18-04-2004, 11:42
Hallo
Lieber Gerhard: hattest Du bei Deinem Rückbezug auf Jesus nicht etwas 'vergessen' oder gar 'unterschlagen'
? - War da nocht noch "Liebe ... (wie) dichselbst" die Rede? (Und "Liebe Gott ..." natürlich auch). Der Vollständigkeit halber: Jesus bringt hier nur eine Zusammenfassung dessen, was längst schon in der Thora steht - dort nur an 2 verschiedenen Stellen und ergänzt mit dem Verständnis (nach Mt 22,40)"In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten".
Aber nimm's mal (trotz persönlicher Ansprache) nicht persönlich
: jene 'Unterschlagung' folgt dem Muster, das regelmäßig bei Diskussionen über "Liebe ... deinen Nächsten wie dich selbst" auftaucht. Fast unmittelbar geht's dann um "den Nächsten" (Anderen) und wer das denn sei ("man kann doch nicht alle ...") und wie schwer die Umsetzung dieser Forderung sei ... Fast könnte man meinen, Sebstliebe sei vorausgesetzt (und so sind die Beiträge auch formuliert). Doch genau da habe ich erhebliche Zweifel - schließlich geht's sehr schnell zum "anderen" statt zum "selbst" - und immerhin ist im "... wie dich selbst" sowas wie eine Gleichgewichtsbeziehung ausgedrückt. ... 'sowie' (auch) dich selbst' also? - Für'n Anfang mag's reichen. - Übrigens: Buber/Rosenzweig übertragen in die Formulierung "liebe ... deinen Genossen dir gleich"; dazu später.
Dass nun der Mensch sich selbst "liebe" ist eine exotische Ausnahmeerscheinung - unter der Betrachtung, was "Liebe"
eigentlich meint - sowas wie 'gern-'/'liebhaben' nämlich (erst mal nicht bzw. nur als mögliche Folgeerscheinung): es geht um Selbstannahme / -Akzeptanz - und zwar genau so, wie ich bin (statt gerne sein möchte); mit allen - besonders auch den 'dunklen' (= verdrängten) Seiten; etwa im Unterbewußtsein mitgeschleppte nie bearbeitete (daher ungeheilte) Verletzungen. (Die - durch Alltagshektik überdeckt - bei Meditation dann hochkommen können; daher die Empfehlung der sachkundigen Anleitung (Trainer); und zu deren mindestens ansatzweise Bearbeitung eben Ruhe nötig ist - daher der (zu heiligende) Feiertag ...).
Aber auch sonst: ich bin ganz und gar nicht ideal, sondern bei näherer Betrachtung ein ... (na ja, lassen wir das - mag mich nicht outen; und kann ja jede® auch 'ne eigene Formulierung einsetzen
...).
Deshalb auch die Reihenfolge beginnd mit (n. Mt22,37) «Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt». Weshalb auch die 10 Gebote beginnen mit der Präambel "Ich bin der Herr Dein Gott, der dich aus Ägypten herausgeführt hat, aus dem Sklavenhaus" - hier ausgedrückt eine vorangegangene Befreiungstat, die aich sehr wohl auch auf die eigene Psyche beziehen / anwenden ist:
weil ich in der Liebe Gottes absolut akzeptiert und angenommen bin, kann ich mich auch selber annehmen (was dann "befreit" - in mehrfacher Hinsicht).
Und nur aus dieser Selbstakzeptanz heraus kann ich 'den anderen' ebenso "annehmen" (lernen ! ) wie er/sie ist; als - bei aller Verschiedenheit - mir gleich; unvollkommen, mit Ecken und Macken ... Was dabei herauskommt, ist Wertschätzung, Achtung jenden Lebens und weiter jeden Teiles der Schöpfung. Womit die weieren Gebote zu Selbstverständlichkeiten geraten.
