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Christentum vs. Naturalismus
#31
(19-01-2026, 14:27)Reklov schrieb: hierbei ist das "innere Wissen" angesprochen/gemeint. Dieses wird oft als Intuition oder Bauchgefühl bezeichnet

also eben gerade nicht "wissen", sondern das gegenteil davon
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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#32
(19-01-2026, 14:27)Reklov schrieb:
(17-01-2026, 16:05)Geobacter schrieb:
(17-01-2026, 14:53)Reklov schrieb: Jung sah "Gott" als eine psychische Realität und Archetyp, den er durch innere Erlebnisse "wusste" ...

Deine Einschätzung und Ansicht bezüglich den Aussagen C.G.Jung ist leider nicht mehr auf dem aktuellsten Stand. Auch C. G. Jung wusste nämlich in der Regel kaum mehr als einen feuchten Kehricht..

... hierbei ist das "innere Wissen" angesprochen/gemeint. Dieses wird oft als Intuition oder Bauchgefühl bezeichnet. Es manifestiert sich oft als Eingebung oder innerer Kompass, ohne dass man dabei logische Schritte nachvollziehen kann. Es hilft auch bei Entscheidungen, wenn Fakten allein nicht ausreichen!

Ja....Es gibt durchaus Menschen die sich gut in andere Mitmenschen hineinversetzen können, @Reklov. Zu denen gehörst aber weder DU, noch unser @Thomas der Ungläubige.
Also sprach der Herr: "Seid furchtbar und vermehret euch".........
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#33
Naturalismus als Arbeitshypothese eines Wissenschaftlers ist vielleicht unproblematisch. Wenn der
Naturalismus allerdings zur Ideologie und Metaerzählung mutiert, entstehen ernsthafte Probleme.
Letzteres kann man allerdings bei vielen Foristen beobachten. Und wohin das führen kann,
sieht zum Beispiel an populären ideologischen Machwerken wie Sam Harris' "Moral Landscapes"

Selbst wenn wir alle Informationen über das Universum haben, wissen wir nicht was als nächstes zu tun ist.
Und das betrifft nicht nur moralische Verhaltensregeln, sondern setzt schon viel früher an.
Auch bei Verwendung physikalischer Grundbegriffe ist ein richtig oder falsch in der
Natur selbst nicht angelegt. Deshalb ist es einfach Unsinn, den menschlichen Geist als eine
Art Biologie höherer Ordnung zu betrachten. Ich denke hier nicht zu kurz, wie Ekkard mir vorwirft - Ich denke hier weiter.
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#34
Die "höhere Ordnung" kommt nicht von mir.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#35
(19-01-2026, 22:44)Thomas der Ungläubige schrieb: Und wohin das führen kann,
sieht zum Beispiel an populären ideologischen Machwerken wie Sam Harris' "Moral Landscapes"
Würden Sie Ihr unspezifisches Geraune bitte etwas konkretisieren. Welche der akuten Konflikte lasten Sie dem Naturalismus an? Die Kacke , die montan am Dampfen ist, wird doch mehrheitlich von Religiösen befeuert.
Kein Mensch mit Humor hat jemals eine Religion gegründet.
Robert Green Ingersoll
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#36
(19-01-2026, 22:44)Thomas der Ungläubige schrieb: Wenn der Naturalismus allerdings zur Ideologie und Metaerzählung mutiert

was genau und konkret willst du damit sagen?

machst du hier einen auf "statesman2"?

Zitat:entstehen ernsthafte Probleme

welche denn?

