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Soziale Gerechtigkeit
#31
(18-09-2019, 22:20)Sinai schrieb:
(18-09-2019, 17:52)Adamea schrieb: Besitz, der im täglichen Gebrauch ist auch? (z.B. selbstbewohntes Haus)
Das ist dann sehr gemein. Vor allem wenn es sich um ein Erbe handelt, welches den Kindern, die im Niedriglohnsektor arbeiten müssen, das Leben verschönern würde.

Sollte das stimmen, hat 'Adamea' in diesem Punkt aber völlig recht !

Den Besitz von Kapitalisten gleich zu behandeln wie den Besitz von ARBEITERN, die von den Eltern ein Häuschen geerbt haben, wäre wohl eine Frechheit
 
50% ist der Mindeststeuersatz, also von Gleichbehandlung ist nicht die Rede. Es wird nur allgemein davon ausgegangen, dass Du auf nicht selbst erarbeitetes Vermoegen keinen vollen Anspruch hast. Das ist erst einmal nicht ungerecht. Auch 50% des Werts eines Hauses sind schon mal ein schoener Startpunkt, um sich selbst etwas aufzubauen.

In Schweden wird von Steuern halt auch die Krankenversicherung bezahlt, oder Dein Alterssitz im Pflegeheim.
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#32
(18-09-2019, 22:36)Sinai schrieb: Ich verstehe nicht ganz, was Du schreibst. Meinst Du tatsächlich, daß Flüchtlinge nicht zur "Bevoelkerung" gehören und daher nicht zu "alimentieren" wären ?

Daß Du das meinst, kann ich mir schwer vorstellen

Wie definierst Du "Bevoelkerung" ?
Was verstehst Du nun konkret unter "alimentieren" ?

Ich finde es auch sehr frustrierend, wenn Politiker dauernd die Kategorien vermischen, um das Wahlvolk bei Stimmung zu halten.

Nein, Fluechtlinge gehoeren nicht zur Bevoelkerung. Wir sind per Vertrag dazu angehalten, ihnen einen Dach ueber dem Kopf anzubieten, bis sie wieder nach Hause zurueckkehren koennen. Das ist im internationalen Vergleich normalerweise ein Bett  in einem Lager, das sie auch oft genug nicht verlassen duerfen.

Was in Deutschland unter "Fluechtlinge" laeuft, sollte eigentlich oft genug besser als "Immigrant" bezeichnet werden, und fuer Immigranten gilt, wie gesagt, dasselbe Prinzip, das ich vorher genannt habe: der Staat sollte idealerweise die Selbstversorgung ermoeglichen, nicht fuer Nichtstun alimentieren.
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#33
(14-09-2019, 12:09)Geobacter schrieb: Aber zum Thema:
Soziale Gerechtigkeit bedeutet, dass sich jeder selber anstrengen muss, ein etwas größeres Stück vom Kuchen zu ergattern.. wenn er denn meint, ein solch größeres Stück unbedingt haben zu müssen.
Das Kräfteverhältnis ist schon lange im Ungleichgewicht, darum sind Anstrengungen vergebliche Mühe und Zeitverschwendung.
Technologie hat das Verhältnis beeinflusst und verschoben!
Was früher eine Leistung war, ist heute wertlos geworden.

(14-09-2019, 12:09)Geobacter schrieb: Nicht jede Arbeitsleistung ist gleich viel wert. Klo-Putzen mag zwar eine unangenehme Dienstleistung sein, aber dafür braucht es zum Klo putzen weder besonders viel Talent noch eine langjährige Ausbildung.
Wodurch entsteht der Wert einer Arbeit? Was genau macht Berufe wertvoller?
Wodurch entsteht Wertlosigkeit?
Was verursacht oder wodurch kommt der geringere Wert einer Klofrau zustande?
Die Arbeiten mögen sehr einfach sein, aber ihr Körper und ihre Sinne werden beansprucht. Sie muss Putzmitteldämpfe einatmen und hat nie ein schönes Bild vor Augen sondern ihr Blick fällt oft auf Scheiße. Müsste die Klofrau nicht eher ein Schmerzensgeld bekommen oder sonstiges Extrageld?
Klofrauen machen im wahrsten Sinne des Wortes eine Scheißarbeit.

