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Ist Islamunterricht in Deutscher Sprach und ...
#31
Gerhard schrieb:Mich würde interessieren, wieso Du im Besonderen gegen Islamischen Religionsunterricht an Deutschen Schulen bist, ich meine Gründe, die über die allgemeinen Gründe unter anderen Themen hinausgehen. Bin gespannt.
Hi,
also zuerst einmal bin ich gegen Religionsunterricht im allgemeinen, das inkludiert wohl automatisch alle Spezialfälle. Das heißt jetzt nicht, daß die Kinder nichts über Religionen lernen sollen, aber ein konfessionsgebundener Unterricht (und RU ist konfessionsgebunden in diesem Land), hat in einem laizistischen Staat nichts zu suchen. (Daß wir so einen Staat nicht haben, ist mir auch klar, das heißt ja nicht, daß man dafür nicht eintreten kann.)

Und jetzt zum Islam, und warum ich besondere Probleme damit und eventuellem Unterricht darin habe: Von mir aus kann jeder glauben, denken und tun, was er will, solange er mich damit in Ruhe läßt. Und letzteres tun genau die Religionen, die mit missionarischem Eifer ans Werk gehen, nicht. Christentum und Islam tun sich da ja besonders hervor. Der militante Expansionsdrang des Christentums hat ja zum Glück seit dem 18. Jhd dank des säkularen Humanismus deutlich nachgelassen, beim Islam ist davon momentan herzlich wenig zu sehen (s. Philippinen, Ägypten, Banda Atjeh, Afghanistan, Sudan, ...).

Unser Staat ist für alle da, korrigiere - sollte für alle da sein, deshalb haben Kreuze (cum et sine corpore), Halbmonde, Thorshämmer, Davidsterne, IPU-Symbole usw. nichts in staatlichen Einrichtungen inkl. Schulen zu suchen.
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#32
GermanHertetic schrieb:Unser Staat ist für alle da, korrigiere - sollte für alle da sein, deshalb haben Kreuze (cum et sine corpore), Halbmonde, Thorshämmer, Davidsterne, IPU-Symbole usw. nichts in staatlichen Einrichtungen inkl. Schulen zu suchen.

Was wäre daran so schlimm, wenn man alle im gegenseitigem Respekt zulassen würde? Könnte ich mir zumindest vorstellen.

(mit der Einschränkung, daß ich mir nichts unter IPU-Symbolen vorstellen kann!)
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#33
GermanHeretic schrieb:....deshalb haben Kreuze (cum et sine corpore), Halbmonde, Thorshämmer, Davidsterne, IPU-Symbole usw. nichts in staatlichen Einrichtungen inkl. Schulen zu suchen.
Was GermanHeretic hier fordert,
wird in Frankreich erfolgreich betrieben.

Ich halte es für konsequent.
Religiöse Symbole gehören nicht in eine staatliche Schule,
die zur Neutralität verpflichtet ist.
Solche Zeichen können die Religionen in ihren Gebäuden aufhängen oder von ihren Mitgliedern als Bekenntnis-Symbole tragen lassen.
In der Schule oder auch in Gerichtssälen haben sie nichts verloren.

Es werden ja auch keine Symbole der Gewerkschaften oder Parteien angebracht.

[Bild: 0,1886,2221777,00.jpg]
"Tradition ist die Weitergabe des Feuers, nicht die Anbetung der Asche!" (Gustav Mahler nach Thomas Morus)
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#34
Gerhard schrieb:Was wäre daran so schlimm, wenn man alle im gegenseitigem Respekt zulassen würde? Könnte ich mir zumindest vorstellen.
Weil man es niemals allen recht machen kann. Und weil sich einige Symbole bzw. das, wofür sie stehen, gegenseitig ausschließen. Wenn man ein auf dem Kopf stehendes Pentagramm aufhängt, ist das schwerlich mit einem Kruzifix im gegenseitigen Respekt kombinierbar.

Der Staat sollte in Religionsfragen neutral sein. Neutralität kann man nur wahren, wenn man sich komplett raushält.

