13-06-2012, 21:19
(13-06-2012, 20:27)Keksdose schrieb: Aber selbst Glauben sollte, so meine ich zumindest, eine Basis haben, irgendeinen Haltegriff, einen Hinweis wenn du so willst
das kann imho nur das persönliche empfinden sein, ggf. eine transzendenzerfahrung
(13-06-2012, 20:27)Keksdose schrieb: Ohne so etwas ist der Glauben aus der Luft gegriffen und nicht mehr als wilde Spekulation
ist er ja auch, aus der außensicht
(13-06-2012, 20:27)Keksdose schrieb: und für das Christentum ist das nunmal die Bibel
basis des glaubens?
kann ich wiederum nicht nachvollziehen
quelle der inspiration, ja. aber niemand glaubt doch, nur weil etwas in einem buch steht
(13-06-2012, 20:27)Keksdose schrieb: Zur Bibel kann ich grob vereinfacht zwei Haltungen haben: Erstens, sie ist wörtlich wahr und tatsächlich so passiert. Zweitens, sie hat keinen Anspruch auf Historizität und besteht nur aus Deutungen, Erklärungsmodellen und Metaphern von Menschen, die lange vor mir gelebt haben
die erste ist offensichtlich unfug, wie die sich daraus ergebenden widersprüche deutlich machen, das zweite ergibt sinn
(13-06-2012, 20:27)Keksdose schrieb: Meiner Ansicht nach würde die zweite Variante die religiösen Institutionen dieser Welt aus den Angeln von Sinn und Verstand heben - denn dann wären es eben nur menschliche Zeugnisse
ja und?
die religiösen institutionen sind doch auch nur menschengemachte strukturen - und machen nicht den individuellen glauben aus
(13-06-2012, 20:27)Keksdose schrieb: Selbst wenn diese menschlichen Gedanken stimmen, so haben sie doch nichts Göttliches, ich kann sie theoretisch auch selbst denken und brauche deshalb die Religion und auch Gott nicht
das kannst du doch aber sowieso immer
(13-06-2012, 20:27)Keksdose schrieb: Die erste Variante wiederum kann praktisch nur abgelehnt werden, da, wie wir schon oft erörtert haben, bspw. die Schöpfungsgeschichte in direktem Gegensatz zu neueren wissenschaftlichen Kenntnissen stehen. Die Konsequenz aus dieser Überlegung ist in meinen Augen der Atheismus. Das ist ja aber nicht das, wo ich hin will, und das ist das Dilemma, und das wollte ich damit sagen.
non sequitur
ich kenne eine menge menschen, die an (ihren persönlichen) gott glauben und nicht die geringsten probleme damit haben, daß die bibel eben nur zeugnis ihrer sozusagen vorgänger im glauben ist, selbstverständlich menschengemacht und nicht vom himmel gefallen oder von gott als historische wahrheit und naturwissenschaftliche tatsache diktiert
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)