Zitat:Selbst wenn wir alle Informationen über das Universum haben, wissen wir nicht was als nächstes zu tun ist

das hat ja auch gar nichts damit zu tun, ob "wir alle Informationen über das Universum haben", mein lieber statesman2

Zitat:Auch bei Verwendung physikalischer Grundbegriffe ist ein richtig oder falsch in der
Natur selbst nicht angelegt

oh, hören wir da jetzt "naturalistische" töne von dir?

selbstverständlich kennt die natur kein "richtig oder falsch", das sind individuelle bzw. subjektive menschliche wertungen

Zitat:Deshalb ist es einfach Unsinn, den menschlichen Geist als eine Art Biologie höherer Ordnung zu betrachten

non sequitur

was auch immer "eine Art Biologie höherer Ordnung" überhaupt sein soll

Zitat:Ich denke hier nicht zu kurz, wie Ekkard mir vorwirft - Ich denke hier weiter

und zwar wohin?
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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#37
(19-01-2026, 22:44)Thomas der Ungläubige schrieb: Naturalismus als Arbeitshypothese eines Wissenschaftlers ist vielleicht unproblematisch. Wenn der Naturalismus allerdings zur Ideologie und Metaerzählung mutiert, entstehen ernsthafte Probleme.

Ja, hier muss ich nachfragen, wie es sich konkret aeussert, dass "Naturalismus ... zur Ideologie und Metaerklaerung" wird (also ueber die reine Aufgabe von Naturwissenschaft, die Funktionsweise der natuerlichen Welt, zu der wir gehoeren, zu erklaeren) und welche konkreten "ernsthaften Probleme" dann daraus entstehen.

(19-01-2026, 22:44)Thomas der Ungläubige schrieb: Deshalb ist es einfach Unsinn, den menschlichen Geist als eine Art Biologie höherer Ordnung zu betrachten.

Meinst Du hiermit die Erklaerung des Geistes als Produkt der Gehirntaetigkeit?

(19-01-2026, 22:44)Thomas der Ungläubige schrieb: Ich denke hier nicht zu kurz, wie Ekkard mir vorwirft - Ich denke hier weiter.

Inwiefern "denkst Du hier weiter"? Sich mindestens 2400 Jahre alter philosophischer Ansaetze wie dem Koerper-Seele-Dualismus zu bedienen, halte ich jetzt nicht gerade fuer ein Zeichen dafuer, "weiter" zu denken. Sich an einen christlichen Mythos zu klammern, der uns noch in den Texten des NT zeigt, wie er nach und nach erfunden und erweitert wurde, ist auch nicht gerade ein Zeichen von "weiter Denken". Hier im Thread geht's ja anscheinend um Wertungen, also gibt's die frei Haus.

Ich hatte das mal fuer Kreationisten erwaehnt, aber fuer manche Glaeubige sehe ich das aehnlich: beleidigen sie nicht eigentlich ihren Gott? Wie kann man von einem allmaechtigen Wesen so viel Fantasielosigkeit erwarten? Es ist in der Natur dauernd zu beobachten, dass komplexere Systeme Eigenschaften ausbilden, die die Bausteine des Systems nicht haben. Das gilt selbst fuer solch ein simples System wie reinem Wasser. Kommen mehrere Wassermolekuele zusammen, bilden sie langsam Eigenschaften aus, die ein einzelnes Wassermolekuel nicht hat: sie sind z.B. unter bestimmten Bedingungen "fluessig", was ein einzelnes Wassermolekuel nie ist. Hier reden wir von Emergenz. Das ist ein simples Beispiel an einem simplen System, und das Gehirn ist so komplex, dass wir heute noch neue Strukturen finden. Gibt es also einen guten Grund auszuschliessen, dass der Geist ein emergentes Phaenomen des komplexen Systems "Gehirn" ist? Ich denke die Antwort lautet "Nein".

