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"Why I hate religion, but love Jesus" - helmut - 28-01-2012 Erst mal: der englische Text (laut google bzw. rapgenius) ist auf http://rapgenius.com/Jefferson-bethke-why-i-hate-religion-but-love-jesus-spoken-word-lyrics zu finden, das Video auf http://www.youtube.com/watch?v=1IAhDGYlpqY&feature=player_embedded Da macht ein junger Christ seinen Frust gegenüber der etablierten Kirche in den USA Luft. In einem anderen Forum kam der Wunsch nach einer Übersetzung auf, also hab ich mir mal die Mühe gemacht: Zitat:Was, wenn ich dir sage, dass Jesus gekommen ist, um Religion abzuschaffen Das könnte mensch sicher besser übersetzen: konsistenter werden, was wörtlich/sinngenau angeht, im Stil mehr dem Rap des Originals folgen, die idiomatischen Wendungen des Rappers noch mal genauer nachschlagen, oder von mir gemachte Übersetzungs- oder Tippfehler verbessern ;) ... nur ich werde mir diese Mühe ersparen. Aber ich dachte, vielleicht kann so ein Text Ausgangspunkt für eine interessante Diskussion hier werden. RE: "Why I hate religion, but love Jesus" - humanist - 28-01-2012 Die Reaktion auf das Video von TheAmazingAtheist: I Hate Religion, And Jesus Too http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=yBo7Z_abiLE RE: "Why I hate religion, but love Jesus" - petronius - 28-01-2012 der text ist vom inhalt her ja nun absolut nichts neues, scheint das aber von der form her zu sein. klar, die religion/die kirchen versuchen ja immer, sich durch entsprechende mimikry an die jungen leute ranzuwanzen - wie alle anderen, die was zu verkaufen haben, ja auch denn daß es sich hier nur um die aktion eines singulären privatgläubigen handelt, glaube ich nicht. was ist, wenn man diesem aufruf folgt? man landet bei religion/kirche der wichtigste satz für mich ist denn es kommt nicht auf mich an, sondern nur auf Ihn und schon weiß ich, daß das nix für mich ist. sich selber aufgeben, für unwichtig erklären und als armes würstchen sich anderen völlig auszuliefern - das mag tun, wer will.ich jedenfalls nicht RE: "Why I hate religion, but love Jesus" - helmut - 28-01-2012 (28-01-2012, 16:17)humanist schrieb: Die Reaktion auf das Video von TheAmazingAtheist: Die Kritik an dem Religionsbegriff, der in dem Rap benutzt wird, sei geschenkt. Nur ist der in gewissen frommen Kreisen weit verbreitet. Zu einem "so wie ich Religion verstehe, ist der Glaube an Jesu auch Religion" fällt mir nur ein So what? ein. Den Satz See because religion says do, Jesus says done hat der erstaunliche Atheist wohl nicht verstanden: Das, was Bethke als Religion bezeichnet, fordert die Menschen auf, einer bestimmten Ethik zu folgen, um gottgefällig zu leben, Jesus bietet Gottes Gnade an, die wir uns nicht erarbeiten müssen. Das ist ein klarer Gegensatz, ein "Coke ist süß, Sprudel nicht" (um im Bild zu bleiben, das in deinem Link benutzt wird). Und am Ende kommt natürlich das Zitat, in dem Jesus die Jünger vor Verfolgung warnt ... RE: "Why I hate religion, but love Jesus" - helmut - 28-01-2012 (28-01-2012, 16:20)petronius schrieb: denn daß es sich hier nur um die aktion eines singulären privatgläubigen handelt, glaube ich nicht. was ist, wenn man diesem aufruf folgt? man landet bei religion/kircheFragt sich bei welcher Kirche. Bestimmt bei keiner, die sich als Gesellschaft der besseren Menschen versteht, die auf die armen Sünder