01-02-2013, 12:43
Vor meinem "geistigen Auge" steht immer auch die übertragene Bedeutung. Deswegen verstehe ich auch die ganze Aufregung nicht. Ich selbst käme nie auf die Idee, das besagte Zitat in der von Petronius genutzten Weise wörtlich zu nehmen. Ich lasse mich in Glaubensdingen nicht festnageln - schon gar nicht in einem wörtlichen Sinne, von der Bibel nicht, von Bonhoeffer-Zitaten nicht und von anderen Usern schon gar nicht. Ich nehme mir die Freiheit, zu denken, was ich momentan für richtig halte, oder was meiner Stimmung entspricht.
Die Sache mit Gott kann man auf sehr einfache Weise aus der Welt schaffen, indem man nicht an IHN glaubt.
Wenn man aber den Gedanken an eine holistische Person als Ausfluss und übergeordnete Instanz menschlichen Daseins (in der irdischen Natur) nicht ablegen kann oder will, dann wird's halt schwierig. In der Vergangenheit gab es keine Zweifel an einem realen Gott mit realen Einwirkungen. Nur, DAS lässt sich heute offenbar nicht mehr vertreten ohne eklatante Widersprüche zu unserem Wissen. Gäbe es eine schlüssig zu vertretende Aussage dieser Art, so wüssten wir davon - und die Sache wäre wieder einfach.
Ich halte Glaube (in der Form: Vertrauen in die Verlässlichkeit der Mehrzahl in einer Gesellschaft) trotz aller Schwierigkeiten damit für unverzichtbar. Darin kann es nicht vollends gleichgültig sein, wie die Grundauffassungen und Haltungen der einzelnen Glieder der Gesellschaft aussehen. Und ein geschärftes Gefühl für Verantwortlichkeiten muss man bei sich und anderen jedenfalls in der Mehrheit der Begegnungen einfach voraus setzen können. Anderenfalls gewinnen "Ellenbogen, Klauen" und und Schlimmeres.
Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass als real angenommene mythische Vorstellungen durchaus in dieser Weise funktionieren. Und die Diskussion um dieses eine Bonhoeffer-Zitat verliert so langsam mein Interesse. Es handelt sich einfach um eine Frage von Auffassungen, und die sind nun mal sehr verschieden.
Die Sache mit Gott kann man auf sehr einfache Weise aus der Welt schaffen, indem man nicht an IHN glaubt.
Wenn man aber den Gedanken an eine holistische Person als Ausfluss und übergeordnete Instanz menschlichen Daseins (in der irdischen Natur) nicht ablegen kann oder will, dann wird's halt schwierig. In der Vergangenheit gab es keine Zweifel an einem realen Gott mit realen Einwirkungen. Nur, DAS lässt sich heute offenbar nicht mehr vertreten ohne eklatante Widersprüche zu unserem Wissen. Gäbe es eine schlüssig zu vertretende Aussage dieser Art, so wüssten wir davon - und die Sache wäre wieder einfach.
Ich halte Glaube (in der Form: Vertrauen in die Verlässlichkeit der Mehrzahl in einer Gesellschaft) trotz aller Schwierigkeiten damit für unverzichtbar. Darin kann es nicht vollends gleichgültig sein, wie die Grundauffassungen und Haltungen der einzelnen Glieder der Gesellschaft aussehen. Und ein geschärftes Gefühl für Verantwortlichkeiten muss man bei sich und anderen jedenfalls in der Mehrheit der Begegnungen einfach voraus setzen können. Anderenfalls gewinnen "Ellenbogen, Klauen" und und Schlimmeres.
Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass als real angenommene mythische Vorstellungen durchaus in dieser Weise funktionieren. Und die Diskussion um dieses eine Bonhoeffer-Zitat verliert so langsam mein Interesse. Es handelt sich einfach um eine Frage von Auffassungen, und die sind nun mal sehr verschieden.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Ekkard

