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Schon einmal Koran Sure 3 Nr. 100 gelesen?
#1
O die ihr glaubt, wenn ihr irgend einem Teil derer gehorcht, denen das Buch gegeben ward, so werden sie euch wieder ungläubig machen, nachdem ihr geglaubt.

Andere Übersetzung

O die ihr glaubt, wenn ihr einer Gruppe von denen gehorcht, denen die Schrift gegeben wurde, werden sie euch, nachdem ihr den Glauben (angenommen) habt, wieder zu Ungläubigen machen.
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#2
Erklärt hier der Koran, dass wenn jemand den Erklärungen im Buch Glauben schenkt er zum Ungläubigen wird?
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#3
Mit "denen die Schrift gegeben wurde" sind Christen gemeint. Und ja, damit erklärt der Koran, dass Christen eigentlich Ungläubige sind.
Viele Grüße
Rudi
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#4
Würde das ähnlich wie Rudi interpretieren. Mit "denen die Schrift gegeben wurde" werden Juden und Christen gemeint, deren Schriften auch im Islam eine Sonderstellung einnehmen, jedoch vom Koran (als letzte und direkte Offenbarung Gottes) in ihrer Bedeutung verdrängt werden.

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#5
So weit ich den Koran kenne, dürften damit Menschen gemeint sein, die nach muslimischer Auffassung die Schrift bekommen und dann verfälscht hatten. Sollte sich aus den anderen Versen ergeben.

Kontext:

Alle Speise war den Kindern Israels erlaubt, außer was Israel sich selber verwehrte, bevor die Thora herabgesandt wurde. Sprich: "So bringt die Thora und lest sie, wenn ihr wahrhaftig seid." [3:93]
Und diejenigen, die danach eine Lüge gegen Allah erdichten, sind die Ungerechten. [3:94]
Sprich: "Allah spricht die Wahrheit. So folgt der Religion Abrahams, des Lauteren im Glauben, der neben Allah keine Götter setzte." [3:95]
Wahrlich, das erste Haus, das für die Menschen gegründet wurde, ist das in Bakka - ein gesegnetes und eine Leitung für die Welten. [3:96]
In ihm sind deutliche Zeichen - die Stätte Abrahams. Und wer es betritt, ist sicher. Und der Menschen Pflicht gegenüber Allah ist die Pilgerfahrt zum Hause, wer da den Weg zu ihm machen kann. Wer aber ungläubig ist - wahrlich, Allah ist nicht auf die Welten angewiesen. [3:97]
Sprich: "O Leute der Schrift, warum verleugnet ihr die Zeichen Allahs, wo Allah Zeuge eures Tuns ist?" [3:98]
Sprich: "O Leute der Schrift, warum wendet ihr die Gläubigen von Allahs Weg ab? Ihr trachtet ihn krumm zu machen, wo ihr ihn doch bezeugt. Doch Allah ist eures Tuns nicht achtlos." [3:99]
O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr einem Teil jener, denen die Schrift gegeben wurde, gehorcht, so werden sie euch nach eurem Glauben wieder ungläubig machen.
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#6
Wie unterschiedlich doch Wahrnehmungen und die Art Schriften zu lesen sein können. Ich lese grundsätzlich das was da steht. Derjenige, welcher auch nur einen Teil von denen glaubt welchen das Buch (Thora oder Koran ?) gegeben wurde, werden von Gläubigen zu Ungläubigen.
Folgt jemand den Geboten des Koran, so entspricht dies wenn auch in leicht abgewandelter Form den Aussagen der Thora. In Sure 3 Nr. 3 wird der Koran selbst als das Buch bezeichnet, vgl: Er hat herabgesandt zu dir das Buch mit der Wahrheit, bestätigend das, was ihm vorausging; und vordem sandte Er herab die Thora und das Evangelium als eine Richtschnur für die Menschen. Hier kann also durchaus der Koran selbst gemeint sein, welches sich wunderbar in den dargestellten Geschichtsverlauf einfügt.

