlasse es jetzt mal dem scharfsinn jedes einzelnen mitlesers, wovon ich schreibe)

Mach doch en eigenen Thread auf!

Freiwilligkeit ist das eine, das andere sind aber Moralvorstellungen und Menschen die auch darunter leiden.
Wei z.B. Die Menschen in Afrika, die wenn sie Verhüten keinen Leib Christi bekommen, die Priesterkinder etc.
Bismi llahi l-rahmani l-rahim
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#13
(31-03-2013, 13:05)Meryem schrieb: Mach doch en eigenen Thread auf!

davon hat mich noch niemand abgehalten - wenn und wozu ich das will

(31-03-2013, 13:05)Meryem schrieb: Freiwilligkeit ist das eine, das andere sind aber Moralvorstellungen und Menschen die auch darunter leiden

wer wüßte das besser als eine muslima...

(31-03-2013, 13:05)Meryem schrieb: Wei z.B. Die Menschen in Afrika, die wenn sie Verhüten keinen Leib Christi bekommen, die Priesterkinder etc.

steht es afrikanern auf die stirn geschrieben, daß sie in kondom benutzt haben?

priesterkinder leiden weniger unter dem zölibat als unter der scheinheiligkeit kirchlicher organisation
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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#14
(31-03-2013, 18:24)petronius schrieb: davon hat mich noch niemand abgehalten - wenn und wozu ich das will

(31-03-2013, 18:24)petronius schrieb: wer wüßte das besser als eine muslima...
Ich glaube wir sind hier bei der katholischen Kirche, aber o.k. ich sage einen Satz dazu.
Ich werde von niemanden gezwungen und ich kenne auch keine Muslima die gezwungen werden, was nicht heißt das es das nicht gibt. (will ich gar nicht abstreiten.


(31-03-2013, 18:24)petronius schrieb: steht es afrikanern auf die stirn geschrieben, daß sie in kondom benutzt haben?

Nein Gott sei Dank nicht, aber ich hab das Gefühl das die Kirche da Machtspielchen betreibt.

(31-03-2013, 18:24)petronius schrieb: priesterkinder leiden weniger unter dem zölibat als unter der scheinheiligkeit kirchlicher organisation
Das eine schließt das andere ja nicht aus.
Bismi llahi l-rahmani l-rahim
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#15
(31-03-2013, 19:38)Meryem schrieb: Ich glaube wir sind hier bei der katholischen Kirche, aber o.k. ich sage einen Satz dazu.
Ich werde von niemanden gezwungen und ich kenne auch keine Muslima die gezwungen werden


wir sind bei der rkk und genau das sagte ich ja: eine sache der freiwilligkeit

(31-03-2013, 19:38)Meryem schrieb:
(31-03-2013, 18:24)petronius schrieb: steht es afrikanern auf die stirn geschrieben, daß sie in kondom benutzt haben?

Nein Gott sei Dank nicht, aber ich hab das Gefühl das die Kirche da Machtspielchen betreibt

gefühle sind eine schlechte basis füraktische vorwürfe

(31-03-2013, 19:38)Meryem schrieb:
(31-03-2013, 18:24)petronius schrieb: priesterkinder leiden weniger unter dem zölibat als unter der scheinheiligkeit kirchlicher organisation
Das eine schließt das andere ja nicht aus.

natürlich nicht

das eine bedingt das andere sogar

aber den zölibat hat der priestervater freiwillig auf sich genommen, das andere müssen er und seine familie zwangsläufig erdulden

ich halte viel von einer sorgfältigen betrachtung und einem genauen auseinanderhalten von sachverhalten, bevor vorwürfe formuliert werden
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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