10-08-2011, 11:55
(09-08-2011, 18:59)Tyko schrieb: @karla
verzeih mir, aber die ganze ddr-geschichte wirkt langsam fast paranoid.
niemand hat hier irgendetwas davon geschrieben menschen ihren glauben zu verbieten oder ihnen eine ideologie vorzuschreiben.
Ersteres hat auch die DDR nicht getan. Zu letzterem scheinst Du aber zu neigen.
Im Kommunismus schwirrte das Wort "falsches Bewusstsein" herum. Mir scheint, von der Sache her meinst Du genau dasgleiche:
dass kreationistisch eingestellte Christen - dann aber auch Gläubige überhaupt - das "falsche" Bewustsein haben und dass man zumindest den Kreationisten durch "Bildung" das richtige Bewusstsein beibringe.
Du hast irgendwo geschrieben, dass Du dieses Denken "bekämpfen" möchtest.
Ich hab das jetzt per Suchfunktion rausgesucht ->
(07-08-2011, 22:54)Tyko schrieb: es ist einfach den kreationismus, sofern er durch ernsthafte überlegungen entstanden ist auf mangelnde intelligenz zurückzuführen. aber es gibt sicher noch zahlreiche andere gründe, die leichter zu bekämpfen sind. enttäuschung gegenüber der wissenschaft? angst vor einem tod ohne jenseits? solche dinge sind sicher in der lage einen intelligenten menschen zu irrationalen überlegungen anzutreiben.
In oberem Zitat hattest Du nun eingeräumt, dass
(06-08-2011, 12:14)Tyko schrieb: die kollektive verdummung und indoktrination mit antiwissenschaftlichen ideen
auch nicht die grundästzliche Wurzel des "Übels" sein kann. Aber offenbar ist für Dich "die Angst vor dem Tod" etwas zu Bekämpfendes, was leichter zu bekämpfen gehe als "kollektive Verdummung". Mal abgesehen davon, dass die Angst vor dem Tod ja auch die Angst vor dem Tod eines geliebten Menschen - den man nicht wiedertrifft - einschließt. Wie soll die "bekämpft" werden?
Was also soll "atheistische Bildung" den Schülern beibringen? Dass die Angst vor dem Tod Quatsch ist? Dass danach alles aus ist und keiner also Grund hat, einen "Gott" anzunehmen?
Auch sprichst Du von der "Enttäuschung gegenüber der Wisschenschaft", die leichter zu bekämpfen seien.
Ich selber sprach nicht von einer Enttäuschung gegenüber der Wissenschaft, sondern von dem oft dominanten Anspruch der Wissenschaft.
Den äußerst Du ja selber. Antiwissenschaftliches Denken sei ein zu bekämpfendes.
Dass Du nicht weißt, wie man so was bekämpfen kann - außer durch "Bildung", und zwar Bildung in Deinem Verständnis - hast Du ja öfter gesagt.
Nur würde das eben notgedrungen voraussetzen, dass Schulen ideologisch indoktrinieren. Und zwar nach Deiner Doktrin, so wie Du Dir das vorstellst. Angst vor dem Tod, die zum Jenseitsglauben führt, muss bekämpft werden, eine Antiwissenschaft darf nicht gelehrt werden.
Was ich hier tue, Tyko, ist nur, Deine geäußerten Gedanken in ihrer Konsequenz zu verfolgen. Ich überlege mir, wie das, was Du bekämpfen willst, in der Praxis bekämpft werde könnte.
Dass der Atheismus als Dogma daran schuld sein könnte, lehnst Du ja strikt ab. Sich selbst hinterfragen komme nicht in Frage. Schuld sind allein die anderen, und die anderen muss man zu anderem Denken bringen.
Also versuche ich mir einen Staat auszumalen, der das alles hinkriegt, was Du Dir wünschst.
