18-12-2012, 20:00
Wenn die Bibel kein Ethik-Buch ist, Gott keine irdische Realität beinhaltet und Gottes Wege unerforschlich sind, so stellt sich in der Tat die Frage ...
Das Anliegen Jesu war aber gerade, dass dies nicht reicht und viel zu starr gedacht ist. Solange ich die Anliegen meiner Mitmenschen nicht verstehen und nicht berücksichtigen will, solange gehe ich am Menschen vorbei (und nach meinem Glauben auch an Gott). Dasselbe kann man im Hinblick auf säkulare Regeln sagen, da fühle ich mich bloß nicht zuständig.
Tatsächlich entbehrt deine Frage nicht einer gewissen Ironie und ist durch das Neue Testament längst beantwortet. Denn Jesus hat genau die gleiche Frage gestellt: Wozu all' euer Bemühungen um den Glauben (oder um das "gesetzliche" Verhalten), wenn ihr am Nächsten vorbei geht? (Z. B. das Gleichnis vom barmherzigen Samariter - Lk 10, 30ff, oder das von den Böcken und Schafen - Mt 25, 31ff).
(18-12-2012, 03:34)Glaurung40 schrieb: ... wozu dann das ganze. Warum dem christlichen Glauben anhängen ? Deine Antwort zeigt, dass du zumindest Moral und Ethik davon nicht ableitest. Das hier dann der persönliche Glauben eine Rolle spielt, geschenkt. Aber es ist bezeichnend, dass der letzte Ausweg, auch auf die Moralfrage, schlicht und einfach die Flucht in die angebliche Unerklärbarkeit ist.Die Frage tut so, als sei dies eine rational begründbare Wahl. Das ist weder beim Gläubigen so, noch bei allen möglichen säkularen Ansätzen hinsichtlich dessen, wie wir mit unseren Mitmenschen umgehen. Ethische Regeln, "Gesetze", wie sie auch im NT anklingen, sind immer bequeme Ausreden, die signalisieren: Du hast die Regel eingehalten, also hast du dich "richtig" verhalten bzw. "genug" getan.
Das Anliegen Jesu war aber gerade, dass dies nicht reicht und viel zu starr gedacht ist. Solange ich die Anliegen meiner Mitmenschen nicht verstehen und nicht berücksichtigen will, solange gehe ich am Menschen vorbei (und nach meinem Glauben auch an Gott). Dasselbe kann man im Hinblick auf säkulare Regeln sagen, da fühle ich mich bloß nicht zuständig.
Tatsächlich entbehrt deine Frage nicht einer gewissen Ironie und ist durch das Neue Testament längst beantwortet. Denn Jesus hat genau die gleiche Frage gestellt: Wozu all' euer Bemühungen um den Glauben (oder um das "gesetzliche" Verhalten), wenn ihr am Nächsten vorbei geht? (Z. B. das Gleichnis vom barmherzigen Samariter - Lk 10, 30ff, oder das von den Böcken und Schafen - Mt 25, 31ff).
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Ekkard

