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5 mal am Tag beten ...
#1
... um ständig zu wissen wo meine Gefolgschaft sich aufhält und was sie gerade macht.


Zitat:Doch je mächtiger er wurde, desto stärker war er getrieben von seiner Macht. Je mehr Feinde er ausschaltete, desto mehr wuchs seine Paranoia. Seine Anhänger in Medina kontrollierte er auf Schritt und Tritt. Er versuchte alles zu beherrschen und zu regeln, selbst ihren Schlafrhythmus. Fünfmal am Tag versammelte er sie zum Beten, um sich ihrer Treue zu versichern. Er warnte sie vor den Qualen der Hölle. Sünder wurden ausgepeitscht, Lästerer und Apostaten getötet. Was Sünde war, bestimmte er.

Das Zitat stammt aus einem Artikel von Zeit online mit dem Titel gefährlicher Prophet.


Hab das so bisher nicht betrachtet, aber es macht durchaus Sinn, denn je mehr Macht man hat desto mehr Feinde hat man und weckt Begehrlichkeiten. Da will man doch sicher gehen, dass niemand aus der Reihe tanzt und lässt seine Armee gleich fünf mal am Tag antanzen. Wortspiel unbeabsichtigt.
So weiß man stehts wo jemand ist und was er so macht. Ein militärisches Kontrollinstrument aus Zeiten bevor es Videoüberwachung, GPS, Peilsender etc. gab.

Sind die Islamischen Gebetszeiten wirklich auf eine so banale und für ein heiliges Buch unwürdige Vorgehensweise zurückzuführen? Simple Paranoia?

Oder gibt es auch eine offizielle, bessere oder schönere Erklärung dafür?
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#2
(22-01-2020, 01:58)MagicMonk93 schrieb: Oder gibt es auch eine offizielle, bessere oder schönere Erklärung dafür?

Zu Glaubensfragen gibt es keine Erklärungen... auch wenn manche noch so "begärlich" darauf pochen.
Wenn die Muslime mehrmals am Tag beten sollen, wollen... dann tun sie das auch dürfen, ohne dass sie sich dabei vor "begärlichen" Artgenossen schämen oder gar fürchten müssen..................................
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#3
Ok, hab Begährlichkeiten statt Begehrlichkeiten geschrieben. Kann das ein Admin oder Moderator bitte korrigieren? (erledigt - Ulan)

Aber ich glaube schon das es für die meisten Rituale Erklärungen gibt bzw. man zumindest versuchen kann zu ergründen wie sie entstanden sind. Das lässt viele Dinge in einem anderen Licht erscheinen.
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#4
Der Artikel ist uebrigens von 2015, und der Autor ist  Hamed Abdel-Samad.

*https://www.zeit.de/2015/38/Mohammed


Nebenbei fiel mir dieser Satz auf: "Mohamed nahm keine Entschuldigungen von seinen Anhängern an, wenn es um die Teilnahme am Gebet oder an einem seiner Kriege ging. Er sagte: "Keiner wird ein wahrer Gläubiger sein, bis er mich mehr liebt als seine eigenen Eltern, Kinder und alle Menschen." "

Das gehoert anscheinend zum Sektengruender-Einmaleins. Von Jesus ist das ja auch so ueberliefert.
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#5
(23-01-2020, 00:11)MagicMonk93 schrieb: Ok, hab Begährlichkeiten statt Begehrlichkeiten geschrieben. Kann das ein Admin oder Moderator bitte korrigieren? (erledigt - Ulan)

Aber ich glaube schon das es für die meisten Rituale Erklärungen gibt bzw. man zumindest versuchen kann zu ergründen wie sie entstanden sind. Das lässt viele Dinge in einem anderen Licht erscheinen.

Darüber, was der Prophet so alles getan hat oder getan haben soll, weil es bei den Karwanenhändlern zu den damaligen Zeiten in der arabischen Wüste als ehrenhaft und rühmlich galt.. tja..

Man weis noch nicht mal sicher, ob es diesen Propheten überhaupt wirklich gegeben hat (Legende/Mythos). Den Wilhelm Tel hat es auch nicht gegeben, trotzdem sind sich viele Eidgenossen absolut sicher, dass er der heldenhafte Urvater aller Schweizer ihrem "Geiste" ist.

Wenn ich mir vorstelle, was der Sohn Abrahams wohl für ein Traumata gehabt haben muss, als sein Vater in "abstechen" wollte.. dann frag ich mich auch, was sich dieser Gott wohl so gedacht hat, als er Abraham damit auf die Pobe stellte...
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#6
Uih.. harter Tobak!

So Bibelfest bin ich wohl nicht. Was genau hat Jesus gesagt, dass man ihn mehr als seine Kinder, Familie und alle Menschen lieben soll sonst wäre man kein Gläubiger?

Das es den Prophet Mohamed gegeben haben muss, weil so viele Menschen ihr Leben nach seinen Regeln leben, muss man denke ich annehmen. Es macht keinen Sinn es in Frage zu stellen, weil der Einfluss so gewaltig ist das er allein dadurch quasi bis heute weiterlebt.

Nur das die Regeln mehr kluge Machtinstrumente als spirituelle Quelle sind, dass beweisen beispielsweise eben diese festen, sehr häufigen Gebetszeiten. Wenn man sich daran hält, bleibt fast keine Zeit mehr für andere Dinge.
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#7
(24-01-2020, 01:32)MagicMonk93 schrieb: Uih.. harter Tobak!

So Bibelfest bin ich wohl nicht. Was genau hat Jesus gesagt, dass man ihn mehr als seine Kinder, Familie und alle Menschen lieben soll sonst wäre man kein Gläubiger?

https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us10%2C34-39
Mt 10 (Einheitsuebersetzung): "34 Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen! Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert. 35 Denn ich bin gekommen, um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; 36 und die Hausgenossen eines Menschen werden seine Feinde sein. 37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert. 38 Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht wert. 39 Wer das Leben findet, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es finden."

https://www.bibleserver.com/LUT/Lukas14%2C27-28
Lk 14 (Lutherbibel): "26 Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern, dazu auch sein eigenes Leben, der kann nicht mein Jünger sein. 27 Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein."

Es mag nicht genau dasselbe sein, aber die Parallelen sind deutlich da.
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#8
Ja, aber ist Jesus nicht Gott und somit wäre die Aussage quasi Pflicht bei einer Monotheistischen Religion dass man Gott am meisten lieben muss, danach erst Mutter, Vater, Schwester, Bruder und den Rest.

Mohamed ist aber ein Mensch, wenn auch der perfekteste aller Menschen. Aber eben nicht Gott.
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#9
Das ist die nachgereichte Entschuldigung, ja. Aber da sind wir genau am Knackpunkt: einer von Abdel-Samads Hauptargumente ist ja gerade die ueberhoehte Verehrung, die seiner Meinung nach Mohammed im Islam zukommt. Dabei vergisst man gerne, dass das im Christentum ja noch einen Zacken schaerfer ist, wo der Sektengruender gleich ganz vergoettlicht wurde.
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