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Vertuschung von Missbrauch
#16
Ich verstehe absolut NICHT, warum du diesen Woelki in Schutz nehmen willst.
Ich habe nicht gesagt, dass er ALLEINE schuld sei.
Aber mit schuld ist er.
Vielleicht hast nun DU mal was nicht verstanden?

So wie du dachtest, ich hätte deinen Ironie nicht verstanden.
Dachtest du, nur du allein verstündest Ironie?
Und der Rest dem Menschheit seien tumbe Blödmänner?
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#17
@Pablo: Vielleicht mal kurz tief Luft holen?

Das klingt etwas ueberdramatisiert, zumindest was den Thread betrifft. Zu Herrn Woelki muesste ich erst nachschauen.
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#18
(27-11-2020, 23:09)Pablo schrieb: Ich verstehe absolut NICHT, warum du diesen Woelki in Schutz nehmen willst.
Ich habe nicht gesagt, dass er ALLEINE schuld sei.
Aber mit schuld ist er.

Dann sag doch mal konkret, woran Woelki Schuld ist. Sag konkret, was er in dieser Jahrzehnte alten Missbrauchsaffaere des 1972 verurteilten Priesters falsch gemacht hat.

Dann kann man vernünftig diskutieren. Und vergiss nicht: Nach Aktenlage hat er jetzt alles mit dem Beirat der Betroffenen gemacht. Demnach haetten die die gleiche Schuld auf sich geladen. 

MfG
Wer in Glaubenssachen den Verstand befragt kriegt unchristliche Antworten (W. Busch) 
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#19
Schaut doch einfach mal in den Link im Eingangsposting.
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#20
(27-11-2020, 23:13)Ulan schrieb: @Pablo: Vielleicht mal kurz tief Luft holen?

Ich lasse mich eben nicht gerne als Blödmann hinstellen, der keine Ironie versteht.
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#21
(28-11-2020, 10:11)Pablo schrieb: Schaut doch einfach mal in den Link im Eingangsposting.

Der Link ist ohne Abo nicht lesbar. Du musst schon selbst etwas Muehe ins Thema stecken.
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#22
(28-11-2020, 10:11)Pablo schrieb: Schaut doch einfach mal in den Link im Eingangsposting.

Der Pressebericht sagt zu Woelkis angeblichem "Verschulden" gar nichts. Also konkret bitte: was hat er falsch gemacht?

Keine ungerechtfertigte Rundumschlag bitte. 

MfG
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#23
Nunja, man könnte aus der Kirche austreten. Nicht nur wegen der Statistik, sondern auch wegen der finanziellen Unterstützung. Nach eigenen Angaben hat die kath. Kirche in D. 2019 fast 7 Mrd. durch Kirchensteuer eingenommen. Das ist unnötig. Mein Haus zB steht auf kirchlichem Erbpachtgrundstück, über das alles kriegen sie genug. Wie sollte man sonst diese Doppelmoral abstrafen?


(13-11-2020, 00:59)Davut schrieb: Ein Gutachten, das zunächst vom Kardinal selbst in Auftrag gegeben und dann  [weil angeblich nicht gerichtsfest] wieder von ihm kassiert wurde. 

Das Vertrauen in die katholische Kirche ist in der Tat erneut beschädigt. Das Delikate ist, dass Woelki nicht einmal von der Kirche sondern von allen Steuerzahlern mit über 11000 Euro monatlich bezahlt wird. Plus freie Wohnung, Dienstwagen und Chauffeur versteht sich. Er untersteht aber  keiner weltlichen Disziplinargewalt.

Die Stellungnahme von der Bischofskonferenz zu den Bischofsgehältern:
"Unmittelbare Zahlungen von Bischofsgehältern u. a. an die Begünstigten gab es bis 2012 wohl nur noch in Bayern. In den übrigen Ländern sind die Bischofsgehälter u. a. weitgehend in die staatlichen Pauschalzahlungen eingeflossen, sodass nicht mehr davon gesprochen werden kann, dass diese Gehälter unmittelbar vom Staat gezahlt werden."

usw. Na dann werden sie halt nicht direkt sondern indirekt vom Staat bezahlt. usw.
Gerade das mit der anhaltenden Missbrauchsvertuschung macht das Fass so überüberübervoll, dass jemand, der dieser Institution noch Geld gibt, fast schon als Depp gilt. Von den Vatikan-Skandalen will man schon gar nichts mehr wissen...
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#24
(28-11-2020, 19:06)eddyman schrieb: "Unmittelbare Zahlungen von Bischofsgehältern u. a. an die Begünstigten gab es bis 2012 wohl nur noch in Bayern. In den übrigen Ländern sind die Bischofsgehälter u. a. weitgehend in die staatlichen Pauschalzahlungen eingeflossen, sodass nicht mehr davon gesprochen werden kann, dass diese Gehälter unmittelbar vom Staat gezahlt werden."

