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Zeugen Jehovas
#46
Letzteres ist das, was bei diesen Menschen zu den Hauptproblemen führt. Ersteres ist lediglich eine Definitionsfrage, die man als Bedingung mitführt.

Gruß
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#47
Also diese 'buchstabengläubige' Deutung der Apokalypse ist nicht nur bei Sekten und Splittergruppen verbreitet
- die kommt schon auch bei katholischen und protestantischen 'Fundis' manchmal vor... Ich kann mich noch gut
erinnern, wie in meiner Studentenzeit vor ca. 40 Jahren mir einmal der Vermieter meiner 'Bude', ein gläubiger
Katholik, ein Buch in die Hand drückte, in dem der Johannes-Text Satz für Satz umgelegt wurde auf den modernen
Atomkrieg - und daraus geschlossen, dass bereits in den nächsten Monaten der 3. Weltkrieg ausbrechen und die
Welt untergehen würde. Der Mann nahm das so ernst, dass er schon überlegte, ob "es sich überhaupt lohnt,
für diesen Winter noch Kartoffeln einzulagern..." :icon_rolleyes:
() qilin
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#48
(24-10-2010, 16:36)Tao-Ho schrieb: Ähm - die Leute, welche in den Himmel kommen sollen sind, lt.
Bibel und ZJ insgesammt 144.000. Nicht mehr und nicht weniger.

Hä, laut Bibel? Wo steht denn das? Eusa_think
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#49
@qilin
Natürlich gehen auch gerne "Fundis" in diese Richtung. Meistens benutzen sie aber gleiche "Argumentationsweisen" wie Splittergruppen.

Gruß
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#50
(25-10-2010, 08:54)Romero schrieb: Hä, laut Bibel? Wo steht denn das? Eusa_think

Die ZJ beziehen sich dabei auf Offb.7,4:

2 Und ich sah einen andern Engel aufsteigen vom Aufgang der Sonne her, der hatte das Siegel des lebendigen Gottes und rief mit großer Stimme zu den vier Engeln, denen Macht gegeben war, der Erde und dem Meer Schaden zu tun: 3 Tut der Erde und dem Meer und den Bäumen keinen Schaden, bis wir versiegeln die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen. 4 Und ich hörte die Zahl derer, die versiegelt wurden: hundertvierundvierzigtausend, die versiegelt waren aus allen Stämmen Israels
() qilin
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#51
Aha, war mir gar nicht mehr in Erinnerung. Danke.
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#52
@qilin
Ja eine Mythos bzw. bildhafte Beschreibung aus der damaligen Zeit! Daß Fundis oder ZJ oder... habe ich jemanden vergessen? sie in der Form übersetzen, ist schlichtweg eine Unkenntnis dessen, wie Beschreibungen damals angewendet wurden. Daraus entstehen freilich solche Wirrwürmer. Wenn Menschen, egal ob aus Splittergruppen oder "Fundis" solche Beschreibungen trotz besser vorliegender Erkenntnisse trotzdem als das annehmen, wie sie es im wortwörtlichen annehmen, betrachte ich persönlich als nichts anderes als einen billigen Betrug an biblischen Werken. Ich habe diverse Gruppierungen darauf auch schon angesprochen. Fazit: Diskussionsunfähig, weil, das steht da, und Basta.
Der gibt es genügend und ich gehe da auch nicht weiter darauf ein, weil es sinnlos ist. Gesprächsfähigkeit basiert auf mind. zwei Seiten, ist aber da wohl nicht gegeben.

Schönen Gruß!
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#53
(03-04-2007, 14:26)Praytes schrieb: Da du weißt, was ein Pamphlet ist, und du diesen Ausdruck mit bezug auf den Wachtturm gebrauchst, hast du, so wie acuh von dir beabsichtigt, sehr wohl eine Wertung abgegeben...Icon_smile