Der Koran bestätigt also die Aussagen der Thora und die Aussagen des Evangelium. Die Thora verweist aber auf das Evangelium und dem in diesem offenbarten Wort Gottes.

Betrachtet man den Geschichtsverlauf von der Thora über das Evangelium bis hin zum Koran, so wird schnell klar, weshalb jemand der den Koran liest und den leicht abgewandelten  Geboten der Thora folgt vom Gläubigen zum Ungläubigen wird. Hierbei ist es auch vollkommen egal ob mit dem Begriff Buch oder Schrift die Thora gemeint ist oder der Koran selbst, denn der Koran erklärt doch letztlich kein abweichendes Gedankengut.

Der Koran selbst beinhaltet zweierlei verschiedene Aussagen und kann ohne die Thora und das Evangelium zu kennen überhaupt nicht interpretiert werden. Gegenüber stehen sich hier Aussagen der Thora und Aussagen des Evangelium, welche unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Thora verweist auf das Wort Gottes 5 Mose, Kap. 18, welches in Form des Jesu erschien und folglich vorher noch gar nicht in der Schrift zu finden war.

Jetzt kommt das Wort GLaube = Gut heißen, bzw. Lieben ins Spiel. Wo will man etwas Gut heißen können, wenn das Gegenteilige nicht auch abgegrenzt werden kann? Man hat durchaus die Möglichkeit jemandem zu vertrauen, welcher seine Anhänger dazu animiert ihr halbes Leben in Unterdrückung zu leben und welcher Probleme gerne mit Gewalt löst um seine Ziele zu verfolgen. Das solch ein Gedankengut jedoch schwerlich einem Schöpfer zugeordnet werden kann, kommt hierbei niemanden in den Sinn.

Man könnte aber auch demjenigen folgen, welcher gemäß den Schriften dem Wesen dieses unsichtbaren Gottes entspricht. Derjenige welcher die Liebe unter den verschiedenen Bevölkerungsgruppen fordert, unabhängig von Rasse und dergleichen und welcher letzlich gar die Feindesliebe unter den Menschen predigt.

Unabhängig einer jeden weiteren Zeile, wäre genau das eine Aussage welche einem Schöpfer zuzuordnen wäre.

Der Koran hält viele Überraschungen Z.Bsp. in Sure 5 Nr. 82 - 85 für den Leser bereit: Du wirst sicherlich finden, daß unter allen Menschen die Juden und die Götzendiener die erbittertsten Gegner der Gläubigen sind. Und du wirst zweifellos finden, daß die, welche sagen: «Wir sind Christen», den Gläubigen am freundlichsten gegenüberstehen. Dies, weil unter ihnen Gottesgelehrte und Mönche sind und weil sie nicht hoffärtig sind.
83. Und wenn sie hören, was zu dem Gesandten herabgesandt worden ist (Wieder die Alten Aussagen der Thora und des Gegenspielers Jesu), siehst du ihre Augen von Tränen überfließen ob (wegen) der Wahrheit, die sie (Die Christen) erkannt haben. Sie sprechen: «Unser Herr, wir glauben, so schreibe uns unter die Bezeugenden.
84. Und weshalb sollten wir nicht an Allah (Jesus Christus) glauben und an die Wahrheit, die zu uns gekommen ist, wo wir innig wünschen, daß unser Herr uns zu den Rechtgesinnten zählen möge?»
85. Und um dessentwillen, was sie da gesagt haben, wird Allah sie mit Gärten belohnen, durch die Ströme fließen. Darin sollen sie ewig weilen; und das ist der Lohn derer die Gutes tun.

Wer nun gedacht hat, dass hier diejenigen Christen gemäß den Schriften in Gärten kommen die sich zum Islam bekehren der irrt gewaltig, denn das steht hier nicht und das wäre auch konträr des bisherigen Geschichtsverlauf.

Die Thora verweist auf Christus, welcher gemäß der Schrift das Wesen und das Wort des unsichtbaren Gottes gewesen ist, vgl. Koran Sure 2 Nr. 253: Und Wir gaben Jesus, dem Sohn der Maria, klare Beweise und stärkten ihn mit dem Geist der Heiligkeit.