Ganz pragmatisch: Ich stelle mir gerade eine Klassenzimmerwand mit 45.812 religiösen Symbolen vor. :cheesy:

Zitat:(mit der Einschränkung, daß ich mir nichts unter IPU-Symbolen vorstellen kann!)
Oh, das ist ein Atheistenwitz als Antwort auf die typische apologetische Aussage "Man kann nicht beweisen, daß Gott nicht existiert". Man kann nämlich auch nicht beweisen, daß das Unsichtbare Rosa Einhorn nicht existiert. IPU = invisible pink unicorn

[Bild: ipulogoblack_small.gif]
All praise the Unicorn!
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#35
Mandingo schrieb:Was GermanHeretic hier fordert,
wird in Frankreich erfolgreich betrieben.

Ich halte es für konsequent.
Religiöse Symbole gehören nicht in eine staatliche Schule,
die zur Neutralität verpflichtet ist.
Solche Zeichen können die Religionen in ihren Gebäuden aufhängen oder von ihren Mitgliedern als Bekenntnis-Symbole tragen lassen.
In der Schule oder auch in Gerichtssälen haben sie nichts verloren.

Es werden ja auch keine Symbole der Gewerkschaften oder Parteien angebracht.
Genau!

Außerdem kommt die Neutralität auch dem einzelnen Gläubigen zugute. Stell Dir vor, Du bist katholisch, und Deine Kinder werden von einem irren, verschwörungstheoretisierendem Fundi unterrichtet. Dann lernen sie dann so tolle Sachen wie Katholiken sind keine Christen, die RKK ist Satans Werkzeug, der Papst ist der Antichrist, der Kommunismus, der Islam und der Nationalsozialismus sind Erfindungen des Vatikans, usw. (siehe z.B. Alberto, auch wenn's ein Comic ist, die meinen das wirklich ernst).
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#36
Hm - ich würde denken dagegen bin ich (bzw. mein Kind) noch weniger gefeit,
wenn der RU privat von irgendwelchen religiösen Gemeinschaften organisiert
wird - wenn er im Rahmen der öffentlichen Schule stattfindet, gibt's zumindest
ein Mindestmaß an Kontrolle - in Wien werden die islamischen Religionsbücher
z.Z. kontrolliert, weil es da scheint's Probleme gegeben hat...

() qilin

P.S. Warum ist das IPU nicht beweisbar? Die Hohepriesterin höchstpersönlich
hat mir glaubhaft versichert, daß es ihr verläßlich jeden Tag erscheint -
allerdings in diesem Fall lila - aber das liegt wohl an der Unsichtbarkeit... :wink:
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#37
qilin schrieb:Hm - ich würde denken dagegen bin ich (bzw. mein Kind) noch weniger gefeit,
wenn der RU privat von irgendwelchen religiösen Gemeinschaften organisiert
wird - wenn er im Rahmen der öffentlichen Schule stattfindet, gibt's zumindest
ein Mindestmaß an Kontrolle - in Wien werden die islamischen Religionsbücher
z.Z. kontrolliert, weil es da scheint's Probleme gegeben hat...
Natürlich bist Du/Dein Kind gegen privaten RU gefeit. Brauchst ja nicht hingehen. Gegen öffentl. RU ist man wg. der Schulpflicht eben nicht gefeit.

Privat organisierten RU mit fanatisierendem Unterrichtsstoff kann ohnehin nicht verhindern, da nützt die beste Kontrolle an öffentl. Schulen nichts. Heißt, Mitglieder fanatischer Sekten/Kirchen/wasimmer werden ihre Kinder sowieso zum größten Teil selbst erziehen, öffentl. RU hin oder her.