herabsehen können. Der Rap von Bethke ist ja in erster Linie innerchristliche Kritik an einer Kirche, die nicht mehr zwischen Jesus und den Republikanern unterscheidet. Damit reiht er sich in die wachsende Gruppe von Evangelikalen ein, die sich von der religiösen Rechten distanziert haben. (28-01-2012, 16:20)petronius schrieb:Du hättest etwas mehr zitieren sollen:Zitat:denn es kommt nicht auf mich an, sondern nur auf Ihn Zitat:das heißt, ich muss meine Fehler nicht verbergen, nicht meine Sünde verbergenWeißt du wie befreiend das ist, wenn mensch nicht mehr so tun muss als ob? RE: "Why I hate religion, but love Jesus" - humanist - 28-01-2012 Und wenn alle Christen aus der Kirche ausgetreten sind, hängen sie weiterhin dem Christentum an. Allein der gemeinsame Glaube an Jesus vereint die Gläubigen zu einer Religion. Das Video ist aufgemacht wie ein Apple-Werbespot. Ob da wirklich ein einzelner dahinter steht? RE: "Why I hate religion, but love Jesus" - petronius - 28-01-2012 (28-01-2012, 16:55)helmut schrieb: Die Kritik an dem Religionsbegriff, der in dem Rap benutzt wird, sei geschenkt. Nur ist der in gewissen frommen Kreisen weit verbreitet "der"? "die"! diese wohlfeile religionskritik ist in gewissen frommen Kreisen weit verbreitet. die pöhse religion - das sind immer die anderen, und man selber ist doch nur geil auf jesus... (28-01-2012, 16:55)helmut schrieb: Das, was Bethke als Religion bezeichnet, fordert die Menschen auf, einer bestimmten Ethik zu folgen, um gottgefällig zu leben, Jesus bietet Gottes Gnade an, die wir uns nicht erarbeiten müssen ach nee? ich kann mich aufführen,wie ich will, und gottes gnade ist mir trotzdem sicher? oder wird nicht doch ein bestimmtes verhalten meinerseits als voraussetzung dafür verlangt, und sei es bloß die bedingungslose unterwerfung unter und anbetung jesu? RE: "Why I hate religion, but love Jesus" - petronius - 28-01-2012 (28-01-2012, 17:05)helmut schrieb:(28-01-2012, 16:20)petronius schrieb: denn daß es sich hier nur um die aktion eines singulären privatgläubigen handelt, glaube ich nicht. was ist, wenn man diesem aufruf folgt? man landet bei religion/kircheFragt sich bei welcher Kirche bei der, die sich dieses propagandainstruments bedient (28-01-2012, 17:05)helmut schrieb: Bestimmt bei keiner, die sich als Gesellschaft der besseren Menschen versteht, die auf die armen Sünder herabsehen können. Der Rap von Bethke ist ja in erster Linie innerchristliche Kritik an einer Kirche, die nicht mehr zwischen Jesus und den Republikanern unterscheidet nicht meine baustelle das sollen sich die fundis in amiland unter sich auskegeln (28-01-2012, 17:05)helmut schrieb: Damit reiht er sich in die wachsende Gruppe von Evangelikalen ein, die sich von der religiösen Rechten distanziert haben ein guter ansatz aber wohin weiter führt er? (28-01-2012, 17:05)helmut schrieb: Weißt du wie befreiend das ist, wenn mensch nicht mehr so tun muss als ob? natürlich denn so lebe ich ja, und brauche dafür keinen jesus RE: "Why I hate religion, but love Jesus" - Theodora - 28-01-2012 Der Text ist richtig gut. RE: "Why I hate religion, but love Jesus" - helmut - 29-01-2012 (28-01-2012, 20:51)petronius schrieb:Hier reden wir wohl aneinander vorbei. das Problem, das bethke beschreibt, ist nicht das, dass jemand Gott nicht gehorchen will, sondern dass er es nicht kann. Acting like a church kid, while addicted to pornography ("Ein Gemeindekind spielen, aber pornosüchtig sein"). Wer aufrichtig versucht, gut zu sein, wird früher oder später entdecken, dass er seinen eigenen Ansprüchen nicht genügen kann.