Hallo WiTaimre,
war ja ein langer Beitrag, du hast dir viel Mühe gemacht. Aber "wer viel arbeitet, macht viel Fehler", und deshalb sehe ich ein paar korrekturbedürftige Punkte:

Die katholische Bibel hat 75 Bücher, die protestantische 66. Die längsten Bücher (Psalmen, Jeremia, Jesaja) sind in beiden Bibeln gleich, es sind mittlere (Z.B: Makkabäer) und kleinere (z.B. Baruch) Bücher, die die Katholiken zur Hebräischen Bibel hinzugefügt haben.
Wie du da auf "ein Drittel" kommst, ist mir schleierhaft.
Einige orientalische Kirchen haben ein etwas kürzeres NT (die Briefe, die aus nur einem "Kapitel" bestehen, und 2.Pt fehlen, ebenso die Offenbarung).
war ja ein langer Beitrag, du hast dir viel Mühe gemacht. Aber "wer viel arbeitet, macht viel Fehler", und deshalb sehe ich ein paar korrekturbedürftige Punkte:
(05-01-2010, 09:41)WiTaimre schrieb: Bei Roemischen Katholiken wird jaehrlich auf die Sonntage in soviele Abschnitte verteilt 1 der 4 Evangelien komplett verlesen, plus mindestens 1 weiterer Bibel-Text (in der Osternacht 4) - meistens aus dem NT, aber oft auch aus dem AT, und danach in einer Predigt eines Geistlichen ausgelegtDas ist in den ("großen") evangelischen Landeskirchen genauso, da ist die mittelalterliche Struktur des Gottesdienst im wesentlichen unverändert übernommen worden, nur die Predigt wurde wichtiger und dafür die "Litaneien" in der Liturgie verringert (bei Calvinisten mehr als bei Lutheranern).
(05-01-2010, 09:41)WiTaimre schrieb: - und neueren Datums ist die ausfuehrlich mit Protestanten abgestimmte "Einheitsuebersetzung",Die war nur im NT abgestimmt, hat was mit den Unterschieden im AT zu tun (s.u. mehr). Und weil Rom darauf gedrängt hat, die deutsche Übersetzung enger an die Vulgata anzulehnen, haben die Protestanten die Mitarbeit eingestellt - für sie ist nur der griechische Grundtext maßgeblich. Es gibt nur eine ökumenische Übersetzung im Deutschsprachigen Raum, die"Gute Nachricht"
(05-01-2010, 09:41)WiTaimre schrieb: Auch war es bei Lutheranern und sicher auch Reformierten so, dass sonntags, falls man es zur Kirche nicht schaffte, das Familien-Oberhaupt, wenn vorhanden und nicht zu blind dazu, meistens der Grossvater, vor Familie und Gesinde vormittags den Wochen-Abschnitt verlas und evtl. mit einer praktischen Auslegung und einem persoenlich formulierten Gebet und einigen Liedern zu Gebets-G0ttesdienst machte, in Bauernhoefen ebenso wie in grossbuergerlichen Familien weiss ich das - ob das heute noch jemand praktiziert, weiss ich nicht.Das war eigentlich vor allem bei Piestisten (heute heißen solche Leute "evangelikal" so), und von Lutheraner/Reformiert unabhängig.
(05-01-2010, 09:41)WiTaimre schrieb: Evangelische Freikirchen wie Baptisten, Pfingstgemeinden, Mennoniten, pflegen die Bibelkreise intensiver,Die sind ja auch meist evangelikal

(05-01-2010, 09:41)WiTaimre schrieb: - und manche stuerzen sich speziell auf nicht sehr kundige Juden, funktionieren sie durch hebraeische Lesungen um, die glauben machend, auch sie seien Juden, aber schon mit Messias, und mogeln ihnen mitunter sogar das sog. "6.und 7.Buch Moses" am Sonnabend als deutsche Zusatz-Schriftlesung unter (soll bei Darmstadt passiert sein)Das ist aber sicher ein Einzelfall. Grundsätzlich hast du aber Recht, dass ein "freischwebender" Bibelkreis in Gefahr steht, sich irgendwohin zu verirren, weil er niemand hat, der ihn korrigiert
(05-01-2010, 09:41)WiTaimre schrieb: war da im Ruhrgebiet ein Ex-SS-Mann, der sich solche Baptisten vertraut machte, dann mitnahm, mit ihnen nach Chile zog und dort so einsam mit ihnen lebte, dass er ihre Einrichtung den Schergen des Dikators zur Verfuegung stellteColonia dignidad, schlimme Geschichte.
(05-01-2010, 09:41)WiTaimre schrieb: Diese Bibel bei Protestanten ist aber um 1/3 kuerzer als die katholische Hl.SchriftNö.
Die katholische Bibel hat 75 Bücher, die protestantische 66. Die längsten Bücher (Psalmen, Jeremia, Jesaja) sind in beiden Bibeln gleich, es sind mittlere (Z.B: Makkabäer) und kleinere (z.B. Baruch) Bücher, die die Katholiken zur Hebräischen Bibel hinzugefügt haben.
Wie du da auf "ein Drittel" kommst, ist mir schleierhaft.
(05-01-2010, 09:41)WiTaimre schrieb: Die Protestanten liessen dann aber alles weg, was nicht auch in Hebraeisch schon bekannt war, und aus dem NT, das ja nur auf Griechisch ueberliefert wurde, auch noch einen Anteil der Apostel-Briefe,Falsch. Es gibt keinen Unterschied im Umfang zwischen evangelischem und katholischem NT. Der einzige Unterschied ist, dass protestantische NTs schon immer aus dem Griechischen übersetzt waren, während katholische Bibeln traditionell aus der lateinischen Übersetzung übersetzt wurden. Das hat sich im 20. Jh. geändert, allerdings scheint Rom inzwischen bemüht, das teilweise rückgängig zu machen, siehe oben zum Ende der Mitarbeit bei der katholischen Einheitsübersetzung.
Einige orientalische Kirchen haben ein etwas kürzeres NT (die Briefe, die aus nur einem "Kapitel" bestehen, und 2.Pt fehlen, ebenso die Offenbarung).
(05-01-2010, 09:41)WiTaimre schrieb: In aelteren dt.Lutherbibeln war immer in der Mitte zwischen AT und NT noch bis zum 2.Weltkrieg der Anteil (katholisch gueltiger) Apokryphen mit abgedrucktNa ja, nicht exakt die katholischen Apokryphen, weil Luther ja noch nicht wusste, welche der Bücher das Konzil von Trient für kanonisch erklären würde (es trat erst nach seinem Tod zusammen). Im Mittelalter waren die Handschriften der Vulgata nicht einheitlich, was den Umfang der Bibel angeht.
(05-01-2010, 09:41)WiTaimre schrieb: IIn der Bibel - Buch Esther - wird erwaehnt, dass der Koenig Persiens sich damals jeden Abend aus den Annalen vortragen liessVon jeden Abend kann ich aber in Esther 6,1 nichts finden. Da steht nur, dass er die mal als Gutenachtlektüre benutzte.
Relativismus: "du hast deine Wahrheit, ich habe meine, beide sind richtig"
Toleranz: "was du sagst ist falsch, aber du hast das Recht, es zu sagen"
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