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Schon einmal Koran Sure 3 Nr. 100 gelesen?
#16
(31-12-2017, 14:58)Rudi schrieb: Ich denke, dass das mit dem Vers 100 der 3. Sure verstanden wurde. "Die Leute der Schrift" sind im Koran immer die Juden und Christen, soviel sollte man mindestens wissen wenn man den Koran kritisieren will.

zumal die Suren ursprünglich nicht schriftlich weitergegeben wurden, sondern von Mohammeds Gefährten mündlich überliefert und wohl auch erst später mal von jemandem dann nach Gutdünken nummeriert...
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" der ihn dafür zu einem Auserwählten machte.
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#17
Ich habe leider nicht immer die Zeit gleich zu antworten. Es gibt da ein paar Dinge die haben meines Erachtens erst einmal weniger mit Glauben und Religion, als viel mehr mit Textverständnis und Logik zu tun. Wenn man diese Schriften unbedarft liest, dass heißt ohne religiöse Vorbelastung irgend einer Art, dann kommt doch etwas gänzlich anderes heraus als immer wieder von religiösen Strömungen propagiert wird. 

Diese Schriften mit ihrem Inhalt sind nun mal da und bilden die Glaubensgrundlage nicht weniger Menschen, welche ihre Verhaltensweisen maßgeblich von diesen ableiten. Da gilt es doch das Beste daraus zu machen. (Meine Meinung) 

Tatsache ist und das ist keineswegs eine persönliche Meinung um irgend eine Art von Religion zu verunglimpfen, das die Thora in 5  Mose, Kap. 18 auf Jesus Christus als das Wort Gottes verweist. Nicht nur das die Thora einfach so auf diesen verweist, sie erklärt unter anderem auch, dass dessen Wort Gültigkeit besitzt, da es sich gemäß den Schriften um das Wort Gottes handelt, um welchen es ja in diesen Überlieferungen schließlich geht. Der Koran trifft im Übrigen die gleiche Aussage, indem er dem Leser offenbart, dass Jesus mit den klaren Beweisen kam, vgl. Sure 2 Nr. 253 (Und Wir gaben Jesus, dem Sohn der Maria, klare Beweise und stärkten ihn mit dem Geist der Heiligkeit). 

Dieser in der Schrift beschriebene Jesus trifft allerdings eine Aussage, die religiöse Menschen weltweit irritiert. Der goldene Weg sollte auf einmal das friedvolle, gemeinsame Miteinander und nicht mehr das Einhalten von tausend verschiedenartiger Gesetzmäßigkeiten sein. Ein offensichtlicher Widerspruch für die religiöse Gemeinde.
 
Wären die Überlieferungen Rechtsnormen in unserem bekannten sinn, so hätte sich die Frage nach irgend welchen Verhaltensweisen gleich erübrigt, denn die eine Schrift verweist auf die andere Schrift mit dem Verweis der übergeordneten Gültigkeit. 

In den Schriften, hier speziell die Thora und die Evangelien findet man tatsächlich völlig verschiedenartige Aussagen. Genau diese verschiedenartige Aussagen findet man auch im Koran. Dies liegt darin begründet, dass dieser gemäß Sure 3 Nr. 3 bestätigend der Thora und des Evangelium gesandt wurde. Hier findet man also folglich Aussagen beider Vorgängerschriften, welche allerdings vollkommen verschiedene Aussagen treffen. 

Es ist also vollkommen logisch, wenn der Koran auf der einen Seite das Essen von Schweinefleisch verbietet (Thora, 3 Mose, Kap. 11 Nr. 7) und auf der anderen Seite beschreibt, dass wenn jemand GUTES tut (Evangelium) dieses ihm nicht als Sünde gilt Sure 5 Nr. 93. 
Wenn der Koran auf der einen Seite erzählt, dass der Verzicht auf Essen vorgeschrieben ist Sure 2 Nr. 183 und 184, ein Gutes Werk vollbringen jedoch dem Fastenden gegenüber bessergestellt ist Sure 2 Nr. 184. 