Und wenn wir dann noch dieses alte Zerrbild des klassischen Materialismus begraben, dem sowieso niemand hier anhaengt, koennen wir vielleicht mal auf den Punkt kommen. Philosophie existiert auch fuer "Naturalisten". Den Aspekt, dass meine Ansicht zum Christentum allgemein so gut wie gar nichts (also ausser dass ich Ideen hinterfrage) damit zu tun hat, welcher Weltanschauung ich anhaenge, habe ich ja jetzt oft genug betont; mit irgendwelchem "Naturalismus" hat das jedenfalls nichts zu tun.
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#38
(Gestern, 00:29)exkath schrieb:
(19-01-2026, 22:44)Thomas der Ungläubige schrieb: Und wohin das führen kann,
sieht zum Beispiel an populären ideologischen Machwerken wie Sam Harris' "Moral Landscapes"
Würden Sie Ihr unspezifisches Geraune bitte etwas konkretisieren. Welche der akuten Konflikte lasten Sie dem Naturalismus an? Die Kacke , die montan am Dampfen ist, wird doch mehrheitlich von Religiösen befeuert.

Sam Harris liefert eine perfekte Blaupause für Techfaschisten wie Peter Thiel und Elon Musk. Wohlbefinden kann man wissenschaftlich messen und optimieren. Demokratie steht den Wissenschaftlern dabei nur im Weg. Wir haben hier eine wissenschaftliche Wohlbefindensideologie mit der man die Abschaffung der Demokratie sehr gut begründen kann.
Wer ins 20. Jahrhundert schaut stellt fest, dass sich Geschichte nicht wiederholt, aber sie reimt sich.

Und ob Religiöse schlimmer sind als die Harris-Jünger ist die falsche Frage. Hinter der Frage
steht die Logik: Die Feinde meiner Feinde sind meine Freunde. Gegen diesen Irrtum ist man 
als Katholik zum Glück gut gewappnet (Matthäus 5,44).

Zum Versuch Einstein für eure Sache zu vereinnahmen: Einstein war nach eigenem Bekunden so wie ich Agnostiker. Er konnte mit der Kreuzzugsmentalität
professioneller Atheisten nichts anfangen und sagte, sie seien wie befreite Sklaven, die die Last ihrer Ketten noch spüren. Eine sehr gute Formulierung, die
auch auf viele Forenmitglieder zutrifft (auf Exkath ganz offensichtlich). Es lohnt sich auch Einsteins Aberglaubenzitat ganz zu lesen. Er bezeichnet die biblischen
Legenden immerhin als ehrwürdig und spricht vom unverfälschten Judentum als Aberglaube. Aber was ist beispielsweise mit einem durch einen jüdischen Wanderprediger verfälschten
Judentum? Dazu sagt Einstein nichts. Nüchtern betrachtet würde Einstein doch wohl eher in meinem Team mitspielen.

@Ulan du bezeichnest dich weder als Anhänger des Naturalismus noch des Christentums. Was bist du dann? Lege doch mal bitte deine Karten offen auf den Tisch.
Glaubst du dein Denken von Ideologie und Metaerzählungen befreit zu haben? Das kann nicht gelingen, denn selbst das Postulat, Metaerzählungen zu vermeiden, ist eine Metaerzählung.
Interessant ist deine Aussage, du seist nicht auf einem Kreuzzug gegen das Christentum. Aber dann erkläre mir Folgendes: Warum ergreifst du ausschließlich gegen die religiöse Seite das Wort und lässt noch die dümmste (teils fäkalsprachliche) Polemik gegen jede Form von Religion unkommentiert stehen? Vielleicht bist du nicht persönlich auf diesem Kreuzzug unterwegs. Aber durch dein Verhalten hier bist du wie ein Pabst der den Kreuzfahrern ihren Segen erteilt. Die spannende Frage ist für mich: Tust du das bewusst oder bist du dir mangels philosophischer Selbstreflexion darüber gar nicht im Klaren?

