(03-07-2025, 13:00)Noumenon schrieb: Vielleicht reden wir da aneinander vorbei, aber die von mir skizzierte Idee war ja, dass das Weltbewusstsein in sämtlichen Lebewesen inkarniert. Die Wahrnehmung des Weltbewusstseins ergäbe sich also via Summation über die Wahrnehmung aller Individuen. Dass "ein hyothetisches Weltbewusstsein in den kleinsten Bereichen gar nichts Detailliertes mehr wahrnimmt", wäre demzufolge nur dann der Fall, wenn es in diesen Bereichen kein Leben gibt.
Abgesehen davon, dass das natürlich ziemliche Spekulation ist, fehlt uns aber vor allem eine Theorie der Wahrnehmung, um hier halbwegs vernünftige Aussagen treffen zu können. Also ab welchem Punkt werden rein biochemische Reaktionen zu so etwas wie (bewusste, phänomenale) Wahrnehmung...? Und vermutlich macht der oben skizzierte Pantheismus auch nur in Kombination mit einem Panpsychismus ein Sinn, was letztendlich aber, wie gesagt, von der Lösung anderer Fragestellungen (etwa Qualiaproblem) abhängt.
Nur noch mal dazu: ich wollte Dir nicht widersprechen, sondern hatte einfach einen alternativen Entwurf in den Raum gestellt. Da wir uns in einem Raum reiner Spekulation befinden, sind da natuerlich erst einmal (unendlich?) viele Denkmoeglichkeiten offen, solange diese mit der Welt, die wir kennen, vereinbar sind - oder man die Welt nicht gleich zum "Trugbild" erklaert