Berufe müssten u.a. nach ihren Arbeitsaufgaben bewertet werden, z.B. in bequem und unbequem. Dies ist unumgänglich wenn Gerechtigkeit wirklich wahrhaftig ehrlich gewollt ist.
Berufe nur nach geistiger Leistungsfähigkeit zu bewerten ist ungercht.

Unbegabten Menschen steht ebenso ein würdevolles leben zu!!!

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#34
(19-09-2019, 01:08)Ulan schrieb: Es wird nur allgemein davon ausgegangen, dass Du auf nicht selbst erarbeitetes Vermoegen keinen vollen Anspruch hast. Das ist erst einmal nicht ungerecht.
Auch 50% des Werts eines Hauses sind schon mal ein schoener Startpunkt, um sich selbst etwas aufzubauen.
50% Steuern führen dazu, dass das Haus verkauft werden muss.
Mit den 50% läßt sich nichts gleichwertiges erreichen.

Eltern vererben ihr Selbsterarbeitetes an ihre Kinder!

Es ist extrem ungerecht, das selbst erarbeitete Vermögen nicht vollständig an seine Kinder vererben dürfen.
Eltern arbeiten FÜR ihre Kinder.

Es gibt Eltern, die haben Kinder in schlecht bezahlte Berufen und so können diese Kinder nie zu Eigentum kommen.
Erben ist das Glück des kleinen "Mannes".
Der Staat nimmt das Familien-Glück weg.

Bei 50% Steuer muss das Haus verkauft werden. ...vorallem, wenn die Kinder kein gutes Einkommen erwerben können.
Dieser Verkauf ermöglicht, dass ein Fremder das selbsterarbeitete Eigentum erwirbt.
Der Fremde hat das Haus NICHT selbst erarbeitet. Der Fremde hat nur selbsterarbeitetes Geld!
Der Besserverdiener hat MEHR Geld!
Kinder, die nur Mindestlohn bekommen verlieren ihr Haus an besser Verdienende.

Der Kern der Ungerechtigkeit liegt in der Wertschätzung und der Niedrigkeit einer Arbeit.

Niederen Arbeiten sind zwar niedrig ABER sie haben ihren WERT in der Wichtigkeit!
Nur weil eine Arbeit leicht ist und keine besonderen anforderungen benötigt, fällt sie unter die Kategorie "niedrig".
Niedere Arbeiten werden unrechtmäßig heruntergestuft.
Hier wird LEIDER nur nach Leicht oder Schwer beurteilt. Leider wird nicht nach Wichtigkeit beurteilt!
Es ist unvernünftig und pure Dummheit die Wichtigkeit einer Arbeit zu missachten.

Arbeiten müssen in erster Linie nach ihrer Wichtigkeit beurteilt werden. Zumindest würde die Vernunft dies tun.

Reinigungsarbeiten gehören zu den wichtgisten Berufen der Erde.
Gesundheit ist von Sauberkeit abhängig.

Dort wo keine bessere Löhne möglich sind, muss der Staat zumindest für Absicherungen in Notfällen sorgen.
Immerhin arbeitet der Geringverdiener für die Funktionserhaltung der Wirtschaft.
Die Höhe des Krankengeldes, Arbeitslosengeldes, Rente, alle Leistungsbezüge hängen vom Nettolohnbetrag ab.
Menschen die im Mindestlohn arbeiten, müssen in Notlagen ihren Nettobetrag weiter bekommen und nicht nur 60% vom Nettolohn.
Das ist Gerechtigkeit!
Jeder Arbeiter wird gebraucht! Also haben sie auch einen stabilen Untergrund verdient.

Das Staatsystem wurde (m.E. offensichtlich) nach einem unvollständigem Denken erschaffen und steht deshalb auf einem unstabilen Fundament!