Das mit dem Leib-Seele-Dualismus kommt übrigens von dir. Die katholische Lehre betont die Einheit von Leib und Seele.
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#39
(Gestern, 16:16)Thomas der Ungläubige schrieb: Es lohnt sich auch Einsteins Aberglaubenzitat ganz zu lesen. Er bezeichnet die biblischen Legenden immerhin als ehrwürdig und spricht vom unverfälschten Judentum als Aberglaube. Aber was ist beispielsweise mit einem durch einen jüdischen Wanderprediger verfälschten Judentum? Dazu sagt Einstein nichts. Nüchtern betrachtet würde Einstein doch wohl eher in meinem Team mitspielen.
Das Zitat besagt: "Für mich ist die unverfälschte jüdische Religion wie alle anderen Religionen eine Incarnation des primitiven Aberglaubens."

Also, er sagt schon etwas, naemlich dass auch das Christentum eine Incarnation primitiven Aberglaubens ist.

Einstein war Pantheist; fuer ihn war das Universum goettlich. Er nannte gerne Spinozas Gedanken als seinen aehnlich.

(Gestern, 16:16)Thomas der Ungläubige schrieb: @Ulan du bezeichnest dich weder als Anhänger des Naturalismus noch des Christentums. Was bist du dann? Lege doch mal bitte deine Karten offen auf den Tisch.

Ich habe mich von dem distanziert, was Du hier als Naturalismus bezeichnet hast, also dem von Dir praesentierten Zerrbild desselben. Ich sehe sicherlich keinen Anhaltspunkt fuer das Wirken des Uebernatuerlichen oder uebernatuerlicher Wesen in dieser Welt. Ich sehe mich also eher als Humanisten. Gegen Pantheismus habe ich auch nichts, auch wenn ich nicht, wie manche Leute, daraus schliesse, dass das automatisch bedeutet, wir muessten uns alle lieb haben.

(Gestern, 16:16)Thomas der Ungläubige schrieb: Glaubst du dein Denken von Ideologie und Metaerzählungen befreit zu haben? Das kann nicht gelingen, denn selbst das Postulat, Metaerzählungen zu vermeiden, ist eine Metaerzählung.

Ach wo. So viel Selbstueberschaetzung laege mir fern. Wir alle haben unsere kleinen Selbstbetrugsversuche irgendwo.

(Gestern, 16:16)Thomas der Ungläubige schrieb: Interessant ist deine Aussage, du seist nicht auf einem Kreuzzug gegen das Christentum. Aber dann erkläre mir Folgendes: Warum ergreifst du ausschließlich gegen die religiöse Seite das Wort und lässt noch die dümmste (teils fäkalsprachliche) Polemik gegen jede Form von Religion unkommentiert stehen? Vielleicht bist du nicht persönlich auf diesem Kreuzzug unterwegs. Aber durch dein Verhalten hier bist du wie ein Pabst der den Kreuzfahrern ihren Segen erteilt. Die spannende Frage ist für mich: Tust du das bewusst oder bist du dir mangels philosophischer Selbstreflexion darüber gar nicht im Klaren?

Du stehst hier keiner Einheitsfront gegenueber. Hier hat jeder seine eigene Meinung zu solchen philosophischen Fragen. Es lohnt sich zum Teil schon hinter die Fassade der Personen hier zu tun. Wer, wuerdest Du sagen, ist hier der Kirchenmusiker?

In das Reklov/Geobacter-Geplaenkel haenge ich mich nur in aeussersten Notfall rein - die beiden wollen das nicht anders. Ansonsten werden auch harsche Aussagen hier nicht geahndet, was nicht heisst, dass ich sie mir zu eigen mache. Ich sehe aber nicht, dass Religioese hier mehr sanktioniert wuerden als Nichtreligioese. Reklovs Sanktionen geschahen fast ausnahmslos wegen Urheberrechtsversteoessen, nicht wegen etwas, was er gesagt hat. Oder nimm Zero1, dessen Dauerbeschimpfungen der meisten Forumler auch nicht sanktioniert wurden. Du doch auch nicht, oder?

(Gestern, 16:16)Thomas der Ungläubige schrieb: Das mit dem Leib-Seele-Dualismus kommt übrigens von dir. Die katholische Lehre betont die Einheit von Leib und Seele.

