09-01-2008, 21:30
t.logemann schrieb:Das kann aber auch bedeuten, dass der Buddha die Lehre der Wiederverkörperung eben mit diesem Bezug auf das ständige Leiden ablehnt....
Deine Deutung des von mir aus den "Heiligen Wahrheiten" zitierten Satzes kann ich nicht nachvollziehen.
Ich habe daher in meinen Unterlagen nach einer Erläuterung des von mir gewählten Zitats gesucht und bin fündig geworden.
Heinz Bechert, Professor für Indologie und Buddhismuskunde an der UNI Göttigen sagt dazu:
Der Buddha gebraucht die bildhafte Bezeichnung "Durst" für dieses Begehren; es ist die treibende Kraft, die den Daseinskreislauf in Gang hält. Dieser Kreislauf kann nicht abgebrochen werden, etwa durch Selbstmord, der nur zu neuer Wiederverkörperung führen müsste. Das Begehren nach Untergang und Vernichtung ist genauso eine Form dieses "Durstes" wie jedes andere Begehren. Alle Formen des "Durstes" führen somit zum Festhalten im Samsara, im Daseinskreislauf.
Grüße Epicharm

