02-12-2012, 21:30
(02-12-2012, 13:16)Richard Bastian schrieb: Zum eigentl. Thema: Moral/Ethik gehören zur Religion dazu, sie sind Pfeiler der Gesellschaft und waren das auch schon immer, egal um welche Religion es sich handelt.Aber aus einem anderen Grund: Gesellschaft braucht ein gewisses Maß an Solidarität, und die ist nur durch ein gewisses Maß an Moral zu haben. Moral ist folglich Begleiter aller menschlichen Konsensbestrebungen, Religion eingeschlossen.
(02-12-2012, 13:16)Richard Bastian schrieb: Christen geben gerne an, dass ihre Religion diese Werte zuerst erschaffen hat, ...Das kann christlicherseits so niemand behauptet haben! Jesu Lehre ist bis auf einige wenige Auslegungsfragen mindestens jüdische Lehre. Diese Werte sind also älter als das Christentum. Nur, nach Europa sind sie durch das Christentum gekommen. Ob es auch andere Wege gab und wie wesentlich die waren, entzieht sich meiner Kenntnis.
(02-12-2012, 13:16)Richard Bastian schrieb: ... dass diese Religion die Erbsünde mit all ihren Folgen in die Welt gebracht hat übersehen sie dabei, ...Die "Erbsündenlehre" gibt es nicht mehr. Das wird nicht übersehen, sondern im Gegenteil: Die Folgen dieser Lehre wurden gesehen, und sie deshalb ad acta gelegt.
(02-12-2012, 13:16)Richard Bastian schrieb: "Glaube heißt Nicht-wissen-wollen, was wahr ist", ein schöner Satz von Nietzsche.Bestenfalls ein "bon mot", nichts weiter und sachlich falsch. Denn Glaubenswahrheiten sind Konsensbestrebungen (bei Religionen meist auf mythischem Hintergrund). Es gehört zur "Freiheit eines Christenmenschen" (M. Luther), solchen Vereinbarungen zuzustimmen oder sie abzulehnen.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Ekkard

