08-12-2012, 17:43
(08-12-2012, 04:04)Glaurung40 schrieb: Nehmen wir mal an, dass etwa 1 Mrd, das ist grob ein Siebtel, oder 14% der Weltbevölkerung in mehr oder weniger zivilisierten Ländern lebt. Selbst wenn 100% davon gemässigt religiös wären, was nicht stimmt, wenn man z.B. die U.S.A. anschaut, sind immer noch 6 Mrd Menschen weltweit das was man fundamentalistisch religiös nennen kann. Ich meine damit eine wörtliche Auslegung der jeweiligen heiligen Schrift, des jeweiligen Propheten.
Wen nennst du fundamentalistisch? Laut Wikipedia (siehe Religionen, Statistiken) sind von ca. 7 Milliarden Menschen ca. 2 Milliarden Christen und ca. 1,5 Milliarden Moslems; also die Hälfte der Menschheit. Von den Christen lebt ein großer Teil in zivillisierten Ländern. Die Zahl der Juden beläuft sich auf magere 14-15 Millionen. Das sind die wichtigsten monotheistischen Religionen, die schon allein aufgrund der Fixierung auf einen einzelnen Gott zum Fanatismus neigen (und für mich ist Fundamentalismus eine Form des Fanatismus).
Dann gibt es noch ca. 900 Millionen Hindus und ca. 380 Millionen Buddhisten (ich nehme an, dass die modernen westlichen „Buddhisten“ da nicht mitgezählt werden, zusammen also auch über eine Milliarde Menschen. Diese glauben an Wiedergeburt und können (oder müssten) sich darum mehr Toleranz leisten als die monotheistischen Gläubigen, die sich ihrer Meinung nach nach einem einzigen Leben vor einem allmächtigen Gott rechtfertigen müssen. Denn wer wiedergeboren wird, hat ja spätestens im nächsten Leben eine neue Chance. Wobei ich den Hinduismus nicht als vorbildhaft ansehe, wenn man das Elend und Kastensystem in Indien bedenkt.
Dann gibt es noch zwischen 260 und 400 Millionen Anhänger von Stammesreligionen (je nachdem, ob man Statistik A oder B als Grundlage nimmt). Gerade diese sind in armen Ländern sehr verbreitet.
Du hältst alle diese Menschen für Fundamentalisten?