Und das kann man wohl von Anhängern der Staatskirchen auch verlangen. Schließlich kann und darf es nicht Aufgabe eines säkularen Staates sein, für die religiöse Erziehung der Kinder zu sorgen. Die können sie zuhause oder in ihrem Tempel bekommen aber nicht in der Schule.

ich habe auch einen praktischen Grund gegen islam. RU: In diesem Land braucht man ja eine Grundgesetzänderung, um den RU komplett abzuschaffen. Gegen den islamischen RU kann man wenigstens verwaltungsrechtlich vorgehen und so verhindern, daß noch mehr RU angeboten wird und die Trennung von Staat und Kirche noch mehr aufgeweicht wird.
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#38
GermanHeretic schrieb:Natürlich bist Du/Dein Kind gegen privaten RU gefeit. Brauchst ja nicht hingehen.
Gegen öffentl. RU ist man wg. der Schulpflicht eben nicht gefeit.
Natürlich bist Du - brauchst Dein Kind nur abzumelden (bzw. es sich selbst -
in Österreich ab 14 möglich - problemlos).
Und das Nicht-hingehen ist für Anhänger einer Religion problematisch - auch
wenn sie nicht zur Fundamentalistenfraktion gehören. Natürlich kann ich sagen
"Kannst ja austreten!" - aber das trifft das Problem nicht.

() qilin
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#39
Zitat:Natürlich bist Du - brauchst Dein Kind nur abzumelden (bzw. es sich selbst - in Österreich ab 14 möglich - problemlos).
Das stimmt natürlich. Ist aber wieder mit, wenn auch sehr leichten, Schikanen verbunden.
Zitat:Und das Nicht-hingehen ist für Anhänger einer Religion problematisch - auch wenn sie nicht zur Fundamentalistenfraktion gehören. Natürlich kann ich sagen "Kannst ja austreten!" - aber das trifft das Problem nicht.
Kapier ich nicht. Was für ein Problem trifft das nicht?

Darüber hinaus stört mich übrigens, daß religiösen Organisationen ein Mitspracherecht eingeräumt wird bei einem staatl. durchgeführten und finanzierten Unterricht. Da wird das Neutralitätsgebot wieder verletzt.
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#40
Hallo allerseits,
also ich bin für einen Werte-und-Normen-Unterricht, dessen Schwerpunkt auf Humanismus, Demokratie und Menschenrechten liegen soll unter Einbeziehung des Grundgesetzes und der UN-Charta für Menschenrechte.
Religionen sollten nur kurz erklärt werden, wobei vor allem sichtbare Religiosität (Kreuz, Hijab, Gebetsfahne) und die jeweiligen Feiertage behandelt werden sollten.
Für diesen Unterricht braucht man dann auch keinen Pfarrer oder Imam, da die Religionen nur allgemein erklärt werden und keine Bibel- oder Koranlektüre dazu gehört.

Private Sonntags- oder Koranschulen sollten unter die staatliche Genehmigungspflicht fallen und sowohl Lehrer als auch Unterrichtsstoff auf Konformität mit dem Grundgesetz überprüft werden.
Das könnte durch unangemeldete Überprüfungsbesuche geschehen, in welchen auch die Schüler befragt werden.

Gruß Lhiannon
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#41
Hallo Lhiannon!

Wer sollte denn die von Dir vorgeschlagenen Überprüfungen vornehmen bei den privaten Sonntags- und Koranschulen?
Den Lehrern würde eine eventuelle Überprüfung auffallen und sie könnten ihre Tätigkeiten dementsprechend anpassen.
SchülerInnen könnten "geimpft" werden, die "richtigen" Antworten zu geben.

Wenn ich richtig informiert bin gibt es bereits solchen privaten Schulen.

LG Gerhard
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#42
Lhiannon schrieb:Hallo allerseits,
also ich bin für einen Werte-und-Normen-Unterricht, dessen Schwerpunkt auf Humanismus, Demokratie und Menschenrechten liegen soll unter Einbeziehung des Grundgesetzes und der UN-Charta für Menschenrechte.
Religionen sollten nur kurz erklärt werden, wobei vor allem sichtbare Religiosität (Kreuz, Hijab, Gebetsfahne) und die jeweiligen Feiertage behandelt werden sollten.
Für diesen Unterricht braucht man dann auch keinen Pfarrer oder Imam, da die Religionen nur allgemein erklärt werden und keine Bibel- oder Koranlektüre dazu gehört.

Das halte ich für eine gute Idee, wenn da auch noch Platz für Polytheismus ist.

