(04-11-2010, 20:59)petronius schrieb: der einen wird mit erbittertem widerstand begegnet, die andere achselzuckend zur kenntnis genommenDurch den Kontext und Hintergrund. So vermischt dein Beitrag wieder einmal alle Ebenen und dadurch entsteht dann erst diese Fragestellung. So sollte man bspw. nicht davon ausgehen, dass deutsche jüdische Gemeinden im eigentlichen Sinne religiöse Organisationen sind und ihre Mitglieder oder die Führung gar religiöse Menschen seinen. Die meisten würde ich als traditionel bezeichnen, welche einfach nur bestimmte Traditionen noch leben und zu manchen Feiertagen in die Synagoge gehen. Von diesen Menschen würde ich darum sicherlich nie, eine fundierte theologische Auffassung erwarten.
wie erklärt sich das?
So wird Chabad eben auch nur selten achselzuckend hingenommen, sondern es besteht hier eine ebenso wenn nicht gar grössere Kritikerzahl aus gegenüber messianischen Juden und deren Organisationen. Allerdings sollte man dabei eben sehen, dass Chabad als traditionelles Judentum auftritt und man genauer hinsehen muss, um den Messianismus einzelnen Anhänger überhaupt zu sehen. So ist Chabad hier auch nicht geschlossen und nur Teile der Lubawitscher in Deutschland sind auch Messianisten. Auf Juden, welche dem religiösen Judentum eher fern stehen, wirkt dieses aber alles auf derem schlechten Gewissen, vor allem wenn sie als Gemeindevorstand eigentlich die Repräsentanz einer religiösen Person darstellen müssten. Umgekehrt wissen diese Personen aber das Christentum als feindliche Position.
Das eine wie das andere hat mit Positionen von religiösen Juden nur wenig zu tun. So ist hier Chabad mehr als stark umstritten und wird hier von vielen anderen Gruppierungen nicht nur abgelehnt sondern auch bekämpft. So kommt es in New York oder Israel auch immer wieder zu Strassenkämpfen. Davon ist man in Deutschland weit entfernt, weil es hier eben die anderen religiösen Gruppen nicht gibt, welche sich Chabad so entgegen stellen könnten.
Mit Awodah Zara hat dieses aber wiederum nicht mehr viel zu tun und mir ist unklar wie M. Brumlik nun genau hier auf dieses Stichwort kommt. Selbst das Christentum ist kein Awodah Zara, aber M. Brumik steht auch diesem Teil des Judentums immer fern gegenüber und vieler seiner Kommentare, welche sich darauf oder auf Chabad beziehen, können nur verwundern.

