(20-06-2014, 10:05)Koon schrieb: völlig Schwache unlogische Darstellung ... epistemische Selbstverständlichkeit müsste zumindest eine Rechtfertigung vorlegen, und nicht das kneifen begründen..
das dieses etwas sich nicht bemerkbar macht ist m.M.n. eine Anschauungssache, und keine Rechtfertigung und Beweis dafür das dieses etwas nicht existiert
Was ist daran unlogisch? In Abwesenheit jedweden positiven Hinweises ist die Annahme von Nichtexistenz (was etwas vollkommen anderes ist als der Beweis der Nichtexistenz) ein Schluss, den wir jeden Tag hundertfach in anderen Zusammenhaengen ziehen. Hier fuer das Konzept "Gott" eine Ausnahme zu fordern ist "special pleading". Da der Mensch eben nicht unfehlbar ist, muss man einraeumen, dass dieser Schluss falsch sein koennte, aber es gibt keinen Anlass dafuer, anzunehmen, dass er falsch ist.
Wobei ich hier uebrigens zwei Stufen dieser "Annahme von Nichtexistenz" sehe. Was die Existenz irgendeiner Wesenheit oder Kraft, oder wie immer man das nennen moechte (halt ein sehr weitgefasstes Konzept von Gott), angeht, ist das mehr eine agnostische Annahme; in Abwesenheit irgendeines sichtbaren Ursache-Wirkungs-Effekts kann man halt nur sagen, dass man dazu keine Aussage machen kann, ausser der, dass die Nichtannahme keinen Unterschied zur Annahme macht, weshalb erstere praktisch vorzuziehen ist (so wie der Mensch alle Entscheidungen dieser Art normalerweise faellt). Was die Existenz des spezifischen Gottes der abrahamitischen Religionen angeht (Judentum, Christentum, Islam), sehe ich die Annahme der Nichtexistenz allerdings als eine sehr gut begruendete, einfach aus der Geschichte dieser Religionen heraus.
(20-06-2014, 10:05)Koon schrieb: kann ich aus diesem Thema folgendes Schluss ziehen... : Atheismus ist eine Religionslose Glaube...?
Nein, da das Wort "Glaube" in dieser Form, wie Du sie gerade benutzt, eine religioes besetzte Bedeutung hat, und Religion ist ja gerade das, was hier nicht vorhanden ist, ausser in den speziellen Faellen, wo es um atheistische Religionen geht (Jainismus, teilweise Buddhismus, oder der christliche Glaube Ekkards).

