19-08-2012, 12:48
(19-08-2012, 01:21)Robert1111 schrieb: Die Beschneidung entfernt einen Körperteil im Rahmen eines Rituals, das die Eltern wollen, weil es ihre Religion will. Der Vergleich mit der Taufe: 'dann bin ich qua taufe ebenso "ewig als einer Religion angehörig gemacht" worden. wo kann ich meine eltern und den pfarrer verklagen?' (Petronius) vergißt, dass bei einer Taufe keine Körperteile entfernt werden
nur hab ich mich dabei eben nicht auf das entfernen eines "körperteils" bezogen, sondern auf das angebliche "ewig einer Religion angehörig gemacht werden"
wir müssen die dinge schon sauber auseinanderhalten und nicht alles wild durcheinanderschmeißen
gehts um körperverletzung?
wenn, dann ist der vergleich circumcision mit tosillektomie statthaft
gehts um das "ewig einer Religion angehörig gemacht werden" (imho ein unsinnige vorstellung, ob es sich einer religion zugehörig fühlt, entscheidet allein das individuum)?
dann ist der vergleich mit der taufe angebracht
(19-08-2012, 01:21)Robert1111 schrieb: Es geht in Wahrheit nicht um verzichtbare Körperteile, sondern um die Rechte des Menschen über den eigenen Körper, der vieles hätte, das problemlos abgetrennt werden könnte, nicht nur Finger und Zehen
in sachen "verzichtbarkeit" das präputium mit fingern und zehen gleichzusetzen, erfüllt in meinen augen den tatbestand des "herumblödelns" viel eher
(19-08-2012, 01:21)Robert1111 schrieb: Und es geht in Wahrheit auch nicht um Elternrechte, sondern um Religionen, die die Elternrechte bestimmen wollen und den Auftrag zur Beschneidung von Eltern verlangen! Um im Kernbereich des Menschen Macht auszuüben
danke auch dir für die klaren worte, daß es um die religion geht. es gehz darum, die "fremden" religionen zu kriminalisieren. denn ginge es generell um machtausübung qua religion, so hätte man an den mehrheitsreligionen genug auszusetzen und könnte ja mal damit anfangen, vor der eigenen tür zu kehren und nicht als erstes mit dem finger auf die "fremden" zu zeigen
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)