Wozu dessen Ankündigung wenn er das Gleiche erklärt als die Thora? Wovon will der Erlöser erlösen wenn er von nichts erlöst?

Der Lehre des Abraham solle man gemäß dem Koran folgen, welcher keiner der Götzendiener war, vgl. Koran Sure 19 Nr. 41 und 42: Erzähle, was in diesem Buch über Abraham steht. Er war ein Mann der Wahrheit, ein Prophet. Da er zu seinem Vater sprach: «O mein Vater, warum verehrst du das, was nicht hört und nicht sieht und dir in nichts nützen kann?

Das Wort Gottes in Form des Jesu und all die anderen Schriften erklären ausnahmslos, dass das Göttliche in Form dessen Geistes im Menschen gefunden werden kann. Nichts anderes kann doch auch sehen und hören. Das hatte Abraham erkannt, aufgrunddessen er seinen Vater aufforderte von seiner Irrlehre Abstand zu nehmen.

- Mahabharata Buch 6 Kap. 37: Das Körperliche, oh Sohn der Kunti, wird das Feld (Kshetra) genannt. Und denjenigen, der es erkennen kann, nennen die Gelehrten den Feldkenner (Kshetrajna). Erkenne mich (Gott), oh Bharata, als den Feldkenner aller Felder.
- Johannes Ev. Kap. 14 Nr. 20: An dem Tage werdet ihr erkennen, daß ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch.
- Mahabharat Buch 12 Kap. 217: Wenn sie erkennen, daß dieses Brahman in ihrer Seele wohnt, werden sie unsterblich und müssen nie wiedergeboren werden
- 1 Korinther, Kap. 3 Nr. 16: Wisset ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?
- Koran Sure 15 Nr. 28 und 29: Und (gedenke der Zeit) da dein Herr zu den Engeln sprach: «Ich bin im Begriffe, den Menschen aus trockenem, tönendem Lehm zu erschaffen, aus schwarzem, zu Gestalt gebildetem Schlamm;29. Wenn Ich ihn nun vollkommen geformt und ihm von Meinem Geiste eingehaucht habe, dann fallet mit ihm dienend nieder.»

Der Wille des unsichtbaren Gottes ist gemäß der Schrift das friedvolle und gleichberechtigte Miteinander der verschiedenen Menschen untereinander. Die Rolle des Satan, Iblies und wie er nicht überall genannt wird ist gemäß der Schrift das Gegenteilige (Zwietracht, Twist usw. unter den Menschen zu verbreiten). Die Menschen verstehen gar nicht, dass sie längst auf seine List in Form der Schrift reingefallen sind. Sie verehren die unterschiedlichsten in den Schriften dargestelten Gottheiten, hören auf eine Lehre welche versucht Keile zwischen die Menschen zu treiben und beachten dieses von ihm geforderte Gebot der Liebe nicht. Das Wesen Gottes wurde in den Schriften offenbart wie auch das Gegenteilige.

Der Koran erklärt doch dem Leser, dass man nicht immer der Lehre der Vorfahren folgen soll Sure 2 Nr. 170. Es wird langsam mal Zeit für ein abweichendes Gedankengut.

Der Koran beinhaltet unterschiedliche Lehren innerhalb einer Schrift. In der einen Sure erklärt er, dass den Menschen das Fasten vorgeschrieben ist was den Aussagen der Thora entspricht, in der Nächsten erklärt dieser, dass derjenige welcher Gutes tut dem Fastenden gegenüber besser gestellt sein wird welches dem Evangelium entspricht, vgl. Sure 2 Nr. 183 und 184. In der einen Sure kann man lesen, man dürfe kein Schwein essen (Thora), in der Nächsten Sure wiederrum, dass dies nicht für diejenigen gilt welche Gutes tun (Evangelium), vgl. Sure 5 Nr. 93.

Gutes zu tun scheint ja so schwer zu sein.

