(16-12-2012, 14:46)indymaya schrieb: In Gleichnissen Jesu kann nichts passend gemacht werden. Und jede "Deutung" sollte man prüfen und das Gute behalten. So kann auch eine noch so wissenschaftliche Auslegung den Sinn nicht verdrehen. Das Verständnis kommt eh von Gott, weil es ja sein Wort ist.
Bleibt wieder die Frage: Was ist das Gute? Wenn ich mir die Gleichnisse Jesu so interpretiere, wie es üblich ist, kommt Gott (der ja mit dem König, Festveranstalter, Herrn etc. gemeint ist) eher schlecht weg. Das kann ja wohl nicht in seinem (oder Jesu oder deinem) Sinne sein.
Und wenn das Verständnis von Gott kommt, dann führt das zur Behauptung des Neuen Testaments zurück, dass gar nicht jeder die Gleichnisse verstehen SOLL, weil Jesus (oder Gott) gar nicht jedem die Möglichkeit geben will, sich nach Gottes Wünschen zu ändern.
Ich halte diese Stelle, wie gesagt, für eine spätere Erfindung der Christen, um sich (im Vergleich mit den Juden) als etwas Besseres hinzustellen, obwohl ja auch die Jünger die Gleichnisse nicht alle verstanden. Sollte diese Behauptung aber wirklich von Jesus kommen, so spräche sie weder für ihn noch für seinen Gott. Und jeder, der die Gleichnisse nicht versteht, könnte sich die Mühe, darüber nachzudenken oder gar nach Gottes Willen leben zu wollen, sparen. Denn die Tatsache, dass er sie nicht sofort versteht, würde ja bedeuten, dass er zu denen gehört, die Jesus gar nicht retten WILL.
Das wäre Prädestination.
Was ich noch anmerken wollte:
Du hast jetzt selbst zugegeben, dass es in den Gleichnissen doch Leute gibt, die nicht nur nicht in das Paradies hineingelassen werden, sondern sogar wieder hinausfliegen können.

