Umfrage: Wie nah ist das Ende der Welt?
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Das Ende der Welt ist nah
40.00%
4 40.00%
Das Ende der Welt ist nicht nah
60.00%
6 60.00%
Gesamt 10 Stimme(n) 100%
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Wann wird die Welt untergehen/ wird sie es überhaupt?
Das war schon immer ein probates Mittel, wie bestimmte Organisationen ihre Mitglieder dazu bringen, das zu tun, was ihre Anfuehrer wollen. Wieviele Menschen sind jetzt seit 2000 Jahren auf die Nummer reingefallen?
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(26-05-2023, 12:27)Reklov schrieb: Das Jesu zugeschriebene Zitat, er sei gekommen, "um das Schwert zu bringen", wurde schon oft analysiert. Eine Aussage dazu geht dahin, dass es Jesus klar gewesen sein muss, dass seine neue Lehre eines "barmherzigen" Gottes sich nicht mit der Strenge des AT vereinen lässt und Streit in jede Familie bringen wird. Deswegen geriet der im Volk als beliebt geschilderte "Prediger" auch in die Schusslinie der damaligen Thora-Hüter, welche sich ihre mit Ansehen und Geld verbundene Vormachtstellung genauso wenig streitig machen lassen wollten, wie die heutigen relig. Führer im Iran. 
So war ihnen der "Messias", welcher die Massen mit seinen Worten unter freiem Himmel an sich binden konnte, mehr als ein Dorn im Auge, denn er gefährdete nicht nur die regelmäßigen Tempeleinnahmen, auf welche die jüd. Priester unbedingt angewiesen waren

hach ja... diesr geldgierigen juden aber auch schon wieder!

lieber reklov, das 19. jhdt hat angerufen: es will seinen antisemitismus wieder

*sarcasm off*
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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Nur weil hier Geld im Zusammenhang mit Leuten juedischen Glaubens erwaehnt wird, heisst das nicht, dass wir auf Antisemitismus schauen. Die Roemer duldeten diese Grosstempel, oft genug sogar in voelliger Selbstverwaltung, weil das eintraegliche Gelddruckmaschinen waren. Sie stellten einen enormen Wirschaftsfaktor in der damaligen Zeit dar. Dass es da knirschte, weil da auch mal gewisse Glaubensgrundsaetze ignoriert wurden, weil sonst der Geldfluss negativ betroffen worden waere, ist klar. Ich hatte ja schon oefter mal erwaehnt, dass dieser Vorfall mit Jesus und der Muenze im Tempel fuer mich ein wenig anders Sinn macht, weil das einzige im Tempel erlaubte Geld der tyrische Schekel war, eine Muenze mit dem Abbild des Gottes Baal-Melkart auf einer Seite, und die andere Seite trug das Abbild eines Adlers (das Symbol des Zeus). Da wurde aufgrund der Geldstabilitaet (der tyrische Schekel hatte einen gleichbleibenden Silberanteil) schlicht das Bilderverbot "vergessen", obwohl es draussen wegen Abbildungen, z.B. einem Adler, der einen Tempeleingang zierte, schon mal Aufstaende gab.

Wird die Welt wegen Geldgier "untergehen" ("Welt" im Sinne von "menschliche Zivilisation")?
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Der Zehent, den jeder erwachsene jüdische Mann von seinen Einnahmen an den Tempel zahlen mußte, war lächerlich gering.
10 % Steuern! Das war lachhaft wenig, davon können wir im heutigen Deutschland nur träumen Icon_cheesygrin
Wir zahlen heute 30 % Einkommenssteuer, 20 % Krankenkassa (ist ja auch eine Abgabe) und da bleibt dann nur mehr die Hälfte übrig.
Und von diesen 50 % zahlen wir ca 20 % Mehrwertsteuer (also vom Ganzen 40 %)
Dann noch Steuern auf Alkohol, Tabak, Getränkesteuer, Kirchensteuer und viele mehr

In Summe zahlen wir 80 % Steuern !
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(28-05-2023, 00:29)Ulan schrieb: Wird die Welt wegen Geldgier "untergehen" ("Welt" im Sinne von "menschliche Zivilisation")?