Nein, denn Pamphlet ist ein anderes Wort für Broschüre/Druckschrift, und stellt nur fest, ohne zu werten.
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#54
Ich weiß nicht genau, ob das hier schonmal in irgendeiner Weise angesprochen wurde, aber mich es würde interessieren, wie ihr (also "Nicht-Zeugen") mit den Hausbesuchen der ZJ umgeht. Persönlich hatte ich noch nicht das Vergnügen, aber man macht sich halt so seine Gedanken. Einerseits fände ich es ja ganz verlockend, sobald ich welche seh ein "weniger christliches" Bandshirt anzuziehen und im Haus ganz laut Metal laufen zu lassen, aber andererseits ist das, nunja, nicht gerade "mein Stil". Ich könnte mich auch mit dem Gedanken anfreunden, auf eine Diskussion oder ein einfaches Gespräch einzugehen, aber dann denke ich mir wieder, ist das bei ZJ nicht einfach, pardon, Zeitverschwendung?
*Hier pseudophilosophischen Spruch einfügen*
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#55
(13-01-2013, 11:09)Freizeit-Agnostiker schrieb: Ich weiß nicht genau, ob das hier schonmal in irgendeiner Weise angesprochen wurde, aber mich es würde interessieren, wie ihr (also "Nicht-Zeugen") mit den Hausbesuchen der ZJ umgeht. Persönlich hatte ich noch nicht das Vergnügen, aber man macht sich halt so seine Gedanken. Einerseits fände ich es ja ganz verlockend, sobald ich welche seh ein "weniger christliches" Bandshirt anzuziehen und im Haus ganz laut Metal laufen zu lassen, aber andererseits ist das, nunja, nicht gerade "mein Stil". Ich könnte mich auch mit dem Gedanken anfreunden, auf eine Diskussion oder ein einfaches Gespräch einzugehen, aber dann denke ich mir wieder, ist das bei ZJ nicht einfach, pardon, Zeitverschwendung?

wenn mans nicht "Zeitverschwendung" nennt, sondern als zeitvertreib ansieht, kann es recht amüsant sein. natürlich wird man keinen zj durch eine diskussion vom glauben abbringen, aber andererseits kann man sich einen spaß draus machen, den missionierungsargumenten jeweils rationale entgegenzuhalten und die (meist stereotype) reaktion zu beobachten und kommentieren. man muß sich ja nicht auf die taktik der zj einlassen, sondern kann selber die gesprächsführung in die hand nehmen, schauen, wie worauf reagiert wird

ist ein bißchen so wie im zoo, man beobachtet eine fremde spezies

leider haben die zj eine seltene gabe, immer dann zu klingeln, wenn ich gerade dringend etwas anderes vorhabe. so bin ich leider seit langem nicht mehr dazu gekommen, mir so ein gespräch zu gönnen
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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#56
Zitat:natürlich wird man keinen zj durch eine diskussion vom glauben abbringen
Hatte ich auch nie vor, ich frage mich nur, ob es sich bei Leuten mit teilweise unumstößlichen Glaubensinhalten überhaupt lohnt zu diskutieren. Das soll jetzt kein Vorurteil sein, aber ZJ gehören für mich nunmal zu den fundamentaleren Gruppierungen.

Andererseits will ich auch nicht den Eindruck erwecken, dass sie für mich Menschen zweiter Klasse wären...
*Hier pseudophilosophischen Spruch einfügen*
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#57
(13-01-2013, 13:38)Freizeit-Agnostiker schrieb:
Zitat:natürlich wird man keinen zj durch eine diskussion vom glauben abbringen
Hatte ich auch nie vor, ich frage mich nur, ob es sich bei Leuten mit teilweise unumstößlichen Glaubensinhalten überhaupt lohnt zu diskutieren

nur der unterhaltung halber

aber ich gebe zu, angesichts deren heiligem ernst und eifer gelegentlich skrupel zu haben, selbige für mein persönliches spaßvergnügen zu instrumentalisieren
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#58
Für einen protestantischen Christen im Mainstream, so man davon überhaupt sprechen kann, hat die Bibelarbeit mit den Zeugen einen durchaus nützlichen Aspekt: Man lernt, die Bibel im eigenen Bücherschrank genauer und umfassender zu lesen. Mir ist damals bewusst geworden,
1. wie wenig man die Hl. Schrift kennt, wenn man niemanden hat, der sie in Frage stellt,
2. dass es ganz unterschiedliche Übertragungen gibt,
3. dass Interpretationen oder Auslegungen fast beliebig möglich sind, wodurch
4. man prächtig die eigenen Vorstellungen "untermauern" kann.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#59
(13-01-2013, 17:24)Ekkard schrieb: Für einen protestantischen Christen im Mainstream, so man davon überhaupt sprechen kann, hat die Bibelarbeit mit den Zeugen einen durchaus nützlichen Aspekt
...

yup

die zj haben auch mich dazu gebracht, mich näher mit den bibeltexten zu befassen. was mir in der diskussion mit christen, namentlich katholiken (die in aller regelvon der bibel erstaunlich unbeleckt sind) durchaus zugute kommt
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#60
(13-01-2013, 11:09)Flattervogel schrieb: Ich weiß nicht genau, ob das hier schonmal in irgendeiner Weise angesprochen wurde, aber mich es würde interessieren, wie ihr (also "Nicht-Zeugen") mit den Hausbesuchen der ZJ umgeht.

