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Wo kommen Religionen her?
#31
(06-06-2019, 22:43)Geobacter schrieb: Kein Sorge, daVinnci..
Ekkard spiel den Ball schon richtig. Wir haben ja schließlich auch gar einige ziemlichen Probleme auf der Welt.... mit dieser "Wahrheit". Oder gerade wegen ihr.

Da gibts einfach zu viele die meinen sie müssten, bzw. könnten anderen  mit dieser Wahrheit ihren Willen aufzwingen.
Mit dieser Wahrheit lässt sich viel Mist  rechtfertigen..

Keine Sorge Geobacter, ich habe hier keine Sorge! Icon_razz

Ob jemand den "Ball" richtig oder falsch spielt, liegt an der "Vereinsbrille" des Betrachters.

PS: Sprechen Sie von der religiösen "Wahrheit"?
"Was ich von mir gebe kann potentiell falsch, aber auch potentiell richtig sein" 
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#32
Gutes Stichwort: Religiöse Wahrheit.
Dazu gilt folgende Überlegung: Wenn eine Glaubensaussage wahr ist, muss man diese prüfen können. Dazu braucht man ein Verfahren, eine Art Rezeptur, die Aussage mit den Prinzipien der Religion zu vergleichen. Diese Rezeptur wäre aber zugleich die für alle Religionen gültige Grundlage, nennen wir sie: Überreligion.
Warum habe dann nicht alle Menschen diese als ihre Religion?

Also hat man die Wahl ...
entweder
- es gibt eine Überreligion, dann brauchen wir keine anderen und können die Wahrheit immer feststellen, dann sind
- die Religionen unvollständig, gar unvollkommen und enthalten nur situationsbezogene Wahrheiten; oder
- eine Überreligion gibt es nicht, und wir werden keine Gewissheit erlangen; oder
- es gibt keine religiösen Wahrheiten; oder
- alles trifft zu und wir stochern im Nebel menschlicher Ideologien aus Wahrem und Falschem.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#33
(11-06-2019, 22:04)Ekkard schrieb: Gutes Stichwort: Religiöse Wahrheit.
Dazu gilt folgende Überlegung: Wenn eine Glaubensaussage wahr ist, muss man diese prüfen können. Dazu braucht man ein Verfahren, eine Art Rezeptur, die Aussage mit den Prinzipien der Religion zu vergleichen. Diese Rezeptur wäre aber zugleich die für alle Religionen gültige Grundlage, nennen wir sie: Überreligion.
Warum habe dann nicht alle Menschen diese als ihre Religion?

Also hat man die Wahl ...
entweder
- es gibt eine Überreligion, dann brauchen wir keine anderen und können die Wahrheit immer feststellen, dann sind
- die Religionen unvollständig, gar unvollkommen und enthalten nur situationsbezogene Wahrheiten; oder
- eine Überreligion gibt es nicht, und wir werden keine Gewissheit erlangen; oder
- es gibt keine religiösen Wahrheiten; oder
- alles trifft zu und wir stochern im Nebel menschlicher Ideologien aus Wahrem und Falschem.

- oder die "Überreligion" ist die vollkommene Schöpfung in ihrer Gesetzmäßigkeit und die ach so Gläubigen glauben lieber, weil einfacher, als die Wahrheit zu suchen.
"Was ich von mir gebe kann potentiell falsch, aber auch potentiell richtig sein" 
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#34
(11-06-2019, 22:04)Ekkard schrieb: wir stochern im Nebel menschlicher Ideologien aus Wahrem und Falschem


Dies dürfte die wahre Situation sein.
Seit mehr als 1900 Jahren versuchen Christen fieberhaft, den Filz aus Wahrem und Falschem zu trennen. Schon die vielen Briefe des NT zeugen von dieser Orientierungslosigkeit. Kirchenväter, Konzile, Glaubensspaltung (Rom-Konstantinopel), Päpste und Gegenpäpste

Das Evangelium ist in griechischer Sprache geschrieben und enthält unpassende Begriffe wie Hades

Es war schon immer und ist sehr schwierig, in diesem Nebel Christ zu sein

Bereits die Frage der Heidenmission verursachte den Aposteln eine Diskussion und die vielen Konzile seither zeugen von einer schwierigen Religion
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#35
Georg Wilhelm Friedrich Hegel definiert Religion: "Religion ist das Selbstbewusstsein Gottes." Demzufolge gibt es in Wahrheit nur eine Religion, die so umfassend ist, wie das Selbstbewusstsein Gottes. Raimund Fellner
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#36
Zitat:Es war schon immer und ist sehr schwierig, in diesem Nebel Christ zu sein

