(14-09-2022, 14:33)Reklov schrieb:(27-08-2022, 19:23)Ulan schrieb: Mit Angst um seinen Posten. Er wollte seine Instrumente der Macht mit niemandem teilen. Vor allem wollte er nicht, dass der Mensch so wird wie Gott.
Hallo Ulan,
... Deine Sprache (wohl als Scherz gemeint) ist hier dennoch viel zu menschlich ausgerichtet und versagt deswegen auch völlig. Einen "Posten" kann man z.B. in einem Amt übernehmen, - das "Göttliche" hat jedoch keine Amtstube.
Das ist, was die Bibel sagt. Durch das Essen der ersten Frucht war der Mensch wie Gott geworden, indem er von nun an Gut und Boese unterscheiden konnte. Mit dem Essen der zweiten Frucht waere der Mensch unsterblich geworden und die Gottwerdung abgeschlossen gewesen. Dass Gott dies fuerchtete, drueckt der Text aus.
(14-09-2022, 14:33)Reklov schrieb: Die "Instrumente der Macht" (wie Du sagst) würde ich aber auch keinem Menschen anvertrauen wollen, denn bereits hier auf unserem kleinen Planeten, sieht man ja deutlich, was für ein Unsinn, bis hin zum Verbrechen!!!, mit der beschränkten menschlichen Macht bisher so alles getrieben wurde/wird.
Es wird ja immer wieder gefragt, warum Gott denn solche Baeume ueberhaupt in dem Garten hatte. Meist machen christliche Kommentatoren daraus eine ethische Pruefungssituation. Schaut man aber auf die antiken Gottesvorstellungen, so findet man immer wieder, dass Goetter nicht aus sich selbst heraus unsterblich sind, sondern dies durch das Essen bestimmter Speisen werden; das bekannteste Beispiel dafuer waere wohl das Ambrosia der Goetter des Olymp, aber die vorderasiatischen Voelker hatten aehnliche Vorstellungen. Auch die goettlichen "Superpowers" waren an Gegenstaende gebunden, die man ihnen entwenden konnte (Beispiel Inanna in der Unterwelt). Hier sieht man also sehr alte Vorstellungen im Bibeltext durchscheinen.
Fuer die Baeume bedeutet das, dass sie wahrscheinlich fuer Gott selbst da standen (fuer wen sonst haetten sie da stehen sollen?), also seinen Quell der Unsterblichkeit und "Weisheit" darstellten.
(14-09-2022, 14:33)Reklov schrieb: Die "Vertreibung aus dem Paradies" kann also auch als eine der frühesten Geschichten über menschliche Selbsterkenntnis aufgefasst werden.
... was ich bereits mehrfach in diesem oder anderen Threads ausgefuehrt habe
(14-09-2022, 14:33)Reklov schrieb: Über die Wortchiffer "Gott" ist an sich keine gültige Aussage möglich!
Whatever. Das, was Du zitiert hast, war nicht ueber Deine Gottesvorstellungen, sondern die in der Genesis-Geschichte.