ALLES braucht ein stabiles Fundament/Grundlage/Halt.
Der Mindestlohnnettobetrag ist das Minimum und eine relativ stabile Grundlage für Menschen die durch andere Menschen mitversorgt werden können.
Der Mindestlohnnettobetrag reicht nicht für Menschen die sich zu 100% selber versorgen müssen. Und er reicht nicht für Menschen die ein Auto brauchen um den Mindestlohn zu bekommen!

Ungerechtigkeit entsteht extrem schnell, wenn der Mensch/Politiker nicht an alles denkt.
Wenn eine lange ZEIT nicht an alles gedacht wurde, dann ist es schwerer das Unrecht zu beheben und es dauert eine längere Zeit bis es behoben ist.

Arbeit ist in erster Linie einfach nur Arbeit.
Arbeit kann nur innerhalb von Zeit stattfinden.
Der Tag hat FÜR JEDEN nur 24 Stunden.
Der gerechte G R U N D W E R T von Arbeit ist durch den Faktor Zeit zu ermitteln möglich.
ZU diesem Grundwert kommen DANN WEITERE Erhöhungen durch Qualifikationen, Hochleistungen und Talente hinzu.
Freilich muss das Mehrkönnen mehr bekommen!
ABER freilich muss auch die niedere Arbeit einen würdigen Grundlohn bekommen!
NUR der wirklich Faule leben gut genug mit H4 !!!
Alles steht im Verhältnis.
Alles ist untrennbar miteinander verbunden.
Alles hat 3 Kategorien, weil alles 2 Seiten hat und sich wenden kann.
Alles ist 1 Werden.
Sorry bin abgeschweift... zurück:

Vermögen entsteht, wenn der Mensch sparsam lebt.
Vermögen entsteht nicht, wenn der Mensch sein Einkommen sofort verlebt z.B. umwelschädliche Flugreisen oder Luxusdampferreisen.
Das Geld ist in Form von einem Haus noch da.
Das Geld ist in Form von Flugreisen weg.
Geld ist eine Energie die man verschwenden kann, erhalten kann, vermehren kann.
Diese drei Möglichkeiten gibt es.
Der Staat kann bei den Bürgern nichts holen di esich ein schäönes Leben genacht haben.
Der Staat kann nur bei Bürgern etwas holen, die vernünftig gewirtschaftet haben! (Jeder Haushalt ist ein Mini-Wirtschaftssystem.)

Alles was ein MEHR ist, kann versteuert werden. Alles kann gezählt werden (z.B. Flugreisen, Häuser, Kinder).
Alles was eine Grundlage ist und weitervererbt wird, sollte vernünftiger Weise nicht versteuert werden, weil der Staat sich sonst ins eigene Knie schießt!
Der Staat erarbeitet sich ständig neue Arme, denen er Sozialleistungen geben muss.
So wie es derzeit leider ist, wird der Vernünftige bestraft unnd der ausschweifend lebende belohnt. Das ist ungerecht!

Im Eigentum der Eltern steckt die Leistungskraft der Eltern.
Kinder müssen Anspruch auf die Weitergabe der frühren Leistungen ihrer Eltern haben!
Eltern arbeiten FÜR IHRE Kinder.
Ein Elternhaus hat emotionalen Wert!
Ein Hausverkauf führt zu 50% Verlust in der materiellen Ebene (K) PLUS zum Verlust des emotionalen Wertes (S) und Heimwerker-Arbeiten die in der Freizeit der Eltern entstanden sind (G).
Der Wert eines Hauses misst sich nicht allein durch Geld.

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#35
(12-09-2019, 23:20)Sinai schrieb:
(12-09-2019, 11:25)Adamea schrieb: Wieviel Geld ist notwendig um in diesen Zeiten überleben zu können und sich zudem etwas Freude gönnen zu können?..also WEDER arm NOCH reich zu sein.
Eine berechtigte Frage - aber nicht zu beantworten.
Es kommt nämlich auch auf die Lebenshaltungskosten an !
Diese Frage können Du und ich nicht beantworten, aber andere Menschen können sie sicherlich beantworten.