Lhiannon schrieb:Private Sonntags- oder Koranschulen sollten unter die staatliche Genehmigungspflicht fallen und sowohl Lehrer als auch Unterrichtsstoff auf Konformität mit dem Grundgesetz überprüft werden.
Das könnte durch unangemeldete Überprüfungsbesuche geschehen, in welchen auch die Schüler befragt werden.

Gruß Lhiannon

Das wird wohl nicht durchführbar sein. Allein der Verwaltungsaufwand und die Kosten wären enorm.
Außerdem brauchts in Deutschland immer tausende von Verordnungen und Bestimmungen und Ausnahmen und Sonderegelungen ... da werden die nie zu einer Überprüfung kommen - eher wird aus Bush eine Mutter Theresa!

Selene
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#43
Hallo allerseits,
natürlich ist der Aufwand der Kontrolle enorm. Doch ich halte es angesichts der in Deutschland und auch Europa entstehenden Parallelgesellschaften für geboten. Unübertroffen ist jedoch die Aufmerksamkeit jedes einzelnen. Es liegt an uns Sonntagsschülern und Koranschulbesuchern dem menschenverachtenden und imperialen Treiben mancher Lehrer ein Ende zu machen. Allerdings sehe ich dafür schwarz. Nicht einmal hier im Interreligionsboard wird auf menschenverachtende Postings reagiert. Ich wage mir garnicht vorzustellen, wie religiöse Imperialisten und Frauenverachter mit ihren Schriften die Menschen belügen und verblenden. Dieser Trend ist am stärksten bei Evangelikalen und orthodoxen Muslimen zu beobachten.

Wenn wir nicht gegensteuern, ist die Freiheit des Einzelnen in Gefahr.

Ich fände einen generellen Politik- und/oder auch Sprachunterricht für Schulkinder und migrierte Erwachsene beiderlei Geschlechts gut.
Wir dürfen den faschistischen religiösen Lehrern nicht das Feld überlassen, dürfen nicht dulden, dass sie den Menschen ein verzerrtes und oft auch verlogenes Bild der westl. Gesellschaft vermitteln. Viele Menschen trauen nur den Mitgliedern der eigenen Religion und werden so nicht selten zu Opfern von politischen Rattenfängern.

Lhiannon
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#44
Lhiannon schrieb:Ich fände einen generellen Politik- und/oder auch Sprachunterricht für Schulkinder und migrierte
Erwachsene beiderlei Geschlechts gut.
Wir dürfen den faschistischen religiösen Lehrern nicht das Feld überlassen, dürfen nicht dulden,
dass sie den Menschen ein verzerrtes und oft auch verlogenes Bild der westl. Gesellschaft vermitteln.
Viele Menschen trauen nur den Mitgliedern der eigenen Religion und werden so nicht selten zu
Opfern von politischen Rattenfängern.
Das sehe ich durchaus ähnlich - wir können - auf demokratischer Basis - Parallelgesellschaften
nicht verhindern, aber wir können weitgehend verhindern, daß diese ihre Mitglieder erfolgreich
gegen eine mögliche Aufklärung abschotten. Ich denke wir haben das Recht, das demokratische
Gesellschaftsmodell denen nahezubringen, die sich nicht aus freiem, selbständigen Entschluß
dagegen
entscheiden.
Wir können private 'Sonntagsschulen' nicht verhindern, aber wir können sie durch einen
Regelunterricht an öffentlichen Schulen auf die fundamentalistische Klientel beschränken,
die sie tatsächlich haben will.

() qilin
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#45
An der Uni Münster ist inzwischen die erste Professur für die Lehrerausbildung für den Islamunterricht eingerichtet worden:

Der Lehrer der Lehrer
Muhammad Kalisch bildet in Münster Studenten aus, die in Zukunft in Schulen Kindern und Jugendlichen Islamunterricht geben sollen