Katholiken sind keine Monisten wie die Zeugen Jehovas. Wie ueblich, wird da solange drum herum geredet, bis wir zu alles oder nichts kommen. Die RKK liebt ihre inneren Widersprueche.
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#40
(Gestern, 16:16)Thomas der Ungläubige schrieb: Sam Harris liefert eine perfekte Blaupause für Techfaschisten wie Peter Thiel und Elon Musk. Wohlbefinden kann man wissenschaftlich messen und optimieren. Demokratie steht den Wissenschaftlern dabei nur im Weg. Wir haben hier eine wissenschaftliche Wohlbefindensideologie mit der man die Abschaffung der Demokratie sehr gut begründen kann.

(14-01-2026, 22:08)Thomas der Ungläubige schrieb: Soweit ich informiert bin, sind gläubige Menschen wissenschaftlich belegt im Durchschnitt glücklicher als ungläubige Menschen.

Worin genau soll denn da jetzt der Unterschied liegen?


(Gestern, 16:16)Thomas der Ungläubige schrieb: Demokratie steht den Wissenschaftlern dabei nur im Weg.

Na klar. Die Wissenschaften als Urquell allen Übels. Amen!


(Gestern, 16:16)Thomas der Ungläubige schrieb: Und ob Religiöse schlimmer sind als die Harris-Jünger ist die falsche Frage. Hinter der Frage
steht die Logik: Die Feinde meiner Feinde sind meine Freunde. Gegen diesen Irrtum ist man 
als Katholik zum Glück gut gewappnet (Matthäus 5,44).

Leider versagt diese angebliche "Wappnung" (die nebenbei eine absurde Forderung ist...) immer und immer wieder gänzlich: Vielleicht solltest du dir z.B. mal die Geschichte des europäischen und des südamerikansichen Faschismus des 20. Jahrhunderts zu Gemüte führen. Es reicht aber auch die Gegenwart, also wo insbesondere die eiferndsten Christen jeder Couleur in den USA den Faschisten, Menschen-, Demokratie- und Rechstverächter Trump ins Amt gehieft haben.

Wikipedia schrieb:Thiel ist ein bekennender Christ mit einer ausgeprägten apokalyptischen Weltanschauung, der christliche Werte mit libertären und politischen Zielen verbindet, indem er biblische Prophezeiungen ernst nimmt. Dies zeigt sich in seinen Investitionen in religiöse Tech-Unternehmen wie die Gebets-App Hallow, die eine neue Bewegung im US-Konservatismus prägt.



(Gestern, 16:16)Thomas der Ungläubige schrieb: Kreuzzugsmentalität professioneller Atheisten

Das es professionelle Christen wie Sand am Meer gibt, ist ja allenthalben bekannt. Was aber sollen denn bitte "professionelle Atheisten" sein? Und wie genau soll sich deren "Kreuzugsmentalität" manifestieren?



(Gestern, 16:16)Thomas der Ungläubige schrieb: Nüchtern betrachtet würde Einstein doch wohl eher in meinem Team mitspielen.

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit!
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#41
(Gestern, 17:35)bellevue schrieb:
(14-01-2026, 22:08)Thomas der Ungläubige schrieb: Soweit ich informiert bin, sind gläubige Menschen wissenschaftlich belegt im Durchschnitt glücklicher als ungläubige Menschen.

