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Dauerstreit um Zeitpunkt von Jesu Geburt
#46
(21-12-2018, 15:46)Sinai schrieb: - - -
Daß ein Komet oder dergleichen stehen blieb, ist ungewöhnlich aber wenn der Herr sogar Sonne und Mond anhalten kann, ist das kein biblischer Widerspruch
"Und die Sonne blieb stehen / und der Mond stand still" Jos 10,13 (Einheitsübersetzung)

Die Rotation der Erde verlangsamte sich. Das Ereignis war wie der Text sagt von starkem Steinhagel begleitet (Josua 10,11). Von einer überlangen Nacht auf der anderen Seite der Erde steht in den mexikanischen "Annalen von Cuauhtitlan" zu lesen.*)

*) Immanuel Velikovsky: Welten im Zusammenstoß. Frankfurt am Main 1978, S. 54.
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#47
Nun, die Erlaeuterungen von Harald Lesch zeigen uns lediglich, dass es 7 v.Chr. eine dreimalige Konkunktion von Jupiter und Saturn gegeben hatte, und die damalige astrologische Deutung der Komponenten. Was historisch nicht auffindbar ist, ist der Bezug zu Jesus. Dass Herodes in seinen letzten Jahren ausgesprochen paranoid war, irgendjemand aus seiner Familie koennte ihn vorzeitig gewaltsam beerben, wird uns berichtet; die "Kinder", die er umbrachte, waren seine eigenen, passenderweise uebrigens im Jahr 7 v.Chr. Die Kindermordgeschichte in der Form des Matthaeus-Evangeliums ist aus den Geburtslegenden des Augustus bekannt. Das sieht nach erzaehlerischer Verknuepfung eigentlich nicht zusammenhaengender Elemente aus.

Die Sache mit der Verlangsamung der Rotation der Erde ist natuerlich vollkommener Unsinn. Das ist physikalisch in einem so kurzen Zeitraum nicht moeglich, bzw. die Folgen eines solchen Schritts waeren masslos untertrieben. Ich weiss auch gar nicht, wozu das jetzt im Rahmen einer Konjunktion herausgekramt wird. Dass der Lauf der Planeten am Himmel sich scheinbar umkehrt, sollte doch jedermann mit wenigstens rudimentaeren Astronomiekenntnissen bekannt sein:
Hier z.B. die scheinbare Jupiterbahn am Himmel, wie man sie jaehrlich von der Erde aus beobachtet, inklusive scheinbarem Stillstand.
Hier die Erklaerung, warum das so aussieht, am Beispiel des Mars. Die beiden inneren Kreise sind die Bahnen von Erde und Mars mit korrekten Abstaenden zur Sonne. Der aeussere Kreis ist die Projektionsflaeche, der weit entfernte und scheinbar statische Sternenhimmel, in dem der Mars sich zu bewegen scheint.
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#48
Die temporäre Verlangsamung der Erdrotation war ebenso die Folge eines übernatürlichen Eingriffs wie das auch die im Nachbar-Thread diskutierte Vollintegration Europas sein wird.

Nur selten wird die Frage gestellt, woher die persischen Astronomen über die Bedeutung ihrer Beobachtung wussten. Persische Gelehrte haben mit Sicherheit die Vorhersagen über den kommenden Messias gekannt. Die eine oder andere Konjunktion hätte sie nicht die Mühe der langen Reise auf sich nehmen lassen. Im Gegensatz zu den Juden haben diese Astronomen in das richtige Sternbild geschaut.

Von gelegentlichen Störungen kosmischen Ursprungs wie der Einschlag des Meteors über der westsibirischen Stadt Tscheljabinsk am 15. Februar 2013 abgesehen, kam es in den vergangenen zweitausend Jahren zu keinen bekannten größeren Unruhen kosmischen Ursprungs. Daraus zu schließen, dass das auch in der Zeit zuvor so war, setzt den Glauben an die von den Naturalisten gelehrten Zeiträume voraus. Keineswegs allein die Annalen alter Völker wiedersprechen diesen Annahmen.
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#49
(18-02-2019, 17:45)konform schrieb: Die temporäre Verlangsamung der Erdrotation war ebenso die Folge eines übernatürlichen Eingriffs wie das auch die im Nachbar-Thread diskutierte Vollintegration Europas sein wird.

Oder beides sind halt fantasievolle Ausschmueckungen religoesen Denkens.

(18-02-2019, 17:45)konform schrieb: Nur selten wird die Frage gestellt, woher die persischen Astronomen über die Bedeutung ihrer Beobachtung wussten. Persische Gelehrte haben mit Sicherheit die Vorhersagen über den kommenden Messias gekannt. Die eine oder andere Konjunktion hätte sie nicht die Mühe der langen Reise auf sich nehmen lassen. Im Gegensatz zu den Juden haben diese Astronomen in das richtige Sternbild geschaut.

