(25-06-2024, 15:57)Geobacter schrieb: Aber der Papst hat doch immer des letzte Wort, auch wenn nicht alle damit zufrieden sind.
Das stimmt so nicht.
In der katholischen Kirche ist die Unfehlbarkeit des Papstes seit 1870 eine Eigenschaft, wenn er in seinem Amt als „Lehrer aller Christen“ (ex cathedra) eine Glaubens- oder Sittenfrage als endgültig entschieden verkündet. Vgl. Päpstliche Unfehlbarkeit - Wikipedia
In heutiger Sprache würde man sagen, der Papst ist oberste Instanz
Davon wird nur selten Gebrauch gemacht. Eine Flut von Wünschen und Ideen wird da nicht darunterfallen
Nur wenn in aller Form, das heißt ex cathedra eine Glaubensüberzeugung zum Dogma erklärt wird, gilt diese als verbindlich und irrtumsfrei. Es können jedoch nur solche Glaubensüberzeugungen als "festzuhalten" zum Dogma erklärt werden, die nicht im Widerspruch zur Bibel und zur apostolischen Tradition stehen, wie sie in der katholischen Kirche geglaubt (sensus fidei) werden. Die Intention der päpstlichen Unfehlbarkeit ist also, dass der Papst bei einem Streit innerhalb der Kirche das "letzte Wort" hat. Vgl. Päpstliche Unfehlbarkeit - Wikipedia
Aber wie gesagt kommt so eine Entscheidung ex cathedra nur selten vor
Und Bibel und apostolische Tradition stellen zwei Schranken dar