Worin genau soll denn da jetzt der Unterschied liegen?
Der Unterschied liegt darin, dass Menschen die sich mit  Zirkelschlüssen selbst betrügen, (Beispiel: Es ist wahr weil es wahr ist) in der Regel mit sich selbst zufriedener sind. @Thomas der Ungläubige ist freilich die berühmte Ausnahme..  Icon_lol
Also sprach der Herr: "Seid furchtbar und vermehret euch".........
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#42
Zitat:Thomas der Ungläubige
Progressiver Katholik
(Gestern, 16:16)Thomas der Ungläubige schrieb: so wie ich Agnostiker
Sie halten sich also für einen progressiven katholischen Agnostiker. Das sieht nach einer einpersonen Sekte aus. Vor 500 Jahren wären Sie bei den Katholen Kandidat für eine Lebendfeuerbestattung gewesen.
(Gestern, 16:16)Thomas der Ungläubige schrieb: ist man als Katholik zum Glück gut gewappnet (Matthäus 5,44).
Pinochet, Franco, Mussolini, Hitler, das Ustascha Regime, Beispiele für eine gelungene katholische Wappnung. Waisenknaben im Vergleich mit Sam Harris.
Kein Mensch mit Humor hat jemals eine Religion gegründet.
Robert Green Ingersoll
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#43
Thomas der Ungläubige : Es gibt mehr als einen Glauben. Und die Antworten zu den unterschiedlichen Fragen differieren so stark, dass die Gläubigen sich deswegen gegenseitig die Schädel einschlagen.
-- .-
--
Es schlagen sich nicht nur "Gläubige" da (oftmals heftig auch) "die Schädel ein", sondern seit Tausenden von Jahren alle möglichen Anderen auch -
Macht + Ruhmes-Hungernde, unersättlich-Besitzgierige und 7oder Ideologien-Verrannte (z.B. Josef W. Stalin liess von 1920 bis zu seinem Lebens-Ende
geschätzt 12 -21 Millionen Andersdenkende umbringen. Diejenigen, die gewissenlos "Schädel einschlugen" /einschlagen sagen immer. "Wir taten nur das was uns befohlen wurde" )

Ich würde sage 80% aller Kriege gingen um Land-(Gewinn), um Macht, Ideologen
Bei maximal 20% ging es rein um Religion , oft um Kultur clashs . -
um unersättliche Gierde, Selbst-Erhöhung / ruhmessüchtige Selbstzentriker, Größen-"Wahnsinnige".. Gerade gibt es ja leider wieder einige extrem einseitige Volks- oder Partei- oder Ideologien- Führer .
Die "Allein-Richtigen", sehr Versteiften oft, die Voll-Überzeugten gab/ gibt es überall .

I have a dream : Vllt. kommt der Tag wo man Konflikte nur noch am runden Tisch - und nicht mittels viel Blutvergießen - lösen wird.

.- ..
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#44
Zunächst: Eine thematisch korrektere Gegenüberstellung wäre, wenn man sich schon der "-ismen" bedienen will, Theismus vs. Naturalismus.
Da sich aber bekanntlich der katholische, also "rechtgläubige" Theismus als der einzig "wahre" sieht, muss man sich über die Überschrift natürlich nicht weiter wundern.

(17-01-2026, 01:47)Thomas der Ungläubige schrieb: Naturalismus: Alles soll erklärbar, messbar, letztlich reparierbar sein.
...
Eine saubere, durchsichtige Wirklichkeit, in der kein Rest bleibt. Er verkauft als Nüchternheit, was in Wahrheit eine Flucht vor dem Unverfügbaren ist: vor jener Dimension, die sich nicht berechnen, nicht technisch herstellen und nicht in Daten übersetzen lässt.

Strohmann!

Denn dass Menschen versuchen, so viel wie möglich "zu erklären", also zu möglichst umfangreicher Erkenntnis über sich selbst zu gelangen und über die Welt, in die sie hinein geworfen wurden, und dass sie überhaupt die Fähigkeit dazu haben, unterscheidet sie bekanntlich von allen anderen bekannten Lebewesen. Den Unsinn aber, dass der Mensch darum "alles" wissen und erklären könne oder auch nur solle, verkünden nur Einfaltspinsel, die sich über die prinzipiellen menschlichen Erkenntnismöglichkeiten noch nie irgendwelche Gedanken gemacht haben - oder aber eine Propaganda, die mit unliebsamen, weil unpassenden Erkenntnissen auf Kriegsfuß steht.



