17-08-2012, 09:30
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17-08-2012, 09:32 von schmalhans.)
(17-08-2012, 05:38)Richard Bastian schrieb: Schaen wir uns einmal die positiven Aspekte an:
→Die Zirkumzision wird von der WHO als Teil eines umfassenden Maßnahmenpaketes im Kampf gegen die Ausbreitung von HIV in afrikanischen Hochrisikogebieten empfohlen...
Was hat das alles mit der Beschneidung von Nichteinwilligungsfähigen aus religiösen Gründen zu tun? Nichts. Die Empfehlung der WHO bezieht sich "nur auf die freiwillige Beschneidung erwachsener Männer."
*http://skydaddy.wordpress.com/2009/12/27/who-spricht-sich-gegen-beschneidung-von-sauglingen-und-kindern-aus/
Aktuelle Studien weisen auf beinahe dreimal so viele sexuelle Probleme bei Beschnittenen hin.
(Frisch M, Lindholm M, Grønbæk M. Male circumcision and sexual function in men and women: a survey-based, cross-sectional study in Denmark. Int J Epidemiol. 2011)
Auch andere genannte Gründe werden von anderen Ärzten widerlegt: Die diskutierten Vorteile einer Beschneidung – weniger Peniskarzinome, weniger HIV-Infektionen und weniger Zervixkarzinome der Partnerinnen – sind „nicht sehr evident“.
*http://www.berliner-zeitung.de/wissen/beschneidungen-unterschaetztes-trauma-risiko,10808894,16643734.html
Und wer ganz auf Nummer sicher gehen will - es gibt es Kondome.
Wer sich als Erwachsener beschneiden lassen will - bitte schön. Für Kinder kann der Eingriff traumatisch sein - von Spätfolgen ganz zu schwiegen, wie sich Betroffene erinnern:
*http://www.taz.de/!96617/
Es gibt weder gut noch böse in der Natur, es gibt keine moralische Entgegensetzung, sondern es gibt eine ethische Differenz. (Gilles Deleuze)