Dieses zieht sich durch das gesamte Buch, welches von seinem Wesen her aus verschiedenartigen Aussagen der Vorgängerschriften (Thora + Evangelium) besteht. Ein Imam sollte also folglich seinen Gläubigen erklären, dass Gutes zu tun um ein vielfaches besser ist, als stumpfsinnig irgend welchen Gesetzmäßigkeiten zu folgen. 

Der Koran beschreibt also das was ein neutraler Leser auch bestätigen könnte, nämlich das geschichtlich betrachtet Jesus Christus mit seinem Evangelium (Liebet euch untereinander) die Thora (angekündigtes Wort Gottes) erfüllt, vgl. Sure 5 Nr. 46. und das in seiner getroffenen Aussage (Liebet euch untereinander) die Führung und das Licht und nicht in den gegenteiligen Verhaltensweisen wie (steinigt den, tötet diesen oder jenen) besteht.
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#18
(31-12-2017, 16:35)Ulan schrieb:
(31-12-2017, 14:58)Rudi schrieb:
(30-12-2017, 19:14)Urmilsch schrieb: ...bei meinen Übersetzungen steht da...
Bei der Bubenheim-Übersetzung** findet man das:
"Es lastet keine Sünde auf denjenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun, hinsichtlich   dessen,   was   sie   (bisher)   verzehrt   haben,   wenn   sie   (fortan) gottesfürchtig sind   ..."
Das ist Vergangenheit. Und so ist es auch logisch.
**http://www.way-to-allah.com/dokument/De_edle_Quran.pdf

Wobei man feststellen muss, dass das, was die Bubenheim-Uebersetzung hier zur Vergangenheit macht, neben dem Perfekt vom Uebersetzer selbst eingefuegt wurde (die Begriffe in Klammern). Der Text selbst lautet in der Paret-Uebersetzung, die wohl immer noch als Standardwerk gilt, weil sie sich um Exaktheit bemueht:

"Fuer diejenigen, die glauben und tun, was recht ist, ist es keine Suende, (irgend) etwas (an Speise) zu sich zu nehmen, solange sie gottesfuerchtig und glaeubig sind und tun, was recht ist..."

Ich kenne mich in semitischen Sprachen nicht aus (da koennte eventuell jemand mit mehr Ahnung einspringen), aber mir hatte neulich jemand gesagt, dass semitische Schriften oft "zeitlos" sind, also solche Feinheiten oft gar nicht transportieren. Bubenheim selbst arbeitet aber wohl im Auftrag des saudischen Religionsministeriums und ist entsprechend "traditionalistisch".


Wie schon Ulan erwähnt ist dies eine reine Festlegung des Übersetzers. Die meisten Übersetzungen kennen die Zeitformen (bisher) und (fortan) nicht, welches sich darüber-hinaus auch wunderbar in die Überlieferung einfügt.
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#19
(01-01-2018, 11:25)Geobacter schrieb:
(31-12-2017, 14:58)Rudi schrieb: Ich denke, dass das mit dem Vers 100 der 3. Sure verstanden wurde. "Die Leute der Schrift" sind im Koran immer die Juden und Christen, soviel sollte man mindestens wissen wenn man den Koran kritisieren will.

zumal die Suren ursprünglich nicht schriftlich weitergegeben wurden, sondern von Mohammeds Gefährten mündlich überliefert und wohl auch erst später mal von jemandem dann nach Gutdünken nummeriert...

Wer kritisiert denn den Koran? Und wer sagt denn so etwas, das mit "Leute der Schrift" zwangsläufig die Juden gemeint sein müssen? Diejenigen die den Koran bisher auslegten? Der einzige der es ihnen erzählen kann ist der Verfasser, alle anderen interpretieren lediglich. Derjenige welcher den Gesetzmäßigkeiten im Koran nachtrachtet, handelt entsprechend den Juden und tritt die Gnade Gottes (Liebet euch untereinander) nicht selten mit Füßen.