Über kompliziertere aber viele weniger wichtigen Dinge gibt es Statistiken, Forschungen usw., also ist es möglich diese einfache Frage zu beantworten.
Außerdem kann vieles über Steuererklärungen herausgefunden werden.

Es wird bestimmt keine Wohnung für unter 300 Euro geben.
Und keiner kann sich täglich für nur 3 Euro ernähren.
Strom, Wasser, Versicherungen, GEZ, Müllgebühren, Medikamente, Kleidung u.a. Notwendigkeiten kennt jeder Mensch.
Es ist viel zu offensichtlich, dass 600 Euro im Monat NICHT ausreichen.
Es ist viel zu offensichtlich, dass 1100 Netto im Monat nicht ausreichen, wenn größere notwendige Dinge kaputt gehen und ein Krankeitsfall hinzu kommt.
Der Mensch mit Mindestlohn bekommt in einem schicksalhaften Krankheitsfall ca 600 Euro Krankengeld.

Soziale Gerechtigkeit muss den Menschen in Notlagen auffangen.
Derzeit werden in Not geradene Mindestlöhner regelrecht in die Armut geschickt! Das ist unsozial!

(12-09-2019, 23:20)Sinai schrieb: Der eine hat einen alten Mietvertrag, da er in den Mietvertrag des verstorbenen Vaters eingetreten ist und zahlt nur € 120 Miete im Monat.
Der Nachbar hat einen neuen Mietvertrag und bezahlt für die gleich große Wohnung € 700
Ein anderer hat eine Eigentumswohnung geerbt und zahlt gar keine Miete Icon_cheesygrin
Eigentumswohnungsbesitzer/Hausbesitzer zahlen Grundsteuer an die Gemeinde.

Wieviele Wohnung in Deutschland sind für 120 Euro vermietet?
Miteinnahmen müssen bei der Lohnsteuererklärung angegeben werden.
Diese Frage ist also beantwortbar. ...nur halt nicht von dir und mir.
Wenn der Staat Antworten WILL um besser handeln zu können, dann weiß er genau wo er die Antworten herbekommt!!!

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#36
(19-09-2019, 06:10)Adamea schrieb: . . .  Klofrau  . . .
Die Arbeiten mögen sehr einfach sein, aber ihr Körper und ihre Sinne werden beansprucht. Sie muss Putzmitteldämpfe einatmen und hat nie ein schönes Bild vor Augen sondern ihr Blick fällt oft auf Scheiße. Müsste die Klofrau nicht eher ein Schmerzensgeld bekommen oder sonstiges Extrageld?


Da hast Du völlig recht. Sie sollte ein Schmerzensgeld bekommen
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#37
(19-09-2019, 09:09)Adamea schrieb:
(19-09-2019, 01:08)Ulan schrieb: Es wird nur allgemein davon ausgegangen, dass Du auf nicht selbst erarbeitetes Vermoegen keinen vollen Anspruch hast. Das ist erst einmal nicht ungerecht.
Auch 50% des Werts eines Hauses sind schon mal ein schoener Startpunkt, um sich selbst etwas aufzubauen.
50% Steuern führen dazu, dass das Haus verkauft werden muss.
Mit den 50% läßt sich nichts gleichwertiges erreichen.

( . . . )

Bei 50% Steuer muss das Haus verkauft werden. ...vorallem, wenn die Kinder kein gutes Einkommen erwerben können.


Da hast Du völlig recht !!
Aber das ist glücklicherweise nicht in allen Staaten so - sondern nur in denen die jahrelang das Steuergeld für unsinniges Zeug verpraßt haben

Jetzt wird der breiten Masse die Rechnung dafür präsentiert und wird in unerträglicher Weise abgezockt

Sollte das mit Schweden stimmen, was 'Ulan' sagte, dann wäre das sehr schlimm und unverständlich

In Deutschland heißt der Wahnsinn Hartz IV

Zu beachten ist, daß Schweden jahrzehntelang sozialdemokratisch regert wurde (Olof Palme) und daß der Erfinder von Hartz IV - Herr Hartz ebenfalls Sozialdemokrat ist !

