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synoptische frage: drei evangelien im vergleich - Druckversion +- Religionsforum (Forum Religion) (https://religionsforum.de) +-- Forum: Studium (https://religionsforum.de/forumdisplay.php?fid=29) +--- Forum: Bibeltexte (https://religionsforum.de/forumdisplay.php?fid=13) +--- Thema: synoptische frage: drei evangelien im vergleich (/showthread.php?tid=2116) |
RE: synoptische frage: drei evangelien im vergleich - petronius - 15-05-2012 (15-04-2012, 14:48)Regenbogen schrieb: Eine Frage jahrelang gibt mir keine Ruhe: Warum sollten Jünger Jesu etwa 30 Jahre warten, bis ein erstes Evangelium geschrieben wurde? der gesunde menschenverstand läßt mich anders formulieren: warum sollten autoren, die so lange nach jesu tod antraten, ausgerechnet jünger gewesen sein? (15-04-2012, 14:48)Regenbogen schrieb: Der neue Zuhörer kommt und erzählt laut allen im Raum, was er gerade gehört hat. Sie werden lachend umfallen, wenn der letzte Zuhörer von draußen die Anfangsgeschichte erzählt hat. zweifellos so ist es aber auch, wenn sich verschiedene menschen aus den fingern saugen, was vor zig jahren angeblich gewesen sein soll (15-04-2012, 14:48)Regenbogen schrieb: Wenn die Evangelien lange Zeit mündlich verkündigt wurden, bevor sie aufgeschrieben wurden, das heißt für uns unausweichlich, auch bei größter Hochachtung, dass der Ursprung der Evangelien verfälscht wurde. wie kommst du auf eine mündliche überlieferung? warum meinst du, jesus müsse der "ursprung der evangelien" sein? RE: synoptische frage: drei evangelien im vergleich - Regenbogen - 16-05-2012 Lieber petronius, deinen aus den Fingern ausgesaugten Fragen stören mich nicht. In deinen Fragen geht es nicht um Jünger Jesu, nicht um Jesus, es geht doch nur um dich, den "advocatus diaboli"! Nie gedacht, dass auch "advocatus diaboli" hat das Streben sich zu verwirklichen, wie ein Mensch? Dich regt doch auf, was gesagt ist: ‚Hebe dich weg von mir Satan! denn es steht geschrieben: "Du sollst anbeten Gott, deinen HERRN, und ihm allein dienen."’, schon vergessen..? Das Thema ist jedoch „...drei Evangelien im vergleich“. Leider kannst du soweit kaum verstehen, ne? Das Thema ist nicht „petronius, advocatus diaboli“ oder seine „zerstörende Möglichkeiten des advocatus diaboli“, durch seine Demagogie... Wenn du was zum Thema sagen konntest, wurde mich freuen. RE: synoptische frage: drei evangelien im vergleich - schmalhans - 16-05-2012 (16-05-2012, 09:48)Regenbogen schrieb: Lieber petronius, Aber natürlich stört dich das, sonst würdest du nicht so darauf reagieren (sondern gar nicht). Und so soll es auch sein - denn das ist die Absicht der Aufklärung, den "Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit" (Kant) zu reißen. Und das kann sie nur, in dem sie wachrüttelt, stört. (16-05-2012, 09:48)Regenbogen schrieb: ... das Streben sich zu verwirklichen, wie ein Mensch? ... denn es steht geschrieben: "Du sollst anbeten Gott, deinen HERRN, und ihm allein dienen."’ Geht es nun um die (Selbst-)Verwirklichung des Menschen? Oder geht es um die bedingungslose Unterwerfung unter die Herren dieser (und meintewegen auch jener) Welt? Ich plädiere für ersteres. Für was entscheidest du dich? RE: synoptische frage: drei evangelien im vergleich - petronius - 18-05-2012 (16-05-2012, 09:48)Regenbogen schrieb: Das Thema ist jedoch „...drei Evangelien im vergleich“. leider hast du dazu in der sache nichts beizutragen... persönliche verunglimpfungen ersetzen weder argumente noch erklärungen RE: synoptische frage: drei evangelien im vergleich - Bion - 19-05-2012 Regenbogen schrieb:Eine Frage jahrelang gibt mir keine Ruhe: Warum sollten Jünger Jesu etwa 30 Jahre warten, bis ein erstes Evangelium geschrieben wurde? Weil es Unfug gewesen wäre, etwas niederzuschreiben, wo man doch überzeugt gewesen war, in der Endzeit zu leben, wie das der Meister vermittelt hatte. Als die ersten Zweifel dazu aufkamen, begann man tradierte Herrenworte aufzugreifen und mit einem Handlungsrahmen zu versehen. Mit fortlaufender Zeit wurde der Erklärungsbedarf zur Parusie-Verzögerung immer dringender. In 2Petr, dem jüngsten Text des NTs (entstanden ca 135 nC), wurde kurzerhand behauptet, "dass beim Herrn ein Tag wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag" seien (2Petr 3,8), ein Argument, das frommen Lesern der heiligen Texte heute noch als Erklärungskrücke für Ungereimtheiten dient. RE: synoptische frage: drei evangelien im vergleich - Regenbogen - 19-05-2012 Danke Bion für klare Antwort. (19-05-2012, 04:42)Bion schrieb: Weil es Unfug gewesen wäre, etwas niederzuschreiben, wo man doch überzeugt gewesen war, in der Endzeit zu leben, wie das der Meister vermittelt hatte. Die Theologie des Paulus diese Endzeiterwartung verbreitet, nicht die Evangelien. Diese Theologie trenne ich von Evangelien streng, denn in Jesus und seinem Wirken sehe ich die Ursache, welche auch Theologie des Paulus für eigene Zwecke ausnutzt. Es ist ja richtig, dass bei getrenntem lesen drei Synoptischen Evangelien, an manchen Stellen den „Endzeitgefühl“ bekommen kann. Wie hier z. B.: Markus 13,30-32 schrieb:Wahrlich, ich sage euch: Dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis dass dies alles geschehe. Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht vergehen. Von dem Tage aber und der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater.Dabei so deutlicher Hinweis „Von dem Tage aber und der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht…“, schließt „baldigen“ Endzeiterwartung aus. Im Gegenteil, ich sehe dabei ein „Verbot“ zu behaupten: „wir leben in der Endzeit“. In dem 2. Petrus 3,8 sehe ich die „physikalische“ Erklärung zu Mr. 13,32, warum von dem Tage aber und der Stunde niemand wissen kann. Was Petrus auch mit dem nächsten Satz 3,9 verdeutlicht. Wie auch immer, in die Erklärung des Petrus sehe ich auch eine indirekte Bestätigung, dass er auf konkreten aber falsch verstandenen Inhalt (des Urevangelium) sich beruft. RE: synoptische frage: drei evangelien im vergleich - petronius - 19-05-2012 (19-05-2012, 10:00)Regenbogen schrieb: Die Theologie des Paulus diese Endzeiterwartung verbreitet, nicht die Evangelien wo genau sagt paulus, daß das ende nahe ist? obwohl jesus oder seine zeitgenossen etwas anderes sagen? warum der petrusbrief sich genötigt fühlt, "zu widerrufen", hat bion ja schön erklärt RE: synoptische frage: drei evangelien im vergleich - schmalhans - 19-05-2012 Etwas Endzeitstimmung gefällig? Bitteschön. "14 Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes 15 und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!" (Mk 1) RE: synoptische frage: drei evangelien im vergleich - Bion - 19-05-2012 Regenbogen schrieb:Die Theologie des Paulus diese Endzeiterwartung verbreitet, nicht die Evangelien. Die Evangelien sind reich mit Hinweisen auf die Endzeit ausgestattet (zB Mk 9,1.13,30; Mt 10,23). Auch Schmalhans hat ein gutes Beispiel dazu angemerkt. Selbst