(17-01-2026, 01:47)Thomas der Ungläubige schrieb: Das Bewusstsein wird zur Gehirnfunktion

Erneut die Bitte, doch mal nachprüfbar irgendein "Bewusstein" ohne funktionierendes Gehirn zu präsentieren. Bloßes Gezeter reicht dafür eben nicht hin!


(17-01-2026, 01:47)Thomas der Ungläubige schrieb: die Liebe zu einer evolutionären Strategie.

Inhaltleere Worthülse, deren einzige Funktion darin besteht, dumpfe Emotionen auszulösen.


(17-01-2026, 01:47)Thomas der Ungläubige schrieb: Der Mensch erscheint darin als Naturding

Oh - was für eine Ungeheuerlichkeit! Mir ist allerdings kein einziger empirisch nachprüfbarer Beleg, oder auch nur wenigstens ein derartiger Hinweis bekannt, der dem offen am Tage liegenden Umstand widerspräche, dass der Mensch zur Gänze ein Teil der Natur ist. Gegenteilige Behauptungen gibt es freilich wie Sand am Meer - die allgegenwärtige menschliche Hybris halt...



(17-01-2026, 01:47)Thomas der Ungläubige schrieb: das man nur gründlich genug analysieren müsse, um es eines Tages vollständig zu beherrschen.

Aha, das Ziel wissenschaftlicher Erkenntnistätigkeit ist also, den Menschen eines Tages vollständig zu beherrschen. Was für eine köstliche Feststellung vom "Team Albert Einstein"...  Icon_cheesygrin  Dabei hat doch aber vor allem das Christentum und da insbesondere der Katholizismus auf's Eindrücklichste demonstriert, dass es zur vollständigen Beherrschung und Unterdrückung der Menschheit nichts weniger als irgendwelcher naturalistisch-wissenschaftlicher Erkenntnisse bedarf!



(17-01-2026, 01:47)Thomas der Ungläubige schrieb: Das Christentum dagegen beginnt nicht mit der Illusion, sondern mit dem Skandal. Es behauptet nicht, der Mensch könne sich selbst durchschauen, sondern dass er ein Wesen des Bruchs ist. Sein Zentrum ist kein harmonischer Kosmos, sondern ein gekreuzigter Gott – ein Bild äußerster Nicht-Transparenz.

Spieß-Herumdreh-Nebelkerze!

Das Christentum, also dessen Lehre, beginnt nicht mit einem "Skandal", sondern mit der Behauptung, dass die Welt, in der wir leben, zur Gänze die Schöpfung eines "allwissenden" und "allmächtigen" Schöpfers sein soll - und dass der Mensch dessen großartigste Schöpfung und von diesem als "Krone" derselben in jene hinein gesetzt worden sei. Es sind deshalb ausschließlich die Verkünder derartiger theistischer Fantasie-Behauptungen, die ein daraus notwendigerweise reslutierendes, schwerwiegendes Problem mit einem "Bruch" haben, da nämlich die untentwegt gepredigte Unübertrefflichkeits-Bombastik mit dem, was sich in dieser ach so großartigen "Schöpfung" real so abspielt im Allgemeinen und mit der Beschaffenheit von besagter "Krone" im Besonderen so überhaupt gar nicht zusammen passen will. Da wird mit dem absurdesten Wortkram und Salbaderei auf Gedeih und Verderb gewurschtelt und gedrechselt, dass sich die Balken biegen und selbst die elementarste Vernunft vor Scham ihr Haupt verbirgt - was dann als "Theologie" feilgeboten und gepredigt wird.

