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Dreißigjähriger Krieg : keinen echten religiösen Hintergrund ?!
#31
(19-11-2019, 19:18)Bion schrieb: Als Beispiel kann Österreich dienen.

Schon in den Zwanzigerjahren des 16. Jhs hat die Abwanderung eines guten Teils des niederen Klerus' und des "gemeinen Volkes" ins protestantische Lager begonnen. Auch im Wiener Stephansdom wurde fallweise protestantisch gepredigt.  Ferdinand I. war sich der Gefahr bewusst. Protestantische Prediger belegte er in seinem Herrschaftsbereich mit Berufsverbot. Einige wurden enthauptet. Allerdings waren die Türken zu dieser Zeit seine größere Sorge.


Ich denke, daß die beiden Feldzüge der Türken ins Herzen Europas (Wien) nicht zufällig erfolgten. 
Ein durch Glaubenszwist geschwächtes Mitteleuropa lud dazu ein.

Die Türken nannten Wien Kizil Elma (Goldener Apfel)
Goldener Apfel war die "Kennzeichnung des Ziels türkischer Eroberungen im Abendland. Als erster „Goldener Apfel" fiel den Osmanen 1453 Byzanz (Konstantinopel) in die Hände; 1521 eroberten sie Belgrad, den „Goldenen Apfel der Ungarn"; Wien, den „Goldenen Apfel der Deutschen", vermochten sie weder 1529 noch 1683 zu gewinnen."
Goldener Apfel – Wien Geschichte Wiki
geschichtewiki.wien.gv.at › Goldener_Apfel
29.08.2014

Beitrag # 10
(12-11-2019, 19:08)Sinai schrieb: Eines darf nicht vergessen werden:
Die beiden Türkenkriege 1529 und 1683 waren jedenfalls die direkten Folgen der innerdeutschen Religionskriege

Der Deutsche Bauernkrieg (1525) und der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) ermutigten die Pforte zu einer größenwahnsinnigen Expansionspolitik ins Herz Europas
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#32
Wenn man genau schaut, so stößt man auf den Achtzigjährigen Krieg (1568 bis 1648)

Achtzigjähriger Krieg - Wikipedia
"Vor dem Krieg gehörten die Niederlande, die damals sowohl die heutigen Niederlande als auch Belgien, Luxemburg und einen Teil Nordfrankreichs umfassten, zum Heiligen Römischen Reich und wurden vom spanischen Zweig der Habsburger beherrscht."

Und dann gab es den Englischen Bürgerkrieg (1642 bis 1649) wo die Protestants gegen den katholischen König kämpften
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#33
Weshalb das Abkommen von Münster nicht nachhaltig sein konnte hat jedoch eigentlich keine religiösen Motive mehr.
Es bringt nicht viel immer mehr zu belegen, dass es noch andere schreckliche Kriege vorher und nachher gab.

Wir bewegen uns hier in der Frühphase der Neuzeit. Staatsverträge und Allianzen gehen einher mit Machtkämpfen,
bei denen der Vatikan jedoch keine wesentliche Rolle mehr spielt.

Vor diesem Hintergrund ist die Ursprungsfrage eigentlich schon beantwortet - weitere heiße Konflikte von Glaubensgrundsätzen geprägt sind nach 1648 in Zentraleuropa m. E. nicht mehr aufgetaucht - aber Motive für Kriege gibt es ja bekanntlich viele. Daher sind die Vorhaltungen das der Katholizismus Keim für viel große Konflikte war nicht so überzeugend stichhaltig, wenn man die weltlichen Kriegsmotive einfach ausblendet.
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#34
(25-11-2019, 13:20)Kreutzberg schrieb: Wir bewegen uns hier in der Frühphase der Neuzeit. Staatsverträge und Allianzen gehen einher mit Machtkämpfen,
bei denen der Vatikan jedoch keine wesentliche Rolle mehr spielt.


Hier hast Du ein sehr schwieriges Thema angefangen, das derart anspruchsvoll ist, daß es sich wohl für eine Habilitationschrift eignen würde.

Hier im Forum wird sich das nicht erschöpfend abhandeln lassen.
Schon allein aus dem Grund, daß Diskussionsbeiträge nicht länger als eine Seite sein sollen

Aber fang an! Versuche Deine Gedanken zusammenzufassen - vielleicht ist es ein wertvoller Denkanstoß
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