Interessante Frage. Das kann schon sein. Man denke an den berühmten Begriff des Josephspfennigs

"Josephspfennig
Das Gedankenexperiment vom Josephspfennig geht zurück auf den britischen Moralphilosophen, Geistlichen und Ökonomen Richard Price (1723–1791) und illustriert in der Zinsrechnung das im englischen Sprachraum als miracle of compound interest bekannte Wachstum eines über einen langen Zeitraum angelegten Vermögens durch Zinseszinsen.

Richard Price berechnete in seiner Schrift An Appeal to the Public on the Subject of National Debt im Jahr 1772 die schwer vorstellbaren Beträge, welche durch die Annahme von über lange Zeit gleichbleibendem schrittweise exponentiellen Wachstum aufgrund von Zinseszinseffekten rechnerisch erhalten werden, anhand eines zu Christi Geburt angelegten Pennys:

„Geld, das Zinseszinsen trägt, wächst anfangs langsam; da sich aber die Rate des Wachstums fortwährend beschleunigt*, wird sie nach einiger Zeit so rasch, daß sie jeder Einbildung spottet. Ein Penny, ausgeliehen bei der Geburt unsers Erlösers auf Zinseszinsen zu 5 %, würde schon jetzt zu einer größeren Summe herangewachsen sein, als enthalten wäre in 150 Millionen Erden, alle von gediegenem Gold. Aber ausgelegt auf einfache Zinsen, würde er in derselben Zeit nur angewachsen sein auf 7 sh. 4 ½ d.“
– Richard Price[1]"

[1] Richard Price: An appeal to the public, on the subject of the national debt. The McMaster Collection. Paper 70, 1772, S. 19 (hdl.handle.net PDF; 5,79 MB). Zitiert nach Karl Marx – Friedrich Engels – Werke. Band 25: Das Kapital. Bd. III, Fünfter Abschnitt. Dietz Verlag, Berlin/DDR 1983, S. 408 (mlwerke.de (Memento vom 15. Juni 2012 im Internet Archive))

*) Anm. von mir: Man sagt heute dazu exponentielles Wachstum

Marx zog daraus seine Zusammenbruchstheorie
Dass Gesellschaft, die Zinseszins gestattet ("Kapitalismus"), zyklisch (regelmäßig) zusammenbrechen muß.

Nun hatte Mitteleuropa um 1923 eine Rieseninflation, das Geld brach zusammen. Marx erlebte das nicht mehr
Ein Paar Schuhe "kostete" 1 Million Mark, bald darauf "kostete" ein Kilo Brot 1 Million Mark

Aber selbst wenn in zehn Jahren der Dollar zusammenbräche, wäre das nicht das Ende der menschlichen Zivilisation. Denn die Fabriken und Maschinen und Eisenbahnen und Bergwerke und Kraftwerke und Felder bleiben ja bestehen - dann wird eben eine neue Währung eingeführt und es heißt dann wieder "Reset" - zurück an den Start Icon_smile
Klar verlieren alle Sparer ihr Vermögen, aber es ist nicht das Ende der Zivilisation

Und es gibt auch andere Gefahren für die menschliche Zivilisation - die nicht im pekuniären Bereich liegen.
Der Zerfall der menschlichen Gesellschaft! Und da hilft keine neue Währung
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(28-05-2023, 18:47)Sinai schrieb: Der Zehent, den jeder erwachsene jüdische Mann von seinen Einnahmen an den Tempel zahlen mußte, war lächerlich gering.

Das war kein "Zehent", sondern ein halber tyrischer Schekel pro Person, egal ob reich oder arm. Da die Muenzen zu roemischer Zeit nur im Tempel benutzt wurden, gab es die Geldwechsler im Tempel. Der Tempel akzeptierte nur diese Muenze mit dem Abbild des Gottes Baal-Melkart (dem juedischen Beelzebub) und der Aufschrift "von Tyros, der heiligen Stadt und Asylstadt". Diese Steuer wird im Matthaeusevangelium in einer Geschichte erwaehnt, wo Petrus die Tempelsteuer fuer ihn und Jesus in einem Fisch findet

Wohlgemerkt, das war nur die Tempelsteuer, die alle Juden unabhaengig vom Wohnort zahlen mussten. Als Buerger des Klientelstaats Galilaea und Peraea waren Petrus und Jesus natuerlich dort steuerpflichtig.