MÜNSTER, im Dezember. Wenn es um Worte geht, kann Muhammad Kalisch richtig kleinlich sein.
Er diskutiert über die Bedeutung bloßer Silben und widmet sich dem Zusammenspiel von Umlauten und Vokalen mit einer Ernsthaftigkeit wie andere Kollegen dem Thema Krieg und Frieden.
Die genaueste Lektüre des Korans ist für ihn wichtiger Bestandteil seines Glaubens.
Muhammad Kalisch ist Professor für Islamische Religionswissenschaft und Leiter des Centrums für religiöse Studien der Uni Münster.
In dieser Rolle ist er umstritten: Seine Kontakte zu fundamentalistischen Gruppen rücken ihn in die Nähe von Extremisten, andererseits ist er Hoffnungsträger eines Pilotprojektes der nordrhein-westfälischen Regierung. In vier Jahren sollen bei Kalisch die ersten Studenten einen neuen Aufbaustudiengang für Islamunterricht abschließen. Das Land spricht von einem Integrationsprojekt.

Der 38-Jährige, ehemals Privatdozent in Hamburg, erläutert seinen Studenten die verschiedenen Lesarten des Korans: afrikanische, iranische und türkische Lehrmeinungen. Und er hinterfragt die Unumstößlichkeit, nach der sie manche Gelehrte seit 1400 Jahren auslegen. Etwa, ob es noch zeitgemäß ist, dass Männer das Doppelte von dem erben, was Frauen bekommen: "Heute empfinden wir das als ungerecht, damals aber war der Mann alleiniger wirtschaftlicher Versorger und die Ehefrauen waren automatisch versorgt."

"Aufgeschlossen und tolerant"
Kalischs Lehrstuhl soll für die nordrhein-westfälische Landesregierung die Gewähr bieten, dass muslimischen Schülern keine Inhalte vermittelt werden, die nicht mit der Werteordnung des Grundgesetzes vereinbar sind.
Kalischs Studenten sollen nach ihrem Abschluss unter staatlicher Schulaufsicht muslimische Kinder unterrichten -
so wie evangelische oder katholische Schüler seit langem in den Schulen unterrichtet werden.

Mittwochs zwischen elf und eins geht es im Hörsaal zwei des Fürstenberghauses in Münster um Islamische Rechtsmethodik. Gut dreißig Studenten sind zur Vorlesung von Muhammad Kalisch gekommen. Er spricht schnell und streut immer wieder arabische Begriffe ein. Verständnisschwierigkeiten dürfte es deshalb keine geben. Die meisten seiner Zuhörer sind Fortgeschrittene: interessierte Muslime oder Islamwissenschaftler, die den Koran in der Originalsprache lesen. Zwei, drei der Studentinnen tragen Kopftücher. Sie fallen in dieser Veranstaltung aber auch nicht mehr auf als die Studentin mit den pink gefärbten Haaren unter der lila Schirmmütze. "Er ist aufgeschlossen und tolerant", sagt ein Palästinenser über seinen Professor....

Die Vorwürfe extremistischer Einflussnahme auf seine Arbeit bringen Kalisch manchmal in die Defensive. Gleichwohl kann er sich gegen solche Anschuldigungen durch geschickte Wahl seiner Worte wehren, sehr gut sogar, das hat er in seinem früheren Beruf als Rechtsanwalt gelernt.
Kalisch macht auch wortreich klar, warum Frauen sich naturgemäß um Haus und Nachwuchs zu kümmern haben: "Wenn beide Elternteile Vollzeit arbeiten, lässt sich dies mit ihrem Erziehungsauftrag nicht vernünftig vereinbaren.

Außerdem: Auch wenn ich einen guten Draht zu meinen Kindern habe, meine Frau hat einfach einen besseren."
Er kann aber auch genauso schnell erklären, warum sich die Landesregierung über die Ausrichtung seiner Lehre keine Sorgen zu machen brauche.
"Sie können davon ausgehen, dass für den ersten Lehrstuhl dieser Art keine blauäugige Wahl getroffen wurde."
Den Eindruck eines Dogmatikers will Muhammad Kalisch vermeiden, den eines selbstbewussten Lehrers ganz sicher nicht.

Vollständiger Text:
http://www.berlinonline.de/berliner-zeit...unkt/0011/
"Tradition ist die Weitergabe des Feuers, nicht die Anbetung der Asche!" (Gustav Mahler nach Thomas Morus)
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