01-12-2012, 13:42
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01-12-2012, 13:47 von schmalhans.)
(01-12-2012, 05:56)Artist schrieb: Dann bezichtigst du ja jede Religion als Fundamentalismus oder jeden Religiösen/Gläubigen als Fundamentalist (?). Gerade das würd ich "Fundamentalismus" am anderen Ende der Schnur nennen. Dazu bedarf es nichtmals einer Religion. Diesen Begriff kann man auch in sozialen oder politischen Gruppen anwenden die selbst einen Absolutheitsanspruch pflegen und sich auch irgendwann versuchen sich damit politisch (Machtstruktur) durchzusetzen. Diese suchen ja selbst die "Macht".
Im Grunde macht man Selbst genau das was man dem Anderen vorwirft. Komplementäre Vorwürfe.
Ich bezichtige nicht, ich definiere jede Religion als Ideologie. Ich nehme Gläubige aus, denn Gläubige sind gewissermaßen auch nur Opfer der Religionsgemeinschaften (sofern sie Mitglieder sind - am besten: austreten). Religöse, also Menschen, die bewusst einer religiösen Ideologie folgen, sind fundamentalistisch, ja. Hier im Forum kann man das ja auch wunderbar beobachten. (Gerade das Beispiel kreuznet hat wieder gezeigt, dass entgegen aller Beteuerungen diese Seite eben doch aus dem Klerus heraus gemacht wurde. Im Kern, im Fundament sind Papst und die Kreuznetz-Hetzer auf gleicher Linie.)
Selbstverständlich braucht es für weltliche Macht keine Religion - Parteien sind auch prima - , sie eignet sich nur besonders gut dafür, denn Religionsgemeinschaften sind nicht demokratisch strukturiert und ermöglichen die "ewige" Bindung.
Es gibt weder gut noch böse in der Natur, es gibt keine moralische Entgegensetzung, sondern es gibt eine ethische Differenz. (Gilles Deleuze)