angesichts des Todes hält Jesus an seiner Endzeitbotschaft fest (Mk 14,25). Natürlich hat Paulus die im Umlauf befindlichen Traditionen von Endzeit und Naherwartung gekannt und angesprochen. Paulus und Lukas versuchten bereits, die Parusie von der zeitlichen Nähe zu entlasten. Mit 2Thess 2,2-8 wurde die Endzeit von Paulus in eine nicht näher bestimmte Zukunft ausgelagert. RE: synoptische frage: drei evangelien im vergleich - Regenbogen - 23-05-2012 Ja gut, man konnte über die Endzeitauslegungen bis zu Ende diese Welt reden. Bei entsprechendes Thema wurde vielleicht auch meine Sicht zu ernannten Stellen auslegen. Aber fühle mich mit Zeit und Kraft beschränkt, deswegen Endzeitauslegungen nicht ausfalte. Kehre aber zu dem Vergleich die drei Synoptischen Evangelien zurück. Wie die zwei obigen „Zusammenstellungen“ zeigen, so einheitlich kann man auch den ganzen Text die drei Synoptischen durchlesen. Der einheitlicher Verlauf diese Texte sehe ich als einen Beleg, dass die drei Synoptischen Evangelien ein Buch präsentieren – das Urevangelium von Markus. Um durchgehenden Verlauf zu meiden, diesmal habe ich eine Episode gewählt, die zu grade angefangene Diskussion „Wozu dienen Jesu Tod und Auferstehung?“ auch passen wurde. Der einheitliche Text minimiert Spekulationen darüber, wie zu Kreuzigung Jesu gekommen ist und wer wirklich für diese Hinrichtung Beantwortung trägt. Zitat:Hat Pilatus für schuldigen Jesu gehalten oder Jesu verurteilte? Nicht jeder gegenwärtiger Schriftsteller wurde in der Lage so bildlich, mit Verursachern des Tumults, mit detailliertem Verlauf und mit dem Wortwechsel so aufgebrachte Menge zu beschreiben. Dabei behaupte ich nicht, dass hier vorgelegter Text perfekt übersetzt ist und den Ursprungstext wirklich vollkommen wiedergibt. Es geht mir nur um den Vergleich… RE: synoptische frage: drei evangelien im vergleich - petronius - 23-05-2012 (23-05-2012, 16:52)Regenbogen schrieb: Nicht jeder gegenwärtiger Schriftsteller wurde in der Lage so bildlich, mit Verursachern des Tumults, mit detailliertem Verlauf und mit dem Wortwechsel so aufgebrachte Menge zu beschreiben aber wo denn... das schafft jeder literarisch minderbemittelte nach anderthalb semester "creative writing" RE: synoptische frage: drei evangelien im vergleich - Regenbogen - 23-05-2012 Lieber petronius, was regst du so auf? Bist du so böser wirklich? (23-05-2012, 19:05)petronius schrieb:Deine Missachtung der Forumsleser ist doch deutlich, weil du nicht mal Gros- und Kleinschreibung kennst…(23-05-2012, 16:52)Regenbogen schrieb: Nicht jeder gegenwärtiger Schriftsteller wurde in der Lage so bildlich, mit Verursachern des Tumults, mit detailliertem Verlauf und mit dem Wortwechsel so aufgebrachte Menge zu beschreibenaber wo denn... Sag mal wirklich, wie wagst du welche Schriften beurteilen, wenn selber nur das Böse betreiben willst? Reines Mitleid wegen deine standardmäßige Antwort auf meinen Beitrag. Pure Demagogie zu betreiben ist keine Diskussion. Das nenne ich Mobbing, nicht gegen mich, gegenüber das Thema, was dir sicher juckt! RE: synoptische frage: drei evangelien im vergleich - petronius - 23-05-2012 (23-05-2012, 19:25)Regenbogen schrieb: Lieber petronius, wer regt sich denn auf? ich übe lediglich - wie du - literaturkritik. und komme halt zu einem anderen ergebnis als du ist das "böse"? (23-05-2012, 19:25)Regenbogen schrieb: Deine Missachtung der Forumsleser ist doch deutlich, weil du nicht mal Gros- und Kleinschreibung