Sure 3 Nr. 100 - 104
100. O die ihr glaubt, wenn ihr irgend einem Teil derer gehorcht, denen das Buch gegeben ward, so werden sie euch wieder ungläubig machen, nachdem ihr geglaubt.
101. Wie könnt ihr Ungläubige werden, wo euch die Zeichen Allahs vorgetragen werden und Sein Gesandter unter euch ist? Und wer da an Allah festhält, der wird fürwahr auf den geraden Weg geleitet.
102. O die ihr glaubt, fürchtet Allah in geziemender Furcht; und sterbet nicht, außer ihr seid gottergeben.
103. Und haltet euch allesamt fest am Seile Allahs; und seid nicht zwieträchtig; und gedenket der Huld Allahs gegen euch, als ihr Feinde waret. Alsdann fügte Er eure Herzen so in Liebe zusammen, dass ihr durch Seine Gnade (Evangelium) Brüder wurdet; ihr waret am Rande einer Feuergrube, und Er bewahrte euch davor. Also macht Allah euch Seine Zeichen klar, auf dass ihr rechtgeleitet seiet.
104. Es sollte unter euch eine Gemeinschaft sein, die zum Rechten auffordert und das Gute gebietet und das Böse verwehrt. Diese allein sollen Erfolg haben.

Läwe unn läwe lasse und sich nicht gegenseitig hasse.
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#20
(02-01-2018, 15:08)Urmilsch schrieb: Wer kritisiert denn den Koran? Und wer sagt denn so etwas, das mit "Leute der Schrift" zwangsläufig die Juden gemeint sein müssen? Diejenigen die den Koran bisher auslegten? Der einzige der es ihnen erzählen kann ist der Verfasser, alle anderen interpretieren lediglich. Derjenige welcher den Gesetzmäßigkeiten im Koran nachtrachtet, handelt entsprechend den Juden und tritt die Gnade Gottes (Liebet euch untereinander) nicht selten mit Füßen.

Den Koran gab es doch damals noch gar nicht.


(02-01-2018, 15:08)Urmilsch schrieb: Läwe unn läwe lasse und sich nicht gegenseitig hasse.


Das Problem ist ideologischer Natur.. Heilslehren und ideologische Weltverbesserungstheorien sind immer auf Feindbildern aufgebaut und somit ist der Hass  darin schon enthalten.
Jesus hat allen gedroht, die seine Ideen nicht verstehen wollen. Auch er hat sich ständig mit Feindbildern verglichen..


Und Ulan hat ja geschrieben, dass die Idee zwar löblich ist. Nur aber auf Grund der etwas komplizierteren, weil viel komplexeren Realität nicht realisierbar..

Wären alle Menschen gleich klug, gleich auffassungsfähig und brächten alle genau dieselben psychologische Wesensnatur mit..
dann ließe sich hier ganz sicher ein vernünftiger Kompromiss finden. Aber die Realität ist eine andere.. und so schlecht gehts uns auch gar nicht. Pathologische Versager, Ignoranten, Narzissten, verzogene Egoisten und Egozentriker...und auch solche die mit genetischen Voraussetzungen dafür zur Welt kommen.. gibt es einfach zu viele.......... diese hat es auch immer schon gegeben. Ein gewisser Prozentsatz der Menschheit ist unheilbar böse.. wobei dahinter nichts anderes steckt als ein Mangel an sozialer Intelligenz. Und die kann man auch nicht lernen.
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" der ihn dafür zu einem Auserwählten machte.
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#21
(02-01-2018, 15:08)Urmilsch schrieb: Wer kritisiert denn den Koran? Und wer sagt denn so etwas, das mit "Leute der Schrift" zwangsläufig die Juden gemeint sein müssen? Diejenigen die den Koran bisher auslegten?

Wer solchen Büchern Glauben und Vertrauen schenkt ist selbst dran schuld.
Das zum Ersten.

