03-01-2010, 05:09
Witch of hope
oben schreibst du:
Keine der christlichen Konfesssionen verwendet diese Bezeichnungen oder Titel.
Einige Seiten vorher wurde so ganz nebenbei Maria im Christentum erwähnt. (dazu kämen noch einige Heilige Frauen in der Katholischen Kirche).
Aber auch diese werden von niemandem in der Kirche als "Stellvertreterin", "Sprachrohr" oder "Mittlerin" Gottes verehrt!
Besonders in der katholischen Volksfrömmigkeit wird Maria gerne als "Fürsprecherin" der Menschen (!) verehrt.
Diese Marien- oder Heiligenverehrung kann für Außentstehende manchmal etwas verwirrend sein. Der fremde Besucher mancher Kirche könnte den Eindruck gewinnen, daß in diesem "Tempel" eine Göttin verehrt würde.
Ein gutes Beispiel dafür ist die Frauenkirche in Nürnberg. Neben vielen Frauenstatuen steht Maria im Zentrum der Kirche hinter dem Altar. Und ganz klein, etwa versteckt, kann der aufmerksame Besucher auch den Christus entdecken.
Bedeutet das nun, daß die katholische Stadtkirche in Nürnberg Maria als Göttin verehrt? Entgegen allem Augenschein tut sie das nicht.
Die Volksfrömmigkeit ist für die Kirchenleitung immer ein Problem - mitunter ein Ärgernis - und für die Theologie ein interessanter Forschungsbereich. Die "Marienerscheinungen" von Fatima, Lourdes und Herlodsbach(Mittelfranken) sind für die Diözesanbischöfe und Rom unangenehme Erscheinungen. Visionen von Maria oder Engeln wären ja nicht das Problem. Schwierig sind die absurden Botschaften dieser Erscheinungen an junge Mädchen.
Die Frauen in der (katholischen) Kirche und ihre Heiligen stellen eine gewaltige Macht gegenüber dem römischen Lehramt dar. Der Bischof von Bamberg mußte im Fall Heroldsbach "nachgeben", um ernsthafte Schwierigkeiten in seiner Diözese zu vermeiden. Besonders Priestermütter spielen da eine ganz besondere Rolle.
Aber einer Wicca dürfte die Rolle der Frauen im Christentum ja durchaus bekannt sein, nicht wahr?
Gruß Dornbusch
oben schreibst du:
Zitat:Maik, hier geht es nicht um eine notwendige kirchliche Hierarchie, um Dinge zu regeln, egal, ob du die oberste Führung Papst, Leitende Körperschaft (ZJ) oder Prophet nennst, sondern darum, dass jemand sagt, oder es von ihm/ihr behauptet wird, ein "Stellvertreter Gottes" zu sein.(Hervorhebungen von mir)
Einem Manager kannst du zustimmen oder ablehnen, was er sagt, aber ein dem"Sprachrohr Gottes"? Allein der Name drückt schon höchste Autorität aus, die quasi direkt unter Gott steht. Auch, wenn es der größte Müll ist,den er/sie verzapft, es fällt schwerer, dem zu wiedersprechen, als einem Manager, der genau dasselbe sagt.
Keine der christlichen Konfesssionen verwendet diese Bezeichnungen oder Titel.
Einige Seiten vorher wurde so ganz nebenbei Maria im Christentum erwähnt. (dazu kämen noch einige Heilige Frauen in der Katholischen Kirche).
Aber auch diese werden von niemandem in der Kirche als "Stellvertreterin", "Sprachrohr" oder "Mittlerin" Gottes verehrt!
Besonders in der katholischen Volksfrömmigkeit wird Maria gerne als "Fürsprecherin" der Menschen (!) verehrt.
Diese Marien- oder Heiligenverehrung kann für Außentstehende manchmal etwas verwirrend sein. Der fremde Besucher mancher Kirche könnte den Eindruck gewinnen, daß in diesem "Tempel" eine Göttin verehrt würde.
Ein gutes Beispiel dafür ist die Frauenkirche in Nürnberg. Neben vielen Frauenstatuen steht Maria im Zentrum der Kirche hinter dem Altar. Und ganz klein, etwa versteckt, kann der aufmerksame Besucher auch den Christus entdecken.
Bedeutet das nun, daß die katholische Stadtkirche in Nürnberg Maria als Göttin verehrt? Entgegen allem Augenschein tut sie das nicht.
Die Volksfrömmigkeit ist für die Kirchenleitung immer ein Problem - mitunter ein Ärgernis - und für die Theologie ein interessanter Forschungsbereich. Die "Marienerscheinungen" von Fatima, Lourdes und Herlodsbach(Mittelfranken) sind für die Diözesanbischöfe und Rom unangenehme Erscheinungen. Visionen von Maria oder Engeln wären ja nicht das Problem. Schwierig sind die absurden Botschaften dieser Erscheinungen an junge Mädchen.
Die Frauen in der (katholischen) Kirche und ihre Heiligen stellen eine gewaltige Macht gegenüber dem römischen Lehramt dar. Der Bischof von Bamberg mußte im Fall Heroldsbach "nachgeben", um ernsthafte Schwierigkeiten in seiner Diözese zu vermeiden. Besonders Priestermütter spielen da eine ganz besondere Rolle.
Aber einer Wicca dürfte die Rolle der Frauen im Christentum ja durchaus bekannt sein, nicht wahr?
Gruß Dornbusch
