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(21-01-2026, 20:35)...exkath schrieb: Ich bestreite die Existenz eines Christentums. Andere Backe hinhalten, Feindesliebe, Geld unter den Armen verteilen, das lässt sich nicht beobachten, insbesondere nicht bei den Betbudenbetreibern und Betbudenbesuchern.
... man kann aber nicht "bestreiten", dass im Mittelalter die ersten Altenheime und Hospitäler von christlichen Orden, Klöstern und der Kirche betrieben worden waren. Der Fokus lag auf Pflege und Versorgung von Alten, Kranken und Pilgern, in einer Zeit, als es noch keine Absicherungen durch Rente und Krankenkasse gab! - Später übernahmen das Städte und Stiftungen. - Ab ca. 1800 prägten Diakonissen-Vereine die moderne Krankenpflege.
Es kann auch nicht ausgeblendet werden, dass z.B. die Seelsorge für manchen Menschen eine hilfreiche Anlaufstelle sein kann. Diese wird ohne Frage nach Konfession oder Kirchenmitgliedschaft angeboten, - am Flughafen, im Krankenhaus, im Gefängnis, bei Notfall, per Brief oder online.
Gruß von Reklov
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(20-01-2026, 20:12)bellevue schrieb: (20-01-2026, 19:30)Zero1 schrieb: Es schlagen sich nicht nur "Gläubige" da (oftmals heftig auch) "die Schädel ein", sondern seit Tausenden von Jahren alle möglichen Anderen auch -
Hast du nicht erst kürzlich vorgerechnet, wie wenige "Atheisten" HEUTE es gibt, um damit die geringe Bedeutung derselben aufzuzeigen? Atheismus ist aber zudem bekanntlich ein neuzeitliches Phänomen. Vor tausend oder gar tausenden Jahren wird man wohl kaum welche angetroffen haben. Der Jahrtausende die Menschheitsgeschichte begleitende, entsetzliche Blut- und Gewaltrausch wurde demnach im Wesentlichen von "Gläubigen" begangen.
... es darf aber auch erwähnt sein, dass es z.B. unter dem Atheisten STALIN Religionsverfolgungen gab. Hunderttausende Mönche und Nonnen wurden ermordet oder in Arbeitslager interniert.
Oder: während der franz. Revolution betrieben die Jakobiner eine "Entchristianisierung". Zehntausende Priester wurden vertrieben oder getötet. Kirchen wurden zerstört, Eigentum konfisziert und der christl. Kalender abgeschafft.
Die Christenverfolgung zieht sich als historisches Phänomen von der Antike bis in die Gegenwart: Nordkorea, Nigeria, der Mittlere Osten.
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(Gestern, 18:25)Reklov schrieb: ... man kann aber nicht "bestreiten", dass im Mittelalter die ersten Altenheime und Hospitäler von christlichen Orden, Klöstern und der Kirche betrieben worden waren.
Doch man kann. Im Vergleich zu Betbuden aus dem Mittelalter sind christliche Altenheime und Hospitäler bestenfalls eine Marginalie.
Kein Mensch mit Humor hat jemals eine Religion gegründet.
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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Gestern, 23:14 von exkath.)
(Gestern, 18:48)Reklov schrieb: ... es darf aber auch erwähnt sein, dass es z.B. unter dem Atheisten STALIN Religionsverfolgungen gab. Hunderttausende Mönche und Nonnen wurden ermordet oder in Arbeitslager interniert.
Stalin war eindeutig ein Produkt der russisch orthodoxen Kirche. Er hat es bei denen bis ins Priesterseminar geschafft. Wobei die russisch orthodoxen Kirche sich auch heute wieder als Kriegstreiber betätigt und deshalb auch nicht zu den Christen gezählt werden kann.
(Gestern, 18:48)Reklov schrieb: Oder: während der franz. Revolution betrieben die Jakobiner eine "Entchristianisierung". Zehntausende Priester wurden vertrieben oder getötet. Kirchen wurden zerstört, Eigentum konfisziert und der christl. Kalender abgeschafft.
Wären diese Priester Christen gewesen, hätten sie auf der Seite der Revolutionäre gestanden.
Die Dachschäden, der großen Armleuchter der Weltgeschichte, sind mehrheitlich nichtnaturalistischer Art.
Kein Mensch mit Humor hat jemals eine Religion gegründet.
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