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Der Baum des Lebens
#31
(02-09-2019, 23:44)Sinai schrieb: Der Sohar ist laut Wikipedia das bedeutendste Schriftwerk der Kabbala - und daher nur etwas für gelehrte Rabbiner. Diese Symbolik ist unverständlich - da versteckt sich hinter Wörtern und Sätzen immer eine Zweitbedeutung
In diesen Irrgarten will ich mich nicht begeben.
Und wenn mir einer sagt "der Baum des Lebens ist definitiv besser als der Baum der Erkenntnis" dann ist mir diese Sprache zu hoch. Da wird mit Begriffen herumgeschmissen die außerhalb meines Lebensumfelds sind.

Ach komm, Du kannst doch wenigstens versuchen, dem Gedankengang zu folgen. So tiefsinnig ist das jetzt auch wieder nicht. Ob Du den Gedanken so annehmen willst, ist wiederum eine ganz andere Frage.

Im Prinzip geht's bei solchen Gedankenspielen nur darum, einen Weg zu finden, sich mit dem Status quo abzufinden, weil alle Menschen dieses grosse "Warum?" oder "Wozu das Ganze?" umtreibt. Waehrend ich die immanente Wissenschaftsfeindlichkeit, die sich in dem Gedanken findet, grundsaetzlich ablehne, kann ich eine etwas mildere Interpretation durchaus nachvollziehen. Der Gedanke sagt eigentlich so etwas aus, wie, dass man sich nicht im Gruebeln nach dieser Sinnfrage verlieren und dabei das eigentliche Leben vergessen sollte. Und das wiederum ist nicht der allerschlechteste Vorschlag.
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#32
(02-09-2019, 19:20)Bernhard schrieb: Der Baum des Lebens ist ein Symbol für das Leben selbst, er symbolisiert "Unsterblichkeit und Heilung".

Nun ja..

Wenn man die Evolutionsgeschichte des Lebens grafisch darstellt, dann ergibt sich eine anschauliche Baumstruktur.
Leben ist auch nicht unsterblich. Leben ist ein offenes... nichtlineares System, für welches der Energierhaltungsatz der Thermodynamik nicht gilt.

Das heißt:

Dem Leben muss ständig Energie zugeführt werden, deren größter Teil wieder als Abwärme verloren geht. Nur ein sehr kleiner Teil davon wird wieder auf den "Eingang" zurück-gekoppelt. Technisch ausgedrückt, ist Leben eine (vorübergehende sehr stärungsanfällige) biochemische Oszillation.. (welche sich nicht durch sich selbst am Laufen halten kann). Reproduktion/Fortpflanzung ist der einzige Ausweg.

Das mit der Heilung.. stimmt auch nicht ganz.  Diese "biochemische" Oszillation, die alles Leben ausmacht und damit auch unseres, ist sehr empfindlich gegen Störeinflüsse. Sowohl gegen thermische, wie auch gegen jedwede andere physikalische "Malträtierung"...

Wir täten gut daran, uns diese Zusammenhänge zu verinnerlichen. Anstatt uns weiterhin nur mit "angeblich sinnstiftendem" Selbstbetrug - besser bekannt als Wahrheit im Glauben - "vollzudröhnen", damit uns unser Glücksdrüsen ständig eine höchstmögliche Konzentration körpereigenen Opiate ausschütten.

Die Sache wird langsam mehr als nur "heikel". 8 Milliarden "Voll-Ignoranten", welche 99% aller zur Verfügung stehenden Ressourcen dem Gott ihrer Glücksdrüsen als Brandopfer darbringen, sind eine ziemlich gefährliche "kritische Masse"...(in Analogie zu einer tickenden Atombombe).
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#33
(03-09-2019, 14:57)Geobacter schrieb: Technisch ausgedrückt, ist Leben eine (vorübergehende sehr stärungsanfällige) biochemische Oszillation.. (welche sich nicht durch sich selbst am Laufen halten kann). Reproduktion/Fortpflanzung ist der einzige Ausweg.
.

