09-12-2012, 16:06
(09-12-2012, 15:03)indymaya schrieb: Was Du beklagst, ist nicht die Lehre Christi sondern was auch Jesus in (Mt.11,12) sagt: "Aber von den Tagen Johannes des Täufers an bis jetzt leidet das Himmelreich Gewalt, und die, welche Gewalt anwenden reißen es an sich!"
Ich beklage nicht Jesu Lehre, sondern nur seine Versuche, sie mit Drohungen durchzusetzen (siehe unten). Und was den Satz Mt. 11,12 betrifft, würde das ja bedeuten, dass vor den Tagen des Täufers, also in der gesamten Zeit vor Jesu Geburt, alles besser gewesen wäre. Natürlich kann das niemand von uns mehr beurteilen. Aber hältst du das wirklich für möglich?
(09-12-2012, 15:03)indymaya schrieb: Buße ist aber nicht "Peitsche" sondern der Versuch der Wiedergutmachung und der Bitte um Vergebung bei den Menschen.
In diesem Gleichnis steht nicht, dass der Zöllner umkehrt, also z.B. (wie Zachäus) sein Leben ändert und aufhört, die Leute zu betrügen, sondern nur, dass ihm klar ist, dass er aufgrund seines (betrügerischen) Verhaltens ein Sünder ist, dass er unter diesem Wissen leidet, und dass Gott das honoriert.
Du hast das mit der „Peitsche“ falsch verstanden. Ich habe doch gar nichts dagegen, dass jemand, der einem anderen etwas angetan hat, sich bei diesem entschuldigen und es nach Möglichkeit wiedergutmachen soll! Da sind wir uns doch wohl alle einig!
Mit dem Zuckerbrot-und-Peitsche-System meinte ich Versprechungen des Paradieses (Zuckerbrot) und Drohung mit der Hölle (Peitsche), also den Versuch, die Einhaltung von Geboten und Nächstenliebe mit Zwang durchzusetzen. Dieser Versuch konnte nur scheitern.

