03-07-2025, 13:00
(02-07-2025, 13:04)Ulan schrieb:Vielleicht reden wir da aneinander vorbei, aber die von mir skizzierte Idee war ja, dass das Weltbewusstsein in sämtlichen Lebewesen inkarniert. Die Wahrnehmung des Weltbewusstseins ergäbe sich also via Summation über die Wahrnehmung aller Individuen. Dass "ein hyothetisches Weltbewusstsein in den kleinsten Bereichen gar nichts Detailliertes mehr wahrnimmt", wäre demzufolge nur dann der Fall, wenn es in diesen Bereichen kein Leben gibt.(02-07-2025, 00:59)Noumenon schrieb: Ja, in Relation zu zilliarden Individuen erscheint das einzelne Individuum durchaus unbedeutend.
Das meinte ich jetzt eigentlich gar nicht. Worauf ich anspielte, war der Umstand, dass man sich bewusst eigentlich nur mit Objekten, egal ob unbelebt oder Lebewesen, beschaeftigt, die bestenfalls wenige Groessenordnungen ueber und unter unserem eigenen "Massstab" befinden. Die Welten darueber und darunter muss man sich dann mit Hilfsmitteln erschliessen, die nur ein indirektes Erleben erlauben. Das ist uebrigens auch bei Interaktionen in der Physik so, wenn man z.B. daran denkt, dass Wellenlaengen z.B. Abstaenden/Energieniveaus von Molekuel- oder Atombausteinen groessenordnungstechnisch entsprechen muessen, um zu interagieren. Insofern koennte es durchaus sein, dass ein hyothetisches Weltbewusstsein in den kleinsten Bereichen gar nichts Detailliertes mehr wahrnimmt.
Abgesehen davon, dass das natürlich ziemliche Spekulation ist, fehlt uns aber vor allem eine Theorie der Wahrnehmung, um hier halbwegs vernünftige Aussagen treffen zu können. Also ab welchem Punkt werden rein biochemische Reaktionen zu so etwas wie (bewusste, phänomenale) Wahrnehmung...? Und vermutlich macht der oben skizzierte Pantheismus auch nur in Kombination mit einem Panpsychismus ein Sinn, was letztendlich aber, wie gesagt, von der Lösung anderer Fragestellungen (etwa Qualiaproblem) abhängt.

