(13-02-2010, 13:37)Gundi schrieb:(13-02-2010, 11:59)Romero schrieb: Das glaube ich nicht. Natürlich magst du recht haben, dass jeder eine Subjektive Vorstellung hat. Aber ich glaube tendenziell mögen dir Atheisten wohl eher einheitlich einen Grund, eine Antwort auf diese Frage nennen: "Weil ich schlicht keinen Anlass dazu habe."
Die Theisten werden wohl einheitlich antworten: "Weil ich schlicht einen Anlass dazu habe."
(13-02-2010, 14:46)Volere schrieb: Naja, wie schon Gundi sagte, werden die Theisten dann sagen: "Weil ich schlicht einen Anlass dazu habe."
Das Problem an der Diskusion ist ja, das wir immer nur für uns selber sprechen können. In dem Fall ist es schwierig zu sagen, du hast keinen Beweis dafür.
Woher will man das wissen. Kann es nicht sein das der jenige in seinem inneren eine Gewissheit hat/spürt? Das kann man anzweifeln, aber eben auch nicht beweisen.
Wenn jemand sagt: "Ich Liebe dich." Dann kannst du nicht wissen ob es stimmt. Du kannst es anzweifeln, aber wirst es nie beweisen können.
Genau... und dann kommt natürlich die Frage: "Wieso?"
Beim Atheisten ist es klar. Wieso sollte er an etwas glauben, das nicht beweisbar ist? Dass Gläubige selbst "Ihn" als undefinierbar, unergründlich und wie Volere für nicht beweisbar halten - dann aber trotzdem seinen Willen und erst noch eine komplexe Offenbarung aus - ja woraus denn?? - ableiten, hilft ihm nicht gerade zum Glauben zu finden. Und nicht zuletzt sind ja auch die unzähligen Religionen, Konfessionen und die Streitigkeiten zwischen ihnen - geschweige denn die Widersprüche - nicht gerade Anlass, an Gott zu glauben.
Wie würde denn der Gläubige die Frage beantworten? Welchen anlass hat er zu glauben? Möchte er einfach nicht über noch unerklärliches nachdenken und es erforschen, und setzt dafür aus bequemlichkeit "Gott" ein, so lange, bis es dann eine andere Erklärung dafür gibt? Fühlt er sich minderwertig, wenn er nicht von sich behaupten kann, dass er von einem höheren Wesen abstammt oder erschaffen wurde? Oder hat er schlicht Angst vor dem Tod und braucht geradezu die Vorstellung von einem Leben danach?