Sinai, für wen?
"Was ich von mir gebe kann potentiell falsch, aber auch potentiell richtig sein" 
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#37
(12-06-2019, 02:18)raimund-fellner schrieb: Georg Wilhelm Friedrich Hegel definiert Religion: "Religion ist das Selbstbewusstsein Gottes." Demzufolge gibt es in Wahrheit nur eine Religion, die so umfassend ist, wie das Selbstbewusstsein Gottes. Raimund Fellner

In Wahrheit gibt es keine Religion die zur Wahrheit führt!

Und wenn Herr Hegel vom "Selbstbewusstsein" GOTTES faselt, Icon_rolleyes  dann glaub ich dem doch alles!
"Was ich von mir gebe kann potentiell falsch, aber auch potentiell richtig sein" 
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#38
(12-06-2019, 02:18)raimund-fellner schrieb: Georg Wilhelm Friedrich Hegel definiert Religion: "Religion ist das Selbstbewusstsein Gottes." Demzufolge gibt es in Wahrheit nur eine Religion, die so umfassend ist, wie das Selbstbewusstsein Gottes.


Nach Hegels Tod kam es zu einer Aufspaltung in Rechtshegelianer und Linkshegelianer (Karl Marx)

Ausführlich hier:
"Nach Hegels Tod kam es zu einer Aufspaltung seiner Anhänger in eine „rechte“ und eine „linke“ Gruppierung. Die Rechts- oder Althegelianer wie Eduard Gans und Karl Rosenkranz verfolgten einen konservativen Interpretationsansatz im Sinne eines „preußischen Staatsphilosophen“, zu dem Hegel im Vormärz erklärt worden war, während die Links- oder Junghegelianer wie Ludwig Feuerbach oder Karl Marx einen progressiven gesellschaftskritischen Ansatz aus der Philosophie Hegels ableiteten und weiterentwickelten. Insbesondere Karl Marx wurde durch Hegels Philosophie geprägt, die ihm durch die Vorlesungen Eduard Gans’ bekannt wurde. Hegels Philosophie wurde daher einer der zentralen Ausgangspunkte für den Dialektischen Materialismus, der zum Wissenschaftlichen Sozialismus führte."
Georg Wilhelm Friedrich Hegel - Wikipedia

Ich denke daher, daß die Einbeziehung eines Ausspruchs Hegels in eine Diskussion zum Thema "Wo kommen Religionen her?" gar nicht so unproblematisch ist, wie man beim Lesen des berühmten Namens "Hegel" erwarten würde. Da kommt eine Grundsatzdiskussion zum Thema "Rechtshegelianer-Linkshegelianer" die den Rahmen jeder Diskussion sprengt.
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#39
(12-06-2019, 10:45)daVinnci schrieb:
Zitat:Es war schon immer und ist sehr schwierig, in diesem Nebel Christ zu sein

Sinai, für wen?

Für wen nicht ?
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#40
(12-06-2019, 11:53)Sinai schrieb:
(12-06-2019, 10:45)daVinnci schrieb:
Zitat:Es war schon immer und ist sehr schwierig, in diesem Nebel Christ zu sein

Sinai, für wen?

Für wen nicht ?

Alles gut Sinai, alles gut. Heart
"Was ich von mir gebe kann potentiell falsch, aber auch potentiell richtig sein" 
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#41
(12-06-2019, 01:30)Sinai schrieb: Bereits die Frage der Heidenmission verursachte den Aposteln eine Diskussion und die vielen Konzile seither zeugen von einer schwierigen Religion


Von Anfang an war das Christentum in Richtungsfragen verwickelt. Es waren bedeutende Grundsatzfragen, wie etwa das Apostelkonzil zur Entscheidung der Frage der Heidenmission  
Siehe hier:
Apostelkonzil und Paulus :: bibelwissenschaft.de

Oder auch hier:
Apostelkonzil - Wikipedia

Auch die vielen späteren Konzile zeugen von vielen Richtungsdiskussionen die dann später um 1500 ihren theologischen Höhepunkt erreichten
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