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Frankreichs Laizität – ein gefährliches Modell
#31
(14-11-2020, 21:52)Ulan schrieb: Da das hier im Prinzip nur in die Runde geht:

(14-11-2020, 18:12)Gundi schrieb: Wo habe ich denn geschrieben, die Reaktion des Staates sei verständlich?

Da brauche ich nicht mal einen anderen Beitrag zu bemuehen; das steht nur wenige Zeilen ueber dieser Aussage.

Offenbar willst du nicht verstehen, dass es einen Unterschied macht, ob man selbst Verständnis fordert oder die Ungleichheit in der Forderung nach Verständnis bei anderen kritisiert.


(14-11-2020, 21:52)Ulan schrieb:
(14-11-2020, 18:12)Gundi schrieb: Ich habe moniert, dass von Seiten der Autorin nur einseitig Verständnis gefordert wird.
Und das man nicht einfach sagen kann "Ja aber der Staat...", weil es sich bei den Verantwortlichen letzlich auch um Menschen handelt.
Und das hier mal wieder, wie so oft, Menschengruppen unterschiedlich behandelt werden.

Ja sicher darf man nicht nur einseitig Verstaendnis fordern. Das aendert aber nichts daran, dass der Staat besondere Sorgfaltspflichten zu befolgen hat. Da gibt es grundsaetzlich keine Gleichheit.

Hat das irgendjemand in Abrede gestellt?
Man kann aber den Staat nicht als nebulöses Etwas sehen, sondern muss (wenn es schon um Verständnisfragen geht) die Menschen dahinter auch betrachten. Oder hat etwa das französische Parlament dazu aufgerufen, die Karikaturen an Häuserwände zu projezieren?
Und die Schlussfolgerungen die die Autorin und du ziehen, dass die Projektionen eine Folge des Laizismus wären und dieser daher gefährlich wäre, ist nun mal auch nicht korrekt bzw. konnte die Autorin derlei gar nicht belegen.

Schau mal, es wird sich eine Sache herausgenommen die mit dem Laizismus überhaupt nichts zu tun hat und dann darüber der Laizismus als gefährlich dargestellt (welcher sich angeblich seine eigenen Feinde züchten würde).
Anstatt die Personen zu kritisieren, die die Karikaturen projeziert haben und eventuelle personalpolitische Entscheidungen zu fordern, wird es als reines Problem des Laizismus dargestellt. Macht doch keinen Sinn.

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#32
Dem, @Gundi, ist grundsätzlich beizupflichten. Ich halte nicht viel von etablierten Kirchenorganisationen, aber auf Religionsgefuehle, die schon mit der Muttermilch aufgesogen wurden, soll man angemessen und nicht provozierend projezierend reagieren. Der drohende Preis unschuldiger Leben ist einfach zu hoch.

MfG
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#33
(14-11-2020, 22:27)Gundi schrieb: Schau mal, es wird sich eine Sache herausgenommen die mit dem Laizismus überhaupt nichts zu tun hat und dann darüber der Laizismus als gefährlich dargestellt (welcher sich angeblich seine eigenen Feinde züchten würde).
Anstatt die Personen zu kritisieren, die die Karikaturen projeziert haben und eventuelle personalpolitische Entscheidungen zu fordern, wird es als reines Problem des Laizismus dargestellt. Macht doch keinen Sinn.

OK, gut, das ist eine Interpretation, die ich nachvollziehen kann.
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#34
(15-11-2020, 11:19)Ulan schrieb:
(14-11-2020, 22:27)Gundi. schrieb: Anstatt die Personen zu kritisieren, die die Karikaturen projeziert haben und eventuelle personalpolitische Entscheidungen zu fordern, wird es als reines Problem des Laizismus dargestellt.

OK, gut, das ist eine Interpretation, die ich nachvollziehen kann.

Viel Lärm um nichts.  Dieser Kommentar in einer kleinen Postille ist die berechtigte Kritik nicht wert, hat die nur hier erzeugte Aufmerksamkeit  auch  gar nicht verdient.

MfG
Wer in Glaubenssachen den Verstand befragt kriegt unchristliche Antworten (W. Busch) 
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#35
(16-11-2020, 00:29)Davut schrieb: Viel Lärm um nichts.  Dieser Kommentar in einer kleinen Postille ist die berechtigte Kritik nicht wert, hat die nur hier erzeugte Aufmerksamkeit  auch  gar nicht verdient.


Als "kleine Postille" würde ich den STANDARD nicht diffamieren; eine in österreichischen Akademikerkreisen (und auch im deutschsprachigen Ausland wie Bundesrepublik Deutschland, Deutschschweiz, Südtirol) maßgebliche Tageszeitung mit kostenloser Internetleserschaft !
Maßgeblich wegen des laufend angestrengten Versuchs, Qualitätsjournalismus zu präsentieren; ein Projekt das häufig gelingt. Und das angeschlossene breite LESERFORUM mit wirklich interessanten Diskussionen ist nicht zu unterschätzen!

Siehe auch:
Der Standard - Wikipedia
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#36
Die Qualitaet eines Artikels macht sich nicht an der Zeitung fest, in der er erscheint. Bei Zeitungen mit hoeherem Anspruch ist lediglich die Wahrscheinlichkeit hoeher, dass man einen guten Artikel bekommt. Trotzdem faellt das immer auf ein gewisses Spektrum.

Und fuer Religioese ist Oesterreich ja in gewissem Sinne immer noch eine Insel der Seligen; eines der wenigen Laender, wo die RKK nicht unter Schwindsucht leidet. Und die Autorin arbeite zwar fuer "Le Monde", lebt aber in Wien.

Ansonsten ist der "Standard" aber sicherlich eine der beiden besten Tageszeitungen Wiens. Nur, "klein" werden ja so langsam die meisten guten Tageszeitungen, egal wie bekannt ihr Name auch sein mag.
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#37
(16-11-2020, 01:57)Sinai schrieb:
(16-11-2020, 00:29)Davut schrieb: Viel Lärm um nichts.  Dieser Kommentar in einer kleinen Postille ....... 


Als "kleine Postille" würde ich den STANDARD nicht diffamieren;  

Alle Österreicher mögen es mir verzeihen:  Aber der "Standard" mit einer Auflage von 52.000 Exemplaren (hat Sinai selbst uns wissen lassen)  ist "klein". In Deutschland fangen wir bei ganz anderen Größenordnungen an, von einer bedeutsamen Zeitung zu reden. Ich lese z.B. in Norddeutschland die "Süddeutsche", die hatte 2012 fast zehn mal soviel verkaufte Auflage, die BILD hat 1,2 Millionen täglich.

Eine selbständige Heimatzeitung in einem Landkreis könnte hier mit 52.000er  Auflage wohl kaum lange überlegen.

Aber was noch mehr gegen eine Überbewertung des Gastbeitrages spricht, ist dieses hier: Wieviel Leser nehmen den Kommentar in dem Land wahr, um dessen Laizismus hier geht: Frankreich ? 
  
Keine Hundert würde ich sagen! Und damit muss es dabei bleiben: Viel Lärm um nichts, was den Artikel für den Laizismus in Frankreich betrifft.
Wer in Glaubenssachen den Verstand befragt kriegt unchristliche Antworten (W. Busch) 
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