(28-01-2012, 16:55)helmut schrieb: Das, was Bethke als Religion bezeichnet, fordert die Menschen auf, einer bestimmten Ethik zu folgen, um gottgefällig zu leben, Jesus bietet Gottes Gnade an, die wir uns nicht erarbeiten müssenach nee? Und das ist die Entdeckung, die Bethke genauso gemacht hat wie auch Martin Luther: du musst nicht erst gut werden, um zu Gott zu kommen - du kannst zu ihm kommen wann du willst, und dann hilft er dir, gut zu werden. bis dahin, dass Leute von ihrer Sucht (ob Porno, Alkohol oder Heroin) frei werden. Zitat:oder wird nicht doch ein bestimmtes verhalten meinerseits als voraussetzung dafür verlangt, und sei es bloß die bedingungslose unterwerfung unter und anbetung jesu?Nicht als Voraussetzung, sondern als Folge der Gnade Gottes, die dir zu diesem Verhalten verhilft. Und was ist daran falsch, sich Gott zu unterwerfen und ihn anzubeten? RE: "Why I hate religion, but love Jesus" - helmut - 29-01-2012 (28-01-2012, 20:54)petronius schrieb:Hmmm. Angesichts der kirchlichen Situation in den USA können wir davon ausgehen, dass eine Kirche, die Mitglieder werben möchte, auch sagt, zu welcher Kirche die Leute gehen sollen. Aber im Video gibt es keinen Hinweis darauf, was für ne Kirche in Ordnung ist (sein soll).(28-01-2012, 17:05)helmut schrieb: Fragt sich bei welcher Kirchebei der, die sich dieses propagandainstruments bedient (28-01-2012, 20:54)petronius schrieb: nicht meine baustelleFundis? Obama ist kein Fundi, Evangelikale in der Regel auch nicht. (28-01-2012, 20:54)petronius schrieb: ein guter ansatzZu Jesus? RE: "Why I hate religion, but love Jesus" - d.n. - 29-01-2012 (29-01-2012, 15:11)helmut schrieb: Und was ist daran falsch, sich Gott zu unterwerfen und ihn anzubeten? Das ich mich vielleicht nicht unterwerfen will? Was ist richtig daran, sich jemandem zu unterwerfen? Ist es nicht besser, danach zu trachten ihm gleichgestellt zu sein? RE: "Why I hate religion, but love Jesus" - Schmettermotte - 29-01-2012 Das wäre paradox. Wenn man an Gott glaubt, dann ist Gott per Definition ein allmächtiges Wesen, das über alles herrscht, alles erschuf, alles sieht und alles entscheidet und es gibt Gott nur, weil ein gläubiger Mensch eben etwas braucht, dem er diese Allmacht zuschreiben kann. Gott gibt es nur, weil er allmächtig ist bzw wir brauchen etwas allmächtiges und das haben wir als Gott betitelt. Per Definition kannst du als gläubiger Mensch ihm garnicht gleichgestellt sein, denn dann wäre er nicht mehr das, was er ursprünglich sein sollte. RE: "Why I hate religion, but love Jesus" - d.n. - 29-01-2012 Kommt aber immer auf die Definition des Gottes an,..wenn er nicht auf abrahamitischer Basis ruht, sondern zb einer der Hindugötter ist,..so wäre dieses Denkmuster möglich ;) Und selbst bei Betrachtung als abrahamitischer Gott,..so muß man da ja nicht zwangsläufig an seine Allmacht glauben, sondern kann ihn ja auch nur als ein "weiterentwickeltes Wesen" definieren,... RE: "Why I hate religion, but love Jesus" - helmut - 29-01-2012 (29-01-2012, 17:06)d.n. schrieb: Was ist richtig daran, sich jemandem zu unterwerfen? Ist es nicht besser, danach zu trachten ihm gleichgestellt zu sein?Wenn der andere ein mensch ist: ja. |