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Markus 11,24
#16
Ulan schrieb:Ups, da hast Du Recht. Mein Fehler. Trotzdem sieht's in diesem Thread mit Antworten zur Ausgangsfrage mau aus.

Tja, unser Wissen ist halt Stückwerk! Icon_rolleyes
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#17
Es wäre hilfreich von 'mse', uns nicht nur eine Bibelstelle mit einer sehr allgemeinen Frage vor die Füße zu werfen, sondern eine konkrete Frage zu stellen.
Es geht bei Mk 11, 24 ziemlich konkret ums Beten. Und das war quer durch die Heiligen Schriften immer tiefgehende Tradition bis hin zum Rechten mit Gott. Natürlich gehört dazu, unerschütterlich zu glauben, dass Gott möglich macht, was man erbittet - auch wenn es ein momentaner "Unwunsch" ist, wie das voraus gegangene Feigenbaumgleichnis zeigt.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#18
(06-07-2019, 22:50)Ekkard schrieb: Es wäre hilfreich von 'mse', uns nicht nur eine Bibelstelle mit einer sehr allgemeinen Frage vor die Füße zu werfen, sondern eine konkrete Frage zu stellen.

Das finde ich auch.

Ich schrieb in Beitrag # 5
(30-06-2019, 16:18)Sinai schrieb: Beitrag # 1
(30-06-2019, 08:54)mse schrieb: Vielleicht kennt sich hier ja jemand soweit mit den jüdischen Werken soweit aus dass er mir die Frage beantworten könnte ob es dort ein inhaltliches Pendant zu Markus 11,24 gibt.


Meinst Du diesen Satz:
"Darum sage ich euch: Alles, worum ihr betet und bittet - glaubt nur, dass ihr es schon erhalten habt, dann wird es euch zuteil."
Mk 11,24 (Einheitsübersetzung)

Meinst Du mit "den jüdischen Werken" den Tanach (AT) oder den Talmud oder was ?

Wie kommst Du zu dieser Frage? Hast Du irgend eine Vermutung die Du nun verifizieren oder falsifizieren willst? Dann nenne bitte Deine Vermutung

Oder ist das ein zufällig aus dem NT herausgegriffener Satz ?

( . . . )


Ich denke, da kommt nichts mehr und wir können die Frage vergessen
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#19
Wir können uns ja mal überlegen, was ein "unerschütterlicher Glaube" an das Wirken des Gebets in uns und um uns herum verändern kann - und vor allem was nicht.
Ich denke, dass im Beten - auch Meditieren - viel Kraft steckt, uns und unsere Gesellschaft zu verändern

(Ich persönlich habe erhebliche Zweifel daran, dass sich Berge erheben und ins Meer springen, nur weil wir Gott darum bitten. Wenn man "Berge" allerdings als Metapher sieht, Probleme mit gesellschaftlichen Strukturen zu lösen, dann gewinnt die Aussage Jesu sehr wohl an Bedeutung!)
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#20
(07-07-2019, 20:30)Ekkard schrieb: Wenn man "Berge" allerdings als Metapher sieht, Probleme mit gesellschaftlichen Strukturen zu lösen, dann gewinnt die Aussage Jesu sehr wohl an Bedeutung!)

Ja..  wenn nur es immer so glatt laufen würde. Wenn alle immer wüssten was sie mit ihren Gebeten erreichen wollen, dann wäre ich jetzt einfach mal still.
In gesellschaftlichen Strukturen verselbstständigen sich die Entwicklungen sehr oft und die Berge landen gar nicht so selten ganz wo anderes, als man es erwartet hätte.
Ein User hat hier im Forum mal gemeint, dass im Schützengraben selbst Atheisten zu beten anfangen.

Gebete haben noch nie eine Krieg beendet aber schon so manchen ausgelöst.

Als Kain seinen Bruder erschlug, weil er mit seiner Anerkennung nicht zufrieden war, die ihm Gott für seine Gebete zuteil werden lies.. ist damals auch alles aus dem Ruder gelaufen.
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#21
Dem ist zuzustimmen. Eigentlich zeigt schon der neutestamentliche Text die Folge von dümmlichen Wünschen. Idiotische Wünsche (Gebete) der großen Masse werden höchst unerwünschte Folgen (Berge) haben. Aber dann ist es zu spät.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#22
Zu den Bergen in der Prophetie des Tanach:

"Before him went the pestilence, and burning coals went forth at his feet. He stood, and measured the earth: he beheld, and drove asunder the nations; and the everlasting mountains were scattered" Habakuk 3:5 f King James Version
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#23
(09-07-2019, 00:29)Sinai schrieb: Zu den Bergen in der Prophetie des Tanach:

Ach Sinai.. Propheten sind doch der allergrößte Betrugsfall der Menschheitsgeschichte. Schwarm-Dummheit ist immer die Folge von unkritischer Leichtgläubigkeit gepaart mit ideologischem Narzissmus. Die "Profeten" der AFD, die vor einer Überfremdung und Islamisierung Deutschlands warnen, ja sogar ein Aussterben der "Deutschen Rasse" in naher Zukunft erwarten.. sie alle berufen sich auf Markus 11,24.