Man benötigt letztlich und da dürfte ich wieder mit den Atheisten konform fahren keine Schrift um dem unsichtbaren Gott gefallen zu können.

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass nicht nur die Muslime etwas falsch verstanden haben. Auch die Christen und all die anderen Gläubigen hätten andere Verhaltensmuster aufgrund der göttlichen Boschaft entwickeln können oder gar müssen. Kirchen , Tempel und all die anderen Gebäude welche Gotteshäuser genannt werden sind es letztlich nicht. Der Tempel Gottes ist der Mensch selbst.

So nehme ich die getroffenen Aussagen in den Schriften eben war. Diese meine Wahrnehmung mag mich ebenfals täuschen, aber irgendwie werde ich den Gedanken nicht los, dass der Mensch viel besser sein könnte als er es zum jetzigen Zeitpunkt ist. Alles eine Frage des Blickwinkels
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#7
(30-12-2017, 15:55)Urmilsch schrieb: Im Übrigen bin ich der Meinung, dass nicht nur die Muslime etwas falsch verstanden haben. Auch die Christen und all die anderen Gläubigen hätten andere Verhaltensmuster aufgrund der göttlichen Boschaft entwickeln können oder gar müssen.

Du scheinst irgendwie nicht verstehen zu können, oder auch einfach nicht zu wollen, dass menschliche Verhaltensmuster nichts mit Willen und Wollen zu tun haben.. und dass die Mechanismen hinter unseren "Verhaltensmustern" weitaus komplexerer Natur sind, als dass göttliche Botschaften darauf einen Einfluss hätten/haben/könnten/müssten/sollten.

Weder in der Bibel noch im Koran sind  irgendwelche göttlichen Botschaft enthalten, sondern gesellschaftliche und identifikative, Idealvorstellung von einer vollkommenen Gesellschaftsordnung... die aber auf Grund der Unvollkommenheit des einzelnen menschlichen Individuums nur Fiktion sein kann..

Es sind da möglicher weise ganz andere Dinge und Zusammenhänge, die wir Menschen erst noch einsehen und begreifen lernen müssen, als rein nach Gefühlen interpretierte Bibelsprüche und Koranverse, welche einstmals von Menschen verfasst wurden, die noch glaubten, dass die Erde der Mittelpunkt des Universums ist, um den sich alles dreht.


(30-12-2017, 15:55)Urmilsch schrieb: Kirchen , Tempel und all die anderen Gebäude welche Gotteshäuser genannt werden sind es letztlich nicht. Der Tempel Gottes ist der Mensch selbst...
 
Der Widerspruch den du damit zu dem was du vorher geschrieben hast hier erzeugst, sollte dir eigentlich auffallen.. wenn doch DU der einzige und erste bist, der die göttliche Botschaft richtig verstanden hat/haben will.. Wie kann das sein?

(30-12-2017, 15:55)Urmilsch schrieb: So nehme ich die getroffenen Aussagen in den Schriften eben war. Diese meine Wahrnehmung mag mich ebenfals täuschen, aber irgendwie werde ich den Gedanken nicht los, dass der Mensch viel besser sein könnte als er es zum jetzigen Zeitpunkt ist. Alles eine Frage des Blickwinkels

Wenn alles eine Frage des Blickwinkels ist.. dann muss es wohl davon abhängen, welche Hormone gerade nur bei dir diesen Blickwinkel so eingestellt haben..

Wenn aber die Evolution nur auf dem Prinzip von Versuch und Irrtum basiert, dann ist die Wirklichkeit wohl um einiges komplexer, als man sie sich mit einem Gott gerne vereinfachen würde................ Icon_wink
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" der ihn dafür zu einem Auserwählten machte.
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#8
(30-12-2017, 15:55)Urmilsch schrieb: 84. Und weshalb sollten wir nicht an Allah (Jesus Christus) glauben

Das steht dort nicht.