"Ehre Vater und Mutter ..." - na ja, machmal braucht's eigenen Nachwuchs die 'Alten' zu verstehen; sehr nützlich auch, die eigenen Ängste zu (er)kennen - nebst folgendem 'falschem' Verhalten; lehrt, 'falsches' Verhalten der Eltern besser zu verstehen.
Die anderen Sachen - morden, ehebrechen, stehlen, lügen, Falschaussage, Verlangen nach Hab und Gut (nicht nur) des Anderen ... - geraten zu Selbstverständlichkeiten. Ehrfurcht, Achtung, Wertschätzung - auch mir selbst gegenüber (vermindert eingebildete 'Notwendigkeiten' zu Lug und Betrug drastisch) - blockieren schon den rein gedanklichen Ansatz, von Aktivitäten Richtung Ausführung ganz zu schweigen ...
Lieber Gerhard: hattest Du bei Deinem Rückbezug auf Jesus nicht etwas 'vergessen' oder gar 'unterschlagen'
Aber nimm's mal (trotz persönlicher Ansprache) nicht persönlich
Dass nun der Mensch sich selbst "liebe" ist eine exotische Ausnahmeerscheinung - unter der Betrachtung, was "Liebe"
eigentlich meint - sowas wie 'gern-'/'liebhaben' nämlich (erst mal nicht bzw. nur als mögliche Folgeerscheinung): es geht um Selbstannahme / -Akzeptanz - und zwar genau so, wie ich bin (statt gerne sein möchte); mit allen - besonders auch den 'dunklen' (= verdrängten) Seiten; etwa im Unterbewußtsein mitgeschleppte nie bearbeitete (daher ungeheilte) Verletzungen. (Die - durch Alltagshektik überdeckt - bei Meditation dann hochkommen können; daher die Empfehlung der sachkundigen Anleitung (Trainer); und zu deren mindestens ansatzweise Bearbeitung eben Ruhe nötig ist - daher der (zu heiligende) Feiertag ...).
Aber auch sonst: ich bin ganz und gar nicht ideal, sondern bei näherer Betrachtung ein ... (na ja, lassen wir das - mag mich nicht outen; und kann ja jede® auch 'ne eigene Formulierung einsetzen
Deshalb auch die Reihenfolge beginnd mit (n. Mt22,37) «Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt». Weshalb auch die 10 Gebote beginnen mit der Präambel "Ich bin der Herr Dein Gott, der dich aus Ägypten herausgeführt hat, aus dem Sklavenhaus" - hier ausgedrückt eine vorangegangene Befreiungstat, die aich sehr wohl auch auf die eigene Psyche beziehen / anwenden ist:
weil ich in der Liebe Gottes absolut akzeptiert und angenommen bin, kann ich mich auch selber annehmen (was dann "befreit" - in mehrfacher Hinsicht).
Und nur aus dieser Selbstakzeptanz heraus kann ich 'den anderen' ebenso "annehmen" (lernen ! ) wie er/sie ist; als - bei aller Verschiedenheit - mir gleich; unvollkommen, mit Ecken und Macken ... Was dabei herauskommt, ist Wertschätzung, Achtung jenden Lebens und weiter jeden Teiles der Schöpfung. Womit die weieren Gebote zu Selbstverständlichkeiten geraten.
"Ehre Vater und Mutter ..." - na ja, machmal braucht's eigenen Nachwuchs die 'Alten' zu verstehen; sehr nützlich auch, die eigenen Ängste zu (er)kennen - nebst folgendem 'falschem' Verhalten; lehrt, 'falsches' Verhalten der Eltern besser zu verstehen.
Die anderen Sachen - morden, ehebrechen, stehlen, lügen, Falschaussage, Verlangen nach Hab und Gut (nicht nur) des Anderen ... - geraten zu Selbstverständlichkeiten. Ehrfurcht, Achtung, Wertschätzung - auch mir selbst gegenüber (vermindert eingebildete 'Notwendigkeiten' zu Lug und Betrug drastisch) - blockieren schon den rein gedanklichen Ansatz, von Aktivitäten Richtung Ausführung ganz zu schweigen ...