Und wer mahnt ständig zur unkritischen Leichtgläubigkeit? Ist es nicht die Bibel, der Koran, der Tanach.... die den ideologischen Narzissmus (die allerschwerste Erbsünde) von einer Generation zur nächsten weiter vererben.. ?
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#24
Zitat:Als Kain seinen Bruder erschlug, weil er mit seiner Anerkennung nicht zufrieden war, die ihm Gott für seine Gebete zuteil werden lies.. ist damals auch alles aus dem Ruder gelaufen.
Es ist so gewesen, dass Gott das Opfer des Kains aufgrund dessen Hetzenzustandes nicht angenommen hat. Das heißt, die eigentliche Ursache für den Brüdermord - das Böse im Herzen, in der "Wesensmitte" - ging der Ablehnung des Opfers voraus.
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#25
Eigentlich ein bisschen unhoeflich, wenn sich ein Themenstarter dann gar nicht mehr meldet. Weils mich interessiert hab ich mal nachgesehen, Georg Steinberger hat da recht authentische Texte... 
In der Bibelstelle geht es um die Betonung eines Istzustands, der jetzt aber noch gar nicht da ist. D.h. es geht um Glaube (Glaube aber ist: Grundlage dessen, was man erhofft, ein Zutagetreten von Tatsachen, die man nicht sieht.)
In |Das Geheimnis eines siegreichen Lebens| unterscheidet Steinberger zwischen Kampf und Glaube. Der Christ will von der Suende frei werden, gewuenscht wird von ihm also, jetzt schon erloest zu sein, obwohl er es natuerlich noch nicht ist. Es macht nach ihm keinen Sinn, gegen die Suende zu kaempfen, man solle nicht staendig bitten und beten: Herr erloese mich von dieser und jener Suende. Sondern man solle glauben, dass (durch das Erloesungswerk Christi, durch Sein Liebesopfer, durch das Blut des Lammes, usw.) die Erloesung bereits erwirkt wurde. Im Paradox liegt in der Religion immer Wahrheit, und das meint Mk 11,24: einerseits sind wir alle ohne Zweifel Suender, aber eben gleichzeitig auch Ebenbilder Gottes, der Tempel Gottes, und Sein Geist wohnt in uns.

Steinberger erwaehnt dafuer auch Bsp aus dem AT: 
Joschafat, der aufruft so zu handeln, als ob man den Sieg schon in der Tasche haette (text)
Ebenso bei David gegen Goliat (text), und weiter: Heute wird dich der HERR mir ausliefern.
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#26
(03-08-2019, 12:18)eddyman schrieb: Eigentlich ein bisschen unhoeflich, wenn sich ein Themenstarter dann gar nicht mehr meldet. Weils mich interessiert hab ich mal nachgesehen, Georg Steinberger hat da recht authentische Texte... 
In der Bibelstelle geht es um die Betonung eines Istzustands, der jetzt aber noch gar nicht da ist. D.h. es geht um Glaube (Glaube aber ist: Grundlage dessen, was man erhofft, ein Zutagetreten von Tatsachen, die man nicht sieht.)
In |Das Geheimnis eines siegreichen Lebens| unterscheidet Steinberger zwischen Kampf und Glaube.
Ja freilich.. Wenn einem gelingt, andere Leute seinem eigenen Glaubensgott unter zu ordnen, ist das im Überlebenskampf um Ressourcen und Lebensraum ein erheblicher Vorteil für die eigenen Nachkommen. Überall dort auf der Welt, wo die Evangelien erfolgreich gepredigt wurden, leben "die Nachkommen der damaligen Zielpersonen" des Evangeliums... heute in Reservaten.
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#27
Steinberger redet über etwas innerliches, und deswegen habe ich ihn auch zitiert.
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#28
(08-08-2019, 11:06)eddyman schrieb: Steinberger redet über etwas innerliches, und deswegen habe ich ihn auch zitiert.
Ach so .... Nun ja.
Zitat:In der Bibelstelle geht es um die Betonung eines Istzustands, der jetzt aber noch gar nicht da ist.

Seltsame Innereien sind das.
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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