04-01-2024, 16:36
(03-01-2024, 15:55)petronius schrieb:(02-01-2024, 21:17)Reklov schrieb: wenn Du schon meinst, relig. Wahrheiten seien nicht überprüfbar, so kann dir jeder Physiker versichern, dass sich u.a. auch das Higgs-Boson nicht recht "überprüfen" lässt, außer, dass man erforscht hat, dass es allen anderen "Teilchen" ihre Masse verleiht
was willst du denn sonst überprüfen, was soll denn dir zufolge nicht überprüfbar sein?
außer dir großem teilchenphysiker und expertem für eh alles zufolge sowieso alles, was du als einzig relevant dekretierst? wie dein unsinniges und daher eben auch (nach deinen privaten maßstäben) unüberprüfbares wahrheitskonzept?
... vieles ist nicht "überprüfbar", weder mit wissenschaftlichen, noch mit privaten Maßstäben!
Wie z.B. was vor dem Urknall war, woher LEBEN kommt - ... etc. Manche Begriffe sind so unbestimmt, dass ihr Inhalt auch in der Rechtssprache nicht abschließend geklärt/bestimmt ist.
Gesetze sind weder ehern, noch in Stein gemeißelt und Wahrheit ist (vom menschlichen Standpunkt aus) nie endgültig und ewig. Eine wichtige Rolle für den Fortschritt der Wissenschaft spielen der Zweifel und das Bestimmen der Grenzen einer Theorie.
Nehmen Schwerkraft und elektrische Kraft auch auf größten und kleinsten Entfernungen mit dem Quadrat des Abstandes ab?
Haben beide Kräfte unendliche Reichweite und sind damit die Quanten von Licht und Gravitation tatsächlich masselos? Breitet sich Licht auch auf kosmologischen Skalen nach den Gesetzen der Relativitätstheorie aus - d.h., gilt die Lorentz-Invarianz?
Wo immer es möglich ist, testen Physiker grundlegende Gesetze. Teilchenphysiker haben allerdings nachgewiesen, dass sowohl die Stärken der Kräfte als auch die Massen der Elementarteilchen von der Energie abhängen. Konstanten sind also nicht immer konstant! - Des Weiteren verhindern Unsicherheiten, dass Menschen die WAHRHEIT vollständig erkennen. Deshalb wird versucht, sich dem "wahren" Wert einer Messgröße durch bessere Systematik sowie Statistik der Messungen immer weiter "anzunähern".
Gibt es eine WAHRHEIT hinter den Dingen?
Der Erfolg von wissenschaftlichen Methoden zur Erkenntnis der WAHRHEIT beruht auf zwei Voraussetzungen: Dass es Gesetze hinter den Erscheinungen gibt und das die Fachwelt diese Gesetze erkennen kann. Beide sind Bestandteil des Glaubens eines Wissenschaftlers und Apriori menschlichen Denkens. Existierten nun die in unserer Welt herrschenden Gesetze schon vor ihrer Entstehung im Urknall? (Wer sich hierzu in die Aussage flüchtet, alles sei schon seit jeher "stets da gewesen", verschiebt die Frage nur in eine andere Zeit-Raum Zone, stellt also lediglich seine persönliche Deutung, seine vermutende Auslegung vor.)
Das ALTE TESTAMENT deutet den Anfang auf seine Weise (Schöpfungsgeschichte mit anfänglichem Chaos). Das NEUE TESTAMENT meint dagegen, am Anfang stehe der Logos, das Wort - oder das Gesetz. - Heute ist die Mathematik die Sprache des Gesetzes. Eine der spannenden Fragen aber ist, ob wir die Gesetze der Mathematik durch unser Denken generieren oder sie wie in den Naturwissenschaften "entdecken"?
Gruß von Reklov