Dem steht m. E. aber folgende von Forschern entdeckte Tatsache entgegen:

"Turritopsos Nutricula" (eine Qualle) kann ewig leben durch Wiederverjüngung

"Aus alt wird neu.
Wenn "Turritopsos Nutricula" alt wird und ihre Körperzellen nicht mehr so gut funktionieren, lässt sie sich auf den Meeresboden sinken. Dort beginnt sie damit, sich rundum zu erneuern. Dabei verlieren ihre Nerven- und Nesselzellen ihre eigentliche Funktion. Sie kehren in ihr Ausgangsstadium zurück. Wissenschaftler nennen diesen Vorgang "Dedifferenzierung". Wie in der sehr frühen Kindheit besteht die Qualle nach ihrer Rundum-Erneuerung wieder aus lauter unbestimmten Zellen. Aus ihnen bilden sich die spezialisierten Zellen wieder neu aus.
Statt zu sterben wird diese Qualle also wieder jung. Auf diese Weise kann "Turritopsos Nutricula" ewig leben. Dass die meisten Quallen dieser Art dennoch keine hunderte Millionen Jahre alt werden, liegt an den vielen Fressfeinden im Meer".

Siehe dazu auch in https://de.wikipedia.org/wiki/Turritopsis_dohrnii:

"Unsterblichkeit:
Dem üblichen Lebenszyklus der Cnidaria zufolge sterben die Medusen nach erfolgter Vermehrung ab. Bei Turritopsis dohrnii können allerdings Zellen des Außenschirms (Exumbrella) durch Transdifferenzierung zum Keim eines neuen Polypen werden. Dadurch wird eine neue Polypengeneration erzeugt, die direkt aus der Meduse hervorgeht und mit dieser genetisch identisch ist. Die Art ist damit der erste bekannte Fall eines Vielzellers (Metazoa), bei dem sich das geschlechtsreife Individuum wieder zu einer sexuell unreifen koloniebildenden Lebensform zurückentwickelt. Auf diese Weise kann ein Individuum den gesamten Lebenszyklus immer wieder durchlaufen und so theoretisch Unsterblichkeit erreichen. Neuere taxonomische Untersuchungen haben gezeigt, dass die mediterranen Exemplare, an denen viele der Untersuchungen durchgeführt wurden, sehr wahrscheinlich zur Art Turritopsis dohrnii zu zählen sind, welche z. B. durch eine geringere Anzahl von Tentakeln gekennzeichnet ist. Auch die japanischen Formen von Turritopsis nutricula bzw. dohrnii besitzen dieselbe Fähigkeit zur Rejuvenation (Wiederverjüngung)".

Forscher versuchen herauszufinden, in der DNA der Qualle die Sequenz für den Prozess der Verjüngung zu entschlüsseln, um dann zu prüfen, ob und in wieweit ein solcher Prozess auf Menschen anwendbar ist.
 
Jedenfalls ist sonach entgegen vielen Annahmen und Behauptungen sehr wohl ewiges Leben offensichtlich möglich und das sogar auf der Erde.


Viele Grüße
Herbert
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#34
(11-07-2019, 09:26)AeonSun schrieb: ich bin auf der Suche nach Informationen über den Baum des Lebens.
Zwar habe ich im Internet einiges an Informationen gefunden aber 
vielleicht gibt es noch die ein oder andere Information die ich übersehen
habe. 


Die Bibel versteht unter dem Baum des Lebens folgendes laut Spr 11,30: 

"Die Frucht des Gerechten [LXX: Die Frucht der Gerechtigkeit] ist ein Baum des Lebens, und der Weise gewinnt Menschen für sich". 