Und ueber Deine Mathematik schweigen wir lieber.
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(28-05-2023, 19:35)Ulan schrieb: ein halber tyrischer Schekel pro Person . . .

Ich hörte einmal bei einem Vortrag im Radio, dass vor 2000 Jahren ein tyrischer Schekel etwa dem Lohn für drei Arbeitstage eines Arbeiters im Weingarten (Erntehelfers, Hilfsarbeiters) entsprach. Dann wäre ein halber tyrischer Schekel so viel wie 1,5 Arbeitstage eines Erntehelfers.
In heutiger Währung € wäre das 1,5 x 10 x 8 €
Somit ca. 120 Euro

Das ist nicht wenig, aber ein Vermögen ist es auch nicht.

(28-05-2023, 19:35)Ulan schrieb: . . . egal ob reich oder arm.

Aber auch heute zahlt der reiche Arzt dasselbe für eine Bahnkarte wie ein Hilfsarbeiter. Und das Brot und das Benzin bei der Tankstelle kostet auch für alle das selbe

Aber zum Unterschied zu früher zahlt der Hilfsarbeiter heute eine Flut an Steuern! Und 19 % Mehrwertsteuer zahlt auch der Bettler beim Einkauf. Ein Fünftel nimmt man ihm weg.
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Aber kehren wir zur interessanten Frage in Beitrag #333 zurück:
(28-05-2023, 00:29)Ulan schrieb: Wird die Welt wegen Geldgier "untergehen" ("Welt" im Sinne von "menschliche Zivilisation")?

Allein der weltweite Waffenhandel erreicht immer astronomischere Summen.
Und dass der euphemistische Werbespruch der Firma Mauser mit ihrer Selbstladepistole im Kaliber 9 mm Parabellum aus dem Jahre 1908
si vis pacem para bellum nicht den Krieg verhinderte, ist leider bekannt.

1912 faselte die internationale* Waffenindustrie davon, dass ein Krieg durch die neuen Waffensystemen und Eisenbahnen so verheerend wäre,
dass er zum Ende der menschlichen Zivilisation führen würde, und daher niemals ausbrechen würde . . .

Als der Krieg dann aber 1914 dennoch ausbrach und alsbald zum Weltkrieg wurde, zeigte sich die Hohlheit dieser Phrasen



*) Mauser exportierte sein berühmtes Mausergewehr in die ganze Welt, bis nach China, in die Türkei, nach Südamerika, nach Serbien . . . 
Und Winston Churchill führte im Burenkrieg die berühmte Mauserpistole C96
Der Zar bestellte Smith & Wesson Revolver aus den USA und Gewehre aus Lüttich (Belgien), dort in Lüttich fabrizierte auch der Waffenkonstrukteur Fabrikant John Moses Browning sein von ihm erfundenes Maschinengewehr für den Weltmarkt

Und die Transsib, die die Armeen aus Sibirien an die Front gegen Österreich-Ungarn und Deutschland führte, war französische Technologie
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(28-05-2023, 19:35)Ulan schrieb: Und ueber Deine Mathematik schweigen wir lieber.

Die Zinseszins Rechnung stammt nicht von mir, sondern von Richard Price 1772.
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Es ging um Deine 80% Steuern.