kennst… wenn du sonst keine probleme hast, mußt du ein glücklicher mensch sein (23-05-2012, 19:25)Regenbogen schrieb: Sag mal wirklich, wie wagst du welche Schriften beurteilen mit dem selben recht wie du (23-05-2012, 19:25)Regenbogen schrieb: wenn selber nur das Böse betreiben willst? als würdest du eine diskussion führen... dazu müßtest du nämlich auf fragen eingehen, argumente anführen, behauptungen begründen und belegen heul doch... aber ich kann für die extra-langsamdenker noch mal erklären, was mein voriges posting besagt: vom stil auf den tatsachengehalt des inhalts zu schließen, ist lächerlich RE: synoptische frage: drei evangelien im vergleich - Regenbogen - 28-05-2012 Es ist überhaupt nicht lächerlich, was du da sagst: (23-05-2012, 20:02)petronius schrieb: aber ich kann für die extra-langsamdenker noch mal erklären, was mein voriges posting besagt:Dennoch muss man lächelnd die Wahrheit sagen… Meine Methode der Textanalyse, die ich „Textarchäologie“ nenne, besagt mir, dass du mit deinem Satz hältst sich für „Extremschnelldenkenden“. Obwohl dein voriges Beitrag nichts den Gleiches besagt, was du hier behauptest. Auch dann nicht, wenn du den Ausdrucksart des gegebenen Textes mit deinem Freiwindlauf „kritisierst“. Und der Tatsachengehalt besteht daran, dass jemand (ggf. unwesentlich wer) den einheitlichen Text die drei Synoptischen Evangelien vor etwa 2000 Jahre vorgetragen hat, und jemand den einheitlichen Text vor etwa 2000 Jahre aufgeschrieben hat. Ob der Jenige wahren Gegebenheiten dargestellt hat oder nur ein Mährchen erzählt, wie bei Homeros, ist für den Textvergleich unerheblich. Obwohl jedes Märchen ein Tatsachengehalt vermittelt: Sei es um eine Belehrung gehe oder die Welt verstanden wurde, so wie erzählt wird, oder nur zu Zeitvertreibung erzählt wurde - in dem Sinne jedes Märchen ein Tatsachengehalt in sich trägt. Und durch genaue Analyse kann man Sinn und Zweck des Textes erkenn. Hier zum Thema, geht es um einen Vergleich der drei Synoptischen Evangelien. Und mein Vergleich eindeutig zeigt, dass gegenwärtig wir drei Bücher haben mit einem gemeinsamen, einheitlichen Text. Und der gemeinsame Text ein einheitliches Buch, das Urevangelium präsentiert, ggf. egal von wem und wann das Buch geschrieben wurde. Und das Buch, schon nur deswegen, weil vor etwa 2000 Jahre entstanden ist, rein als kulturelle Erbe den Hochachtung verdient. RE: synoptische frage: drei evangelien im vergleich - Bion - 29-05-2012 Regenbogen schrieb:Und der Tatsachengehalt besteht daran, dass jemand (ggf. unwesentlich wer) den einheitlichen Text die drei Synoptischen Evangelien vor etwa 2000 Jahre vorgetragen hat, und jemand den einheitlichen Text vor etwa 2000 Jahre aufgeschrieben hat. Wenn ich mich recht erinnere, hattest Du ursprünglich das "Geheime Markusevangelium" als diesen Urtext angeboten. Die beiden Fragmente – ob gefälscht oder nicht sei dahingestellt – lassen solche Schlüsse aber nicht zu. Regenbogen schrieb:Hier zum Thema, geht es um einen Vergleich der drei Synoptischen Evangelien. Und mein Vergleich eindeutig zeigt, dass gegenwärtig wir drei Bücher haben mit einem gemeinsamen, einheitlichen Text. Die Bücher weisen Gemeinsamkeiten auf (daher die Bezeichnung synoptisch), verfügen aber auch über Sondergut. Mir ist nicht erinnerlich, dass Du darüber hinaus irgendetwas bewiesen hättest!? Regenbogen schrieb:Und das Buch, … als kulturelle Erbe den Hochachtung verdient. Wie eben die Texte Hesiods, Homers, u. dgl. auch! |