26-08-2013, 11:35
Danke Petronius und Ekkard für Eure präzisen Ausführungen/ Einwendungen.
Zugegeben, leider eine unrealistische Utopie. Ja, es wäre ungewöhnlich und aufwändig, zu Beginn eines Gesprächs oder einer Diskussion Ziele und Regeln detailliert zu besprechen und festzulegen, auch wenn alle Fachleute für Gesprächsführung unter anderem diesen Punkt u.a. immer wieder vehement einfordern.
Ekkard ist da mit seiner Sachverhalts-Beschreibung ("Wir leben halt in einer Welt voller Mängel, die eigenverantwortlich auszugleichen jede/r aufgerufen ist.") zweifellos näher an der Realität.
Sokrates hat diese Eigenverantwortlichkeit jedes Gesprächsteilnehmers anstelle von Fremdbelehrung als den entscheidenden Schlüssel zum Gelingen eines Gesprächs beschrieben. Zitat aus Wikipedia: "Sokrates beschrieb den Prozess des kritischen Hinterfragens von Argumenten als Mäeutik, als Hebammenkunst: Der Gesprächsleiter Sokratischer Gespräche hilft seinen Gesprächspartnern, ihre Ideen und Gedanken zu "gebären". So werden Strukturen und Verhaltensmuster sichtbar, das eigene Denken und Handeln verstehbar und damit auch veränderbar."
Mein Traum: Wenn es uns mehr gelänge, uns - eben nicht belehrend, sondern über geduldige Nachfrage mehr gemeinsam Klärung zu schaffen, wäre da nicht häufiger ein Sieg der ruhigen Überlegung über die heftige Emotion möglich?
(25-08-2013, 21:38)petronius schrieb:(25-08-2013, 21:16)dalberg schrieb: Jede Art des miteinander Sprechens kann natürlich zu einem Sprechen gegeneinander werden
was aber nicht notwendigerweise damit zu tun hat, daß "vorher keine Ziele und Regeln definiert worden" sind. das nämlich dürfte bei kaum einem gespräch der fall sein
Zugegeben, leider eine unrealistische Utopie. Ja, es wäre ungewöhnlich und aufwändig, zu Beginn eines Gesprächs oder einer Diskussion Ziele und Regeln detailliert zu besprechen und festzulegen, auch wenn alle Fachleute für Gesprächsführung unter anderem diesen Punkt u.a. immer wieder vehement einfordern.
Ekkard ist da mit seiner Sachverhalts-Beschreibung ("Wir leben halt in einer Welt voller Mängel, die eigenverantwortlich auszugleichen jede/r aufgerufen ist.") zweifellos näher an der Realität.
Sokrates hat diese Eigenverantwortlichkeit jedes Gesprächsteilnehmers anstelle von Fremdbelehrung als den entscheidenden Schlüssel zum Gelingen eines Gesprächs beschrieben. Zitat aus Wikipedia: "Sokrates beschrieb den Prozess des kritischen Hinterfragens von Argumenten als Mäeutik, als Hebammenkunst: Der Gesprächsleiter Sokratischer Gespräche hilft seinen Gesprächspartnern, ihre Ideen und Gedanken zu "gebären". So werden Strukturen und Verhaltensmuster sichtbar, das eigene Denken und Handeln verstehbar und damit auch veränderbar."
Mein Traum: Wenn es uns mehr gelänge, uns - eben nicht belehrend, sondern über geduldige Nachfrage mehr gemeinsam Klärung zu schaffen, wäre da nicht häufiger ein Sieg der ruhigen Überlegung über die heftige Emotion möglich?