Wovon die Welt aber auch nicht untergehen wuerde.
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(28-05-2023, 00:29)Ulan schrieb: Nur weil hier Geld im Zusammenhang mit Leuten juedischen Glaubens erwaehnt wird, heisst das nicht, dass wir auf Antisemitismus schauen

naja... die andeutung, jesus wäre von den juden umgebracht worden, weil er ihnen ans geld wollte, hat halt schon ein "gschmäckle"
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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(28-05-2023, 18:47)Sinai schrieb: Der Zehent, den jeder erwachsene jüdische Mann von seinen Einnahmen an den Tempel zahlen mußte, war lächerlich gering.
10 % Steuern! Das war lachhaft wenig, davon können wir im heutigen Deutschland nur träumen Icon_cheesygrin
Wir zahlen heute 30 % Einkommenssteuer, 20 % Krankenkassa (ist ja auch eine Abgabe) und da bleibt dann nur mehr die Hälfte übrig.
Und von diesen 50 % zahlen wir ca 20 % Mehrwertsteuer (also vom Ganzen 40 %)
Dann noch Steuern auf Alkohol, Tabak, Getränkesteuer, Kirchensteuer und viele mehr

In Summe zahlen wir 80 % Steuern !

welches arme schwein hat denn versucht, dir rechnen beizubringen?
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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(28-05-2023, 21:05)Sinai schrieb: Aber auch heute zahlt der reiche Arzt dasselbe für eine Bahnkarte wie ein Hilfsarbeiter. Und das Brot und das Benzin bei der Tankstelle kostet auch für alle das selbe

Aber zum Unterschied zu früher zahlt der Hilfsarbeiter heute eine Flut an Steuern!

der hilfsarbeiter zahlt sehr viel weniger steuern als der reiche arzt
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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Beitrag #310
(25-05-2023, 09:46)Ulan schrieb: Die Endzeit wurde in eine unbestimmte Zukunft verlegt, meist mit dem Verstaendnis, dass diese Zukunft fuer die jeweils gerade Lebenden eher uninteressant und nicht lebensbestimmend war.

Die jeweiligen "Erklaerungen" waren dann oft kontraproduktiv, wenn sie sich als falsch herausstellten. Man denke an die These von der Kirche als Stellvertreter Gottes auf Erden, mit dem Zusatz, dass sie ja die Vorhersage Jesu erfuellt haette und dieses unser Leben jetzt Gottes Reich auf Erden sei, also das versprochene Paradies. Als dann nach tausend Jahren das Endgericht ausblieb, mussten die Erklaerungen halt noch etwas schwurbeliger werden, was die meisten Leute dann nicht mehr interessierte. Die Endzeit kam so eher aus dem Blick.

Ja, das stimmt. Das Christentum machte mehrere Phasen durch.
1. Die Zeit in der noch Apostel lebten und mäßigend wirkten und daran erinnerten, dass Jesus zu Pontius Pilatus gesagt hatte, dass sein Reich nicht von dieser Welt ist, und dass Jesus gesagt hatte: "Wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin." Mt 5,39 und dass Jesus die Feindesliebe forderte.

2. Dann folgte eine wirre Zeit. Der Tempel wurde im Jahre 70 zerstört und die Stimmung in Jerusalem und im ganzen Land wurde aggressiv. Um 95 oder 96 kam dann die Geheime Offenbarung, wo ein Blutvergießen angekündigt wurde. Diejenigen Christenversammlungen, die dies wollten, wurden Endzeitlich

Aber das Christentum war damals im Untergrund und daher nicht uniform. Viele zersplitterte Sekten existieren im Untergrund und es gab viele gegensätzliche Lehrmeinungen. Von gewaltablehnend mit der Feindesliebe bis zu gewaltverherrlichend mit der Hoffnung auf den Weltuntergang in irgend einer Form

3. Als dann das Christentum zur Staatsreligion wurde, waren diese Endzeit Gedanken nicht mehr erwünscht.

4. Als dann - worauf Du hingewiesen hast - im Jahre 1000 das mit Grausen erwartete Endgericht ausblieb (Menschen warfen in Panik in der Silvesternacht 999 / 1000 ihren Goldschuck aus dem Fenster), kam die nächste Phase
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Du ignorierst mal wieder, dass Jesus die Endzeit, also den Krieg mit himmlischen Truppen, noch zu Lebzeiten seiner Zuhoerer angekuendigt hat, weshalb diese ja auch jederzeit wachsam sein sollten, weil es sie jeden Tag treffen koennte. Auf dem Auge bist Du blind.
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