31-01-2010, 00:03
(30-01-2010, 21:47)Ekkard schrieb: Ich denke, auch das ist eine Täuschung oder ein Missverstehen dessen, wozu naturwissenschaftliche Theorien konstruiert werden. Sagen wir statt "Religion" erst einmal "Lehre" und beziehen diese auf das funktionelle Miteinander in einer oder sogar der menschlichen Gemeinschaft. Dann wird erkennbar, dass Sachkunde bestenfalls eine Hilfswissenschaft im Getriebe menschlichen Daseins ist. Was "gut", "richtig", "recht", "gerecht", "achtungsvoll", "lieb" ist und, was der Adjektive mehr sein mögen, bestimmt die religiöse, ggf. humanistische Lehre - nicht die Wissenschaft!
Naturwissenschaftliche Theorien, die Evolutionslehre eingeschlossen, können mit ihren vielen 'Beweisen' (gemeint sind wohl: empirische Belege) in keiner Weise definieren, wie man sich sozial in eine Gesellschaft einpasst, wie man Ideale anstrebt oder wirksam schlechten Einflüsterungen begegnet.
Stimmt, du hast recht. Vom Aspekt des menschlichen Miteinander ist der Religionsunterricht durchaus sinnvoll.
Aber gerade bei fundamentalen Familien liegt doch die Befürchtung nahe, dass es zu einer Vermischung von Naturwissenschaft und Religion kommt. Das die Bibel als Grundlage auch naturwissenschaftlicher Erkenntnis dient. Und hier sehe ich durchaus eine Gefahr.