(30-12-2017, 15:55)Urmilsch schrieb: In der einen Sure kann man lesen, man dürfe kein Schwein essen (Thora), in der Nächsten Sure wiederrum, dass dies nicht für diejenigen gilt welche Gutes tun (Evangelium), vgl. Sure 5 Nr. 93.

Das steht dort auch nicht.

(30-12-2017, 15:55)Urmilsch schrieb: ...irgendwie werde ich den Gedanken nicht los, dass der Mensch viel besser sein könnte als er es zum jetzigen Zeitpunkt ist.

Wobei den größten Mist immer diejenigen bauen, die von sich selbst behaupten sie wären ach so gläubig. Ob das jetzt Muslime, Christen, Juden, Sikhs oder Hindus sind spielt keine Rolle.
Viele Grüße
Rudi
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#9
(30-12-2017, 16:55)Geobacter schrieb:
(30-12-2017, 15:55)Urmilsch schrieb: Kirchen , Tempel und all die anderen Gebäude welche Gotteshäuser genannt werden sind es letztlich nicht. Der Tempel Gottes ist der Mensch selbst...
 
Der Widerspruch den du damit zu dem was du vorher geschrieben hast hier erzeugst, sollte dir eigentlich auffallen.. wenn doch DU der einzige und erste bist, der die göttliche Botschaft richtig verstanden hat/haben will.. Wie kann das sein?

Das habe ich doch gar nicht behauptet. Ich schrieb das dies meine Wahrnehmung der Schriften sind und ich mich durchaus auch täuschen kann Eusa_naughty
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#10
Rudi
(30-12-2017, 15:55)Urmilsch schrieb: In der einen Sure kann man lesen, man dürfe kein Schwein essen (Thora), in der Nächsten Sure wiederrum, dass dies nicht für diejenigen gilt welche Gutes tun (Evangelium), vgl. Sure 5 Nr. 93.

Und weshalb sollten wir nicht an Allah (Jesus Christus) glauben.
Das mit Jesus Christus habe ich hinzugefügt, da dieser gemäß den Vorgängerschriften das Abbild des unsichtbaren Gottes darstellt und um den Vergleich mit Thora und Evangelium besser ziehen zu können.

(30-12-2017, 17:10)Rudi schrieb: Das steht dort auch nicht.
Was steht denn in 5 Nr. 93 bei ihnen ????  Also bei meinen Übersetzungen steht da, dass man essen kann was man will und es eben keine Sünde darstellt, wenn man Gutes tut.  

(30-12-2017, 17:10)Rudi schrieb:
(30-12-2017, 15:55)Urmilsch schrieb: ...irgendwie werde ich den Gedanken nicht los, dass der Mensch viel besser sein könnte als er es zum jetzigen Zeitpunkt ist.
Wobei den größten Mist immer diejenigen bauen, die von sich selbst behaupten sie wären ach so gläubig. Ob das jetzt Muslime, Christen, Juden, Sikhs oder Hindus sind spielt keine Rolle.
Das kann man zwar nicht pauschalieren, denn es bauen auch genügend Menschen mist die ungläubig sind, aber gerade Fundamentalisten egal welcher Strömung sind da durchaus stark vertreten.
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#11
Zitat:Geobacter:
Du scheinst irgendwie nicht verstehen zu können, oder auch einfach nicht zu wollen, dass menschliche Verhaltensmuster nichts mit Willen und Wollen zu tun haben.. und dass die Mechanismen hinter unseren "Verhaltensmustern" weitaus komplexerer Natur sind, als dass göttliche Botschaften darauf einen Einfluss hätten/haben/könnten/müssten/sollten.

Weder in der Bibel noch im Koran sind  irgendwelche göttlichen Botschaft enthalten, sondern gesellschaftliche und identifikative, Idealvorstellung von einer vollkommenen Gesellschaftsordnung... die aber auf Grund der Unvollkommenheit des einzelnen menschlichen Individuums nur Fiktion sein kann..