Ich dachte, Du hattest Harald Lesch bemueht? Eine grosse Astrologenschule gab es in Sippar, Babylonien, mit unter anderem auch juedischen Gelehrten. Er liefert uns auch gleich die Elemente: Jupiter als astrologisches Symbol des Koenigtums, Saturn fuer das Westland und fuer Israel, das Sternbild Fische fuer dieselben Elemente. Von einem Messias im biblischen Sinne ist hier natuerlich nicht die Rede, sondern der Ankuendigung eines bedeutenden Koenigs fuer Israel. Uebrigens war jeder Koenig ein "Messias".

(18-02-2019, 17:45)konform schrieb: Von gelegentlichen Störungen kosmischen Ursprungs wie der Einschlag des Meteors über der westsibirischen Stadt Tscheljabinsk am 15. Februar 2013 abgesehen, kam es in den vergangenen zweitausend Jahren zu keinen bekannten größeren Unruhen kosmischen Ursprungs. Daraus zu schließen, dass das auch in der Zeit zuvor so war, setzt den Glauben an die von den Naturalisten gelehrten Zeiträume voraus. Keineswegs allein die Annalen alter Völker wiedersprechen diesen Annahmen.

Die "Naturalisten" kennen hunderte oder gar tausende Ereignisse dieser Art, ja. Die Erde ist halt schon ziemlich alt und hat eine lange Geschichte hinter sich.
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#50
Ich denke man sollte vor einem Effekt warnen den ich in dem Spielfilm "wer den Wind säht"
erkennen konnte. Das kleben an jedem Buchstaben bei Bibeltexten ist ein Problem. Die Angaben
zum Stern von Betlehem stellen Beschreibungen dar welche aus der Retrospektive entstanden sind
und nicht aus der Position eines Beobachters.
Das soll heißen dass die Originalquellen hier nicht vorgelegen haben werden wie ich vermute.

Wenn es Angaben der Weisen aus dem Morgenland gegeben hätte welcher der Nachwelt erhalten
wären, so sind diese Überlieferungen sicherlich in der Nachbetrachtung viel präziser gewesen.

Schade das es keine abgleichungswürdigen
Alternativquellen gibt auf die man sich diesbezüglich beziehen kann. Das was Harald Lesch sagt
klingt für mich wenigstens halbwegs plausibel.
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#51
(18-02-2019, 17:57)Ulan schrieb:
(18-02-2019, 17:45)konform schrieb: Von gelegentlichen Störungen kosmischen Ursprungs wie der Einschlag des Meteors über der westsibirischen Stadt Tscheljabinsk am 15. Februar 2013 abgesehen, kam es in den vergangenen zweitausend Jahren zu keinen bekannten größeren Unruhen kosmischen Ursprungs. Daraus zu schließen, dass das auch in der Zeit zuvor so war, setzt den Glauben an die von den Naturalisten gelehrten Zeiträume voraus. Keineswegs allein die Annalen alter Völker wiedersprechen diesen Annahmen.

Die "Naturalisten" kennen hunderte oder gar tausende Ereignisse dieser Art, ja. Die Erde ist halt schon ziemlich alt und hat eine lange Geschichte hinter sich.

Das wohl bekanntest ist der behauptete Meteoriteneinschlag auf der Halbinsel Yucatán. Was von diesem nie stattgefundenen Einschlag alles abgeleitet wurde, ist ein bemerkenswerter Hinweis auf den Zustand der scientific community.
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#52
(18-02-2019, 19:04)konform schrieb: Das wohl bekanntest ist der behauptete Meteoriteneinschlag auf der Halbinsel Yucatán. Was von diesem nie stattgefundenen Einschlag alles abgeleitet wurde, ist ein bemerkenswerter Hinweis auf den Zustand der scientific community.

Und woher stammt jetzt Deine "Weisheit", dieser haette nie stattgefunden? Oh richtig, die Bibel erzaehlt davon nichts. Haha.

Der bekannteste Einschlagkrater in Deutschland ist natuerlich das Noerdlinger Ries, das von einem Einschlag vor 14,6 Millionen Jahren Zeugnis ablegt. Ansonsten erodieren Krater halt im Laufe der Jahrmillionen, weshalb die Erde nicht aussieht wie der Mond.
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#53
Nun sind wir bei den Meteoriten. Schuld ohne Sühne eine Doku in der ARD von heute zeigt doch ganz klar, dass Religion jahrzentelang innerhalb der Kirche nur mißbraucht wurde
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#54
(19-02-2019, 01:22)Karl_Toffel schrieb: Nun sind wir bei den Meteoriten.

Fuer einen Junge-Erde-Kreationisten wie konform ist das Leben voller Gefahren. Wenn alles, was auch nur erahnen laesst, dass die Erde aelter als 6000 Jahre ist, zur Gefahr fuer den eigenen Glauben wird, weil dann ein Detail in der Bibel nicht stimmt, muss halt alles schlechtgeredet werden. Heute sind halt mal wieder die Meteoriten dran.
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