" Unmittelbare Zahlungen" heisst nicht, dass der deutsche Staat bzw. seine Länder [mit Ausnahme Bremen und Hamburg] die Bischofs - Gehälter und das ganze Brimborium drumherum nicht bezahlen. Sie tun es weiterhin. Ich werde Belege darueber erbringen. Spätestens, wenn ich mein Buecherregal wiedersehe.

MfG
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#25
(28-11-2020, 19:17)Davut schrieb: " Unmittelbare Zahlungen" heisst nicht, dass der deutsche Staat bzw. seine Länder [mit Ausnahme Bremen und Hamburg] die Bischofs - Gehälter und das ganze Brimborium drumherum nicht bezahlen. Sie tun es weiterhin. Ich werde Belege darueber erbringen. Spätestens, wenn ich mein Buecherregal wiedersehe.

MfG

Nun, das hat eddyman ja im Prinzip auch gesagt.
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#26
(28-11-2020, 22:39)Ulan schrieb:
(28-11-2020, 19:17)Davut schrieb: " Unmittelbare Zahlungen" heisst nicht, dass der deutsche Staat bzw. seine Länder [mit Ausnahme Bremen und Hamburg] die Bischofs - Gehälter und das ganze Brimborium drumherum nicht bezahlen. 

Nun, das hat eddyman ja im Prinzip auch gesagt.

Ich habe die kirchenfreundliche Formulierung von @ eddyman anders verstanden. Die Kardinäle und Bischöfe werden übrigens nach den 
Besoldungsgruppen von Spitzenbeamten aus der Staatskasse bezahlt. Der Kölner Erzbischof zum Beispiel verdient aus dem öffentlichen Haushalt etwa soviel wie der Regierungspraesident: 13.000 € plus Dienstwagen, Fahrer, Wohnung. 

Und dieses Gehalt zahlt jeder steuerzahlende Deutsche mit, egal ob Atheist, evangelisch, Muslim Hindu oder sonstwas. Diese unerledigte Verfassungskroete steckt Deutschland schon seit der Reformation/Säkularisation 1803 ff. unverdaut in der Luftröhre. Bundesweit werden so 550 Millionen € aus Staatsmitteln an Kirchenbeamte bezahlt.

Rein zufällig lese ich diesen Sonntag in der WamS (kann jeder nachgooglen), dass eine Gesetzesinitiative  zur Abschaffung dieses Zustandes der Grünen bei Bund und Ländern auf wenig Gegenliebe stoesst.

Auch wenn sie nicht schmeckt, es gilt der Rechtsgrundsatz: Pacta sunt servanda. Die Kirche hat schon früher Zustimmung zu einer Ablösung signalisiert. Aber das wuerde wohl 12 Milliarden auf einmal und noch mindestens ein Jahrzehnt weitere Zahlungen bedeuten. 

Schauen wir mal auf die andere Seite des Rheins, wo in dem traditionell katholischen Frankreich überhaupt keine Kirchensteuer gezahlt wird. Da leben Pfarrer und die ganze kirchliche Seelsorge nur von Spenden der Glaeubigen.  Die Kirchen gehören den Kommunen. Und danach sehen sie oft @ auch aus.

Der Amtsbruder der Koelschen Erzdiözese in Frankreich verdient vielleicht ein Zehntel seines Kölner Pendants. Ein einfacher Seelsorger nur knapp 1000 Euro. Ein Dorfpfarrer kommt nur ueber die Runden, wenn er möglichst oft von seinen Glaeubigen zum Mittagessen eingeladen wird. 

Dagegen  lebt der deutsche Klerus, zumindest finanziell gesehen, schon jetzt in dem Paradies, von dem die Predigten nach dem Tod berichten.

In Ordnung ist das Ganze nicht. Da ist was faul in unserer säkularen deutschen Welt. Schließlich zahlen wir ja schon seit  ueber 200 Jahren in dieser Groessenordnung. Und jeder Verfassungsauftrag [Art. 140 ff. GG] blieb bisher unerledigt.

MfG

Die Oesterreicher und Suedtiroler mögen mir dieses grunddeutsche Klagelied verzeihen. Wie es bei denen aussieht, weiss ich allerdings nicht.
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