"Naturalisten" hingegen haben hier auch nicht das allergeringste Problem! Die Natur ist, wie sie offen am Tage liegend nun eben mal ist. Sie "lügt" nicht. Der Mensch kann versuchen, sie so weit zu erkennen wie ihm das möglich ist. Und was man entweder noch nicht weiß oder prinzipiell nicht wissen kann, darüber kann man auch nichts ausssagen. Das Privileg, unaufhörlich Aussagen über Unaussprechliches zu tätigen, liegt ganz und gar beim Theismus (und natürlich angrenzenden Fantasien...)



(17-01-2026, 01:47)Thomas der Ungläubige schrieb: Während der Naturalismus den Menschen wie eine Maschine behandeln möchte

Immer wieder derselbe alberne Strohmann.



(17-01-2026, 01:47)Thomas der Ungläubige schrieb: spricht das Christentum von Schuld, Vergebung und Gnade – von Erfahrungen, die sich jeder funktionalen Erklärung entziehen.

Klar, weil auch dies bloß wieder inhaltleere Worthülsen sind, deren einzige Funktion darin besteht, dumpfe Emotionen auszulösen.



(17-01-2026, 01:47)Thomas der Ungläubige schrieb: Gerade darin erweist sich das Christentum als nüchterner als der angeblich so aufgeklärte Naturalismus. Es nimmt ernst, dass es keinen letzten Garantieschein für Bedeutung gibt und dass das menschliche Leben von einer Leerstelle getragen wird. Der Naturalismus verkauft diese Leerstelle als vorläufiges Problem, das bald gelöst werde; das Christentum erkennt in ihr den eigentlichen Ort der Freiheit. Wo der Naturalismus den Menschen optimieren will, lehrt das Christentum, mit dem Unheilbaren zu leben. Wo jener Transparenz verspricht, hält dieses das Geheimnis offen.
...
und wie der Naturalismus ein System der totalen Antworten sein will.


Spieß-Herumdreh-Nebelkerze!

Kein "Naturalist" käme doch je auf den absurden Gedanken, in der Natur nach irgendeinem "Garantieschein für Bedeutung" zu suchen. Ich muss mich wiederholen: Die Natur ist, wie sie offen am Tage liegend und nachprüfbar nun eben mal ist. Sie "lügt" nicht. Der Mensch kann versuchen versuchen, sie so weit zu erkennen wie ihm das möglich ist. Und was man entweder noch nicht weiß oder prinzipiell nicht wissen kann, darüber kann man auch nichts ausssagen. Kategorien wie "Bedeutung" oder "Sinn" ergeben drin doch überhaupt keinen solchen.

Sondern es sind ausnahmslos Theisten (oder sonstige Esoteriker) die den Leuten mit ihrer andauernden Salbaderei über den der naturalistischen Erkenntnis angeblich nicht zugänglichden "wahren Sinn" und die "eigentliche Bedeutung" usw. der Welt, des Lebens, des Daseins usw. unaufhörlich zu Leibe rücken. Und sie sind es auch ausschließlich, die die unausweichlichen "Brüche" oder die zahhlosen "Leerstellen", die sich aus der Unerveinbarkeit ihrer wirren Fantantasiekonstrukte und Bedeutungsbehauptungen mit der offen am Tage liegenden Realität der "natürlichen" Welt mit inhaltsleeren Spachtelmassen à la "Gott", "Gehemnis des Glaubens", "Mysterium" usw. zuzukleistern versuchen.
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#45
Thomas der Ungläubige : Es gibt mehr als einen Glauben. Und die Antworten zu den unterschiedlichen Fragen differieren so stark, dass die Gläubigen sich deswegen gegenseitig die Schädel einschlagen.

.- -.-

Ich korrigiere :

6,87 Prozent
Insgesamt gab es 121 religiöse Kriege in der Geschichte, was etwa 6,87 Prozent aller Kriege entspricht. Es muss aber dazu auch festgestellt werden, dass Religion oft nur ein Vorwand für andere Konflikte ist, denen eigentlich politische , ideologische , wirtschaftliche oder kulturelle ethnische Ursachen zu Grunde liegen.
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