Der Weltenbaum ist eine Idee. Die Germanen haben die Esche als Weltenbaum vergöttert. Die Idee eines "Weltenbaums" existiert in vielen Kulturen, wobei die Vorstellungen von einem solchen Baum bereits 4000 Jahre zurück reichen. In Mitteleuropa dürfte der bekannteste Weltenbaum "Yggdrasil" sein, die Weltenesche der germanischen Mythologie aus der Edda. Angeblich verbindet sie die Oberwelt Asgard, das Reich der Götter, mit Midgard, der Erdscheibe (!), auf der die Menschen leben, und Jotunheim, dem Land der Riesen, sowie den unterirdischen Reichen Hel und Niflheim.

 
Über die Anordnung dieser Regionen in und um die Weltesche gibt es allerdings unterschiedliche Beschreibungen. In den Wurzeln der Weltesche sitzen die drei Nornen, die Schicksalsgöttinnen, die das Schicksal der Menschen und der Götter bestimmen. Über die Regenbogenbrücke (! LOL) kommen die Götter jeden Tag zum Weltenbaum, um in seinem Schatten Gericht zu halten. Auch andere mystische Wesen und Orte sind um die Weltesche oder ihre Wurzeln gruppiert, etwa der Neid-Drache Nidhogg oder der Brunnen der Weisheit.


Viele Grüße
Herbert
.
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#35
In Ergänzung zu #33:
Siehe auch noch hier: *https://www.helles-koepfchen.de/artikel/1605.html


Viele Grüße
Herbert
.

Bitte keine Voll- und Eigenzitate! Die 1. Zeile stammt von mir
Ekkard
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#36
(04-09-2019, 14:59)Herbert schrieb: Jedenfalls ist sonach entgegen vielen Annahmen und Behauptungen sehr wohl ewiges Leben offensichtlich möglich und das sogar auf der Erde.

Nee, das ist ein Missverstaendnis. Das gibt's sogar beim Menschen, naemlich bei den Keimbahnzellen; diese sind potentiell unsterblich. Bei der Zeugung oder Geburt wird kein neues Leben erzeugt, das ist immer noch das alte. Auf irgendwelche Quallen muss man fuer Unsterblichkeit also nicht zurueckgreifen. Die normalen Koerperzellen haben den Tod einprogrammiert, die Keimbahnzellen nicht.

Bei den Quallenexperimenten geht's um etwas ganz anderes. Bei Dedifferenzierung des ganzen Menschen wuerdest Du als Mensch aufhoeren, zu existieren. Das ist also eher fuer die Zuechtung einzelner Organe interessant, also Ersatzteilbeschaffung im Bedarfsfall.
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#37
(04-09-2019, 14:59)Herbert schrieb:
(03-09-2019, 14:57)Geobacter schrieb: Technisch ausgedrückt, ist Leben eine (vorübergehende sehr stärungsanfällige) biochemische Oszillation.. (welche sich nicht durch sich selbst am Laufen halten kann). Reproduktion/Fortpflanzung ist der einzige Ausweg.
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Dem steht m. E. aber folgende von Forschern entdeckte Tatsache entgegen:

"Turritopsos Nutricula" (eine Qualle) kann ewig leben durch Wiederverjüngung

"Aus alt wird neu.
Wenn "Turritopsos Nutricula" alt wird und ihre Körperzellen nicht mehr so gut funktionieren, lässt sie sich auf den Meeresboden sinken. Dort beginnt sie damit, sich rundum zu erneuern.

Da hast du im Artikel wohl etwas nicht ganz richtig verstanden. Ulan hat das in seinem Beitrag schon richtig gestellt.

Natürlich wird durch Fortpflanzung aus Alt wieder Neu.. Aber das funktioniert nur wenn die "Umgebungsparameter" ziemlich exakt stimmen. Ein paar Grad zu viel oder zu wenig, und "Turritopsos Nutricula" löst sich in Schleim auf... So wie alles Leben. Und das war es auch was sich eigentlich und überhaupt gemeint hatte.

Lebende Zellen reagieren sehr empfindlich auf kleinste Veränderungen der Umgebungstemperatur.

