16-01-2014, 13:57
(16-01-2014, 13:21)Ekkard schrieb:(16-01-2014, 10:18)Glaurung40 schrieb: Der heutige Stand der Neurowissenschaften legt ja nahe, dass wir Menschen ein "Produkt" unseres Gehirns sind ...Tsss, wer hätte das gedacht?!
Na ja, so offensichtlich ist das für jemand, der eine unsterbliche Seele postuliert nicht unbedingt.
(16-01-2014, 13:21)Ekkard schrieb: Deshalb werden wir ohne "soziales Training" nicht auskommen. Oder schlimmer noch, wir können uns einem Training zum Bösen unterziehen oder unterziehen lassen.
Behaupte in keinster Weise das Gegenteil oder etwas anderes.
(16-01-2014, 13:21)Ekkard schrieb: Das sind doch abenteuerliche Spitzfindigkeiten. Du widersprichst damit im Übrigen deinen eingangs gemachten Anmerkungen.
Dann anders: Jeder Mensch hat, wenn wir davon ausgehen, dass wir unser Gehirn = unsere Persönlichkeit ist, eigentlich keine Wahl sich in der einen Situation anders zu entscheiden, bzw. etwas anderes zu tun. Im Nachhinein die Frage der Verantwortung, davon abhängig zu machen ist daher meiner Meinung nach sinnlos. Verantwortlich in dem Sinne, der Verursachung z.B. eines Mordes ist sowohl der Betrunkene der seine Frau im Affekt erschlägt als auch der Vergewaltiger der sein Opfer umbringt in gleicher Weise. Wie die Gesellschaft danach damit umgeht, ist eine ganz andere Frage. Finde das weder spitzfindig noch widersprüchlich.
(16-01-2014, 13:21)Ekkard schrieb: ... spielt jedoch eigentlich keine Rolle; denn maßgeblich ist das, was die Gesellschaft in summa erwarten kann bzw. erwarten muss. Und wenn der Mensch neurophysiologisch verführbar ist (Negativ-Training), dann muss es dafür das (politische) Streben nach "guter Führung" (Erziehung zur Sozialkompetenz) geben. Ob man dies gesellschaftpolitisch formuliert oder religiös, erscheint mir im Augenblick gleichgültig zu sein.
Volle Zustimmung, allerdings sollte in solchen Fragen Religion überhaupt keine Rolle spielen, da diese schon meistens von falschen Vorraussetzungen (z.B. dem Menschenbild Gut/Böse/Gewissen) ausgeht.