Eine interessante Frage.

Zuerst möchte ich anmerken, daß ich im Prinzip gerne mit Zeugen Jehovas diskutiere, weil ich immer interessante Interpretationen zu mir vorher gar nicht geläufigen Bibelstellen höre.

Zur Praxis:

1.) Unangemeldeter Besuch
Leider kommen die Hausbesuche immer ungelegen. Entweder bin ich ja gar nicht zu Hause oder wenn ich zu Hause bin, habe ich gerade etwas zu tun.
Kochen, essen, telephonieren, etc. etc.

Aber manchmal (selten) werde ich nicht bei einer Beschäftigung gestört, da wäre ich bereit zu einem Gespräch.
Wenn es dann läutet, möchte ich nicht unhöflich sein, zehn Minuten hat man immer Zeit – aber ein Bibelgespräch dauert mindestens eine Stunde.
Es wird laufend in der Bibel nachgeblättert und es werden winzige Details diskutiert. Und so lange habe ich keine Zeit, weil ich anderes vorhabe.
Zehn Minuten sind einfach zu kurz, da beginnt es erst interessant zu werden.
Verstehe nicht, warum die Zeugen Jehovas ihre Besuche nicht durch Zettel ankündigen. Denn für so ein Bibelgespräch möchte ich mir zwei Stunden Zeit nehmen.

Ich vermute, es ist in Wirklichkeit gar nicht die Absicht, mit Leuten zu diskutieren. Es muß den Zeugen Jehovas längst klar sein, daß da niemand ausreichend Zeit hat, wenn sie unangemeldet an der Tür läuten.
Sie rasseln rasch eine fünfminütige Standardrede herunter und geben dann ihre Zeitschriften und einen Einladungszettel zu einem Vortrag her. Dann gehen sie weiter.

Die einzelnen Zeugen Jehovas, die an den Türen läuten, haben eher eine Botenfunktion. Sie wollen die Leute zu den Vorträgen einladen.


2.) Zu Zweit
Zeugen Jehovas kommen immer zu Zweit. Das hat sicher seine Gründe.
Ein gewisser Schutz vor tätlichen Angriffen und außerdem ist dann (sollte es zu einer Gewalttätigkeit kommen) immer ein Zeuge fürs Gericht dabei, das schreckt potentielle Gewalttäter ab. Außerdem ist es psychologisch sicher sehr angenehm, wenn man zu zweit geht.

Aber für mich als Besuchten ist das nicht ideal. Denn ich kann nur mit einem einzigen Menschen ernsthaft dikutieren, wenn da zwei bei mir im Zimmer sitzen, wird das schwierig. Denn wenn ich mit einer Person diskutiere, möchte ich auf diesen Menschen eingehen und seine Gedanken verstehen.

Wie ich das handhabte:
Ich hatte eine Idee: ich vereinbarte mit einem der beiden einen Gesprächstermin. Und zwar in einem Park. Es war Schönwetter, wir saßen drei Stunden auf einer Bank und hatten ein Vier-Augen-Gespräch. War nicht uninteressant. Ich erfuhr interessante Bibelstellen. Das muß ich sagen.

Aber ich sagte auch offen, was mich stört. Da wußte der Zuge Jehovas auch keine zufriedenstellende Antwort. Es war ein Gespräch in freundlicher Atmosphäre und mich faszinierte es dabei zuzusehen, daß mein Gesprächspartner auf jede Frage meinerseits in der Bibel zu blättern begann. Ich denke, das gehört zur Show dazu, damit jeder sieht, daß die Zeugen Jehovas alles biblisch begründen.

Dann nach einer Woche trafen wir uns wieder.
So trafen wir einander drei oder vier Mal.
Dann hatten wir die Idee, mit E-Mail zu verkehren.
Aber das war öd und das Ganze ist bald einschlafen.

Ich werde im nächsten Beitrag darüber berichten:
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