Hier wird für die Mißwirtschaft die Rechnung präsentiert

Allerdings werden der Sozialdemokratie nun die Wähler schwinden wie der Schnee in der Märzensonne

Nur die wirklich Armen ohne Notgroschen, die nie einen nennenswerten Notgroschen beiseitelegten, alles Geld bis zum Monatsende ausgaben, nie ein Eigenheim oder eine Eigentumswohnung erwarben, finden das OK



(19-09-2019, 09:09)Adamea schrieb: Vermögen entsteht, wenn der Mensch sparsam lebt.
Vermögen entsteht nicht, wenn der Mensch sein Einkommen sofort verlebt z.B. umwelschädliche Flugreisen . . .
Das Geld ist in Form von einem Haus noch da.
Das Geld ist in Form von Flugreisen weg.
( . . . )
Der Staat kann bei den Bürgern nichts holen di esich ein schäönes Leben genacht haben.
Der Staat kann nur bei Bürgern etwas holen, die vernünftig gewirtschaftet haben!

Ja, das ist ungerecht.
Manche Familien sparten jahrzehntelang, um sich ein Eigenheim oder eine Eigentumswohnung zu erwirtschaften - andere Leute verjuxten ihr Geld, machten Flugreisen, gingen täglich ins Restaurant essen, kauften sich jährlich neue Mode - und werden nun dafür belohnt

Damit sind Verteilungskämpfe programmiert

Die Fleißigen und sparsamen Menschen, die verantwortungsvoll gelebt haben und nun durch die Globalisierung arbeitslos wurden, werden es sich nicht lange gefallen lassen

Es gibt zigtausende Unzufriedene und Verzweifelte in der Bundesrepublik, die durch Hartz IV zu schlimmen Jobs genötigt werden, die das annehmen müssen um nicht Häuschen oder Eigentumswohnung zu verlieren - da entsteht schön langsam ein Pool von Verzweifelten der immer größer wird

Wenn da eine neue Partei entsteht die das Wohl dieser vielen Menschen auf ihre Fahne schreibt, dann wird sie schlagartig viele Wähler haben und ein ernstzunehmender Störfaktor im "lustigen" Wirtschaftsleben werden
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#38
(19-09-2019, 09:09)Adamea schrieb: NUR der wirklich Faule leben gut genug mit H4 !!!


Leider stimmt das.

Es kann kein Druck wegen der Eigentumswohnung gemacht werden, ein wenig schwarz arbeiten oder dealen daneben und gut ist
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#39
Diese Geschichte von Laendern wie Schweden als irgendwie versagendem Staat kenne ich zwar aus diesen ultrarechten Kreisen, ist aber natuerlich nicht wahr. Die Berichte ueber die Steuerlast in Schweden in unseren Medien waren auch immer recht erheiternd, da die meisten ueber den Vergleich von Aepfeln und Birnen nicht hinausgingen. Wenn man z.B. die Kosten fuer die Krankenversicherung und die Grundrente auf die deutschen Steuersaetze draufpacken wuerde, waeren wir auch in etwa dort angelangt, wo sie in Schweden waren.

Die Sozialdemokratie in Westeuropa hat sich im Prinzip dadurch abgeschafft, dass sie in den Jahrzehnten nach dem Krieg ihre Ziele weitgehend erreichte und breiten Wohlstand in der Bevoelkerung geschaffen hatte (in Schweden z.B. war noch vor dem Krieg die Arbeiterschaft bitterarm, und es war eines der brutalsten kapitalistischen Systeme in Europa). Ihr eigener Erfolg hat sie sozusagen ueberfluessig gemacht, da soziale Fragen heutzutage niemanden interessieren. Das ist uebrigens immer noch so. Im oeffentlichen Diskurs kommt soziale Gerechtigkeit, um die es in diesem Thread geht, fast gar nicht vor. Man muss sich nur die Wahlkampfthemen anschauen. Das Thema "soziale Gerechtigkeit" bringt keine Wahlkampfmehrheiten.
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