28-01-2013, 19:28
(28-01-2013, 11:57)dalberg schrieb: Ich bezweifle jedoch, dass es diesen Reintypus gibt. Sachlichkeit ist eine hohe Tugend aber wohl selten der eigentliche Motor für menschliches Denken, Entscheiden und Handeln
und da bist du dir sicher?
(28-01-2013, 11:57)dalberg schrieb: Denn, wer aber Gott als Lebenshilfe benötigt der kann sich mit reiner Sachlichkeit nicht zufrieden geben. Er entscheidet sich für eine Antwort im Glauben
das kann jeder halten wie ein dachdecker
(28-01-2013, 11:57)dalberg schrieb: Würde er sich konsequent darauf beschränken, hätte er keinen Petronius "am Hals" der ihm ständig ärgerlich bohrende Fragen stellt, wenn er seinen eigenen Glaubensbereich verlässt und eigenen Glaubensantworten unversehens in "wissenschaftlich saubere Beweise" umdeutet
die kritik an solchen kategorienfehlern bitte ich nicht mir persönlich zuzuschreiben
(28-01-2013, 11:57)dalberg schrieb: Auch die gegenteilige Antwort "Es gibt keinen Gott" ist im Grunde eine Glaubensentscheidung. Nennen wir sie mal wie schon oben gesagt "Un"-glaubensentscheidung. Sie ist ebenso unwissenschaftlich wie die Glaubensentscheidung. Ihr Motor ist wohl nicht selten ein Abwehrbedürfnis gegen aufdringliche und/ oder sich wissenschaftlich gebärdende Werbung für den Gottesglauben
du ignorierst hartnäckig, daß sie in der regel begründet wird mit "es gibt keinen vernünftigen grund, so etwas anzunehmen"
und damit ist deine gerade so schön vorgebrachte "erklärung" hinfällig
(28-01-2013, 11:57)dalberg schrieb: In Frage gestellt wurde von mir eigentlich nur das Wörtchen "es" in dem Satz: "Einen Gott den es nicht gibt, braucht es nicht."
bevor du was "in Frage stellst", solltest du doch erst mal klären, ob du damit auch das gleiche meinst. mein eindruck: dem ist nicht so (du beziehst dich doch auf mein apercu, nicht wahr?)
(28-01-2013, 11:57)dalberg schrieb: Es geht hier nur um den Realitätsgehalt und damit die Zulässigkeit dieses "es" in der Aussage "Einen Gott, den es nicht gibt, braucht es nicht."
In meinen Augen wäre es nur erlaubt z.B. zu sagen: "Einen Gott, den es nicht gibt, brauche ich nicht und brauchen, wie jeder von uns selbst durch Beobachtung und Nachfrage leicht feststellen kann, auch viele andere Menschen nicht." Den auf alle Menschen ausgedehnten Satz "braucht es nicht", der wohl nur als "braucht kein Mensch" verstanden werden kann, ist durch Beobachtung und Befragung von irgendwelchen Menschen zwingend widerlegbar
erklär mir doch einfach, wozu etwas nicht existierendes gut, ja notwendig sein soll
denn, ich wiederhole mich zum xten mal:
der satz lautet ja eben nicht "einen gott braucht es nicht"
würdest du das freundlicherweise zur kenntnis nehmen und in deiner argumentation berücksichtigen?
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)