Das stimmt, ich verstehe so einiges nicht. Für die Interpretation einer Geschichte innerhalb eines oder mehrerer Bücher tut es doch erst einmal gar nichts zur Sache wer der Autor ist. Welchen Sinn macht es denn ständig eine erzählte Geschichte, bzw. die Interpretation dieser mit einem dem Menschen nicht verständlichen ETWAS zwanghaft verknüpfen zu wollen um die in den Büchern erzählte Geschichte als Geschichte authentisch erscheinen zu lassen? Es wird ob es hier jemanden passt oder nicht innerhalb mehrerer Schriften eine Geschichte erzählt und diese ist in Form unzähliger Schriften und Büchern präsent. Für den Status des Gandalf als Zauberer in der Herr der Ringe Triologie ist es doch vollkommen wurschd wer die Geschichte schrieb und ob sie einen gewissen Wahrheitsgehalt hat, denn innerhalb dieser erzählten Geschichte ist er ein Zauberer.

Das sich Menschen anhand dieser Überlieferungen die verschiedensten Verhaltensweisen ableiteten und unter adnerem auch ich denke das die Schriften nicht einfach nur von ein paar Menschen zu Jux und Dollerei verfasst worden sind steht erst einmal auf einem anderen Blatt.

Liest man die in den unterschiedlichsten Schriften dargestellte Geschichte über das was diese als Gott bezeichnet, so kommt man an ein bis zwei Details irgendwie nicht vorbei. In der dargestellten Geschichte, welche die Thora, das Evangelium und den Koran und viele weitere Schriften wie Apogryphen usw. umfasst (hier nur abrahamitische becouse Thema Islam) wird das was wir als Gott bezeichnen von seinem Wesen her näher beschrieben. Auch wird innerhalb dieser Schriften das Gegenteilige von dem beschrieben was wir Gott nennen. Dem Leser offenbart sich innerhalb dieser Schriften subjektiv eine Wahl, welche objektiv aber aufgrund des Geschichtsverlaufs für den Leser eigentlich gar nicht existieren sollte. Man kann sich zu dem hingezogen fühlen welches die Schrift als Gott bezeichnet, man kann sich aber auch zu dem hingezogen fühlen welches dem Gegenteiligen Gottes entspricht.
In den abrahamitischen Schriften mit ihrer erzählten Geschichte von Mose über Jesu bis hin zum Koran ist geschichtlich eines klar. Jesus Christus ist die Person, welche innerhalb der Schrift das Wesen Gottes präsentiert, denn nichts anderes erzählt die Geschichte.
Die Aufforderungen der Thora, z.Bsp. Menschen zu steinigen oder dies und das nicht zu tun entsprechen dem Gegenteiligen Wesen Gottes. Einmal Auge um Auge, Zahn um Zahn und einmal Backe hinhalten und Feindesliebe.

Im Koran bekommen dann sowohl die Aussagen des Gegenteiligen, als auch die Aussagen Gottes ihre Bühne. Der Gläubige kann sich dann subjektiv entscheiden für welchen dargestellten Gott sein Herz schlägt.

Es ist also meines Erachtens in erster Linie eine mehrteilige Geschichte, welche das Wesen von dem beschreibt was wir Gott nennen. Aufgrund der Tatsache, dass milliarden von Menschen ihre zum Teil seltsamen Verhaltensmuster von dieser erzählten Geschichte ableiten, sich gar aufgrund dessen umbringen, halte ich persönlich es für angebracht nicht einfach die Interpretationen meiner Vorgänger zu übernehmen.

Ich werde mich auch schon wieder aus diesem Forum verabschieden und wünsche allen einen Guten Rutsch ins neue Jahr und eine gute Zeit.
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#12
(31-12-2017, 10:45)Urmilsch schrieb: Für die Interpretation einer Geschichte innerhalb eines oder mehrerer Bücher tut es doch erst einmal gar nichts zur Sache wer der Autor ist.
Nur solange dies Interpretation Privatsache bleibt.. und sich der kritischen Überprüfung stellt. Die private

 Fantasie kann und darf da hinein interpretieren was ihr beliebt.. aber sobald damit manipulative Absichten gegenüber seinen Mitmenschen verbunden werden