Du hast Leben als Symbol für Ewig und Heilung beschrieben.. und das ist nun mal Quark, welcher mit der Realität überhaupt nichts zu tun hat. Weil Leben eben ein offenes nichtlineares System ist, welchem ständig Energie zugeführt werden muss - wie einem elektrischen Schwingkreis auch ständig Energie zugeführt werden muss, damit die Schwingung nicht sofort wieder "abreißt". Und diese Energie muss exakt dosiert sein.

Auch die Zellen unseres Körpers vertragen nur winzig kleine Abweichungen von der "Idealtemperatur".... "für kurze Zeit". Irgendwann bringt dann auch die "Fortpflanzung" nichts mehr..
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#38
(05-09-2019, 02:18)Ulan schrieb:
(04-09-2019, 14:59)Herbert schrieb: Jedenfalls ist sonach entgegen vielen Annahmen und Behauptungen sehr wohl ewiges Leben offensichtlich möglich und das sogar auf der Erde.

Nee, das ist ein Missverstaendnis. Das gibt's sogar beim Menschen, naemlich bei den Keimbahnzellen; diese sind potentiell unsterblich. Bei der Zeugung oder Geburt wird kein neues Leben erzeugt, das ist immer noch das alte. Auf irgendwelche Quallen muss man fuer Unsterblichkeit also nicht zurueckgreifen. Die normalen Koerperzellen haben den Tod einprogrammiert, die Keimbahnzellen nicht.

Bei den Quallenexperimenten geht's um etwas ganz anderes. Bei Dedifferenzierung des ganzen Menschen wuerdest Du als Mensch aufhoeren, zu existieren. Das ist also eher fuer die Zuechtung einzelner Organe interessant, also Ersatzteilbeschaffung im Bedarfsfall.


Im Unterschied du dir unterscheide ich hier wie auch die Verfasser der Berichte über die "ewig lebende" Qualle wie folgt: 

Aus der alten Qualle entstehen junge Quallen, die genetisch mit der alten Qualle völlig identisch sind. Bei der "menschlichen" Vermehrung durch Zeugung und Geburt ist aber ein genetisch anderer Mensch als ein "Mischmasch" aus den Keimzellen der Frau und des Mannes entstanden.


Viele Grüße
Herbert

.
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#39
(05-09-2019, 22:10)Herbert schrieb: Im Unterschied du dir unterscheide ich hier wie auch die Verfasser der Berichte über die "ewig lebende" Qualle wie folgt: 

Aus der alten Qualle entstehen junge Quallen, die genetisch mit der alten Qualle völlig identisch sind. Bei der "menschlichen" Vermehrung durch Zeugung und Geburt ist aber ein genetisch anderer Mensch als ein "Mischmasch" aus den Keimzellen der Frau und des Mannes entstanden.

Viele Grüße
Herbert

Ja schon, aber wen interessiert das? Deine Persoenlichkeit, Dein Ich, alles, was Dein Selbst ausmacht, waere in solch einem Falle weg, wenn man das mit Menschen machen wuerde. Wie gesagt, das ist interessant fuer das Zuechten von Ersatzorganen. Menschen haben ansonsten nur die Unsterblichkeit ueber ihre Kinder. Das Gebaeren von Klonen der Mutter, wie es uebrigens bei vielen Tierarten vorkommt, ist halt bei Menschen normalerweise nicht moeglich. Das sollte allerdings im Prinzip machbar sein.
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#40
Ich fürchte, dass (einmal mehr) Mythologie und Biologie vermischt und aufeinander gepackt werden. Der Mythos spricht das Gefühl aus, dass sich das (menschliche) Leben aus einem "Stamm verzweigt und verästelt", wie das eben beim Baum auch der Fall ist. Aus einem Sinnbild (Baum-Struktur) folgt nur etwas für die eigene Weltsicht z. B. eine gewisse Bereitschaft, neue Äste und Zweige zu "erklimmen".
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#41
Nun, Menschen lieben halt freie Assoziations-Spielchen. Hin und wieder kommt ja auch mal etwas Sinnvolles dabei heraus.
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