Zu den "Leuten der Schrift" liest du am besten erstmal das: *http://www.islamheute.ch/Schriftleute.htm
und auch das, wenn du Zeit hast: *http://www.islamheute.ch/Schriftleute.htm
Oder glaubst du vielleicht, dass die Welt auf DEINE oder unsere Auslegung der Bücher gewartet hat?

Dass der Koran auf die Bibel aufbaut geschah aus dem gleichen Grund wie dem, dass das Neue Testament aufs AT aufbaut, wer die Menschen mit solchen Schriften täuschen will der macht das eben so, so funktioniert das, wie man ja gut sehen kann, glauben doch mehr als eine Milliarde an Offenbarungen Gottes, und schlagen sich deswegen immer noch gegenseitig die Hirnschädel ein. 2018, nicht zu fassen.


Diese "heiligen" Bücher sind alle von Menschen erdacht und verfasst worden, es gibt keine "Worte Gottes". Schade eigentlich, gelle?

∗ Und streitet nicht mit dem Volk der Schrift [29:46]
∗ Sprich: "O Volk der Schrift, kommt herbei zu einem gleichen Wort zwischen uns und euch, dass wir nämlich Allah allein dienen und nichts neben Ihn stellen [3:64]
∗ Und wenn die Leute der Schrift geglaubt hätten, wahrlich, es wäre gut für sie gewesen! Unter ihnen sind Gläubige, aber die Mehrzahl von ihnen sind Frevler [3:110]
∗ Und Wir gaben wahrlich Moses die Führung und machten die Kinder Israels zu Erben der Schrift [40:53]
∗ Eine Gruppe von den Leuten der Schrift möchte euch gern verführen, doch verführen sie nur sich selber und wissen es nicht [3:69]
∗ Die Leute der Schrift verlangen von dir, dass du ein Buch vom Himmel zu ihnen herabkommen läßt. Von Moses aber verlangten sie etwas Größeres als dies, da sie sagten: "Zeig uns Allah offensichtlich!" Da traf sie der Blitzschlag wegen ihres Frevels. Danach nahmen sie sich das Kalb, nachdem ihnen doch deutliche Zeichen zuteil geworden waren: aber Wir vergaben das. Und Wir verliehen Moses offensichtliche Beweismacht [4:153]
Viele Grüße
Rudi
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#22
(29-12-2017, 16:30)Rudi schrieb: Mit "denen die Schrift gegeben wurde" sind Christen gemeint. Und ja, damit erklärt der Koran, dass Christen eigentlich Ungläubige sind.

Ne aber so kann mans interpretieren wenn man will. Machen einige radikale tatsächlich. Liegt aber dennoch eine große Lücke dazwischen die einfach mit subjektivem Denken gefüllt wird.

Kann man jedoch auch so verstehen, dass man seinen eigenen Kopf benutzen soll und nicht dem Willen einer Gruppe und seinem Willen geistig zu "untergeben" dazu können auch Gruppen zählen die sich als islamisch titulieren wollen, den denen die sind auch im Besitzt "der Schrift". Mit der Schrift wird in erster Linie dere Koran gemeint und nicht die Bibel oder die Thora.

Jedoch gibt es das tatsächlich, in realität relativ stark. Es gibt Gruppen die Deutunghoheit beanspruchen und erwarten das ihr Nächster das annimmt. Und dieses Prozess soll demjenige, der sich dem anschließt auch zum "Ungläubigen" machen.

D.H die Zeile macht deutlich, dass man mit seinem eigenen Kopf seiner Umwelt entgegen treten soll und nicht dem Willen und der Deutungshoheit einer Gruppe zu folgen, auch wenn die mit dem Etikett Islam ankommen.

Das Umgekehrte jedoch passiert eher in der islamischen Gesellschaften und ich weiß wie die teilweise abgehen, dass nimmt schon faschistische Züge teilweise an.

Aber das sind halt die typischen Dinge die über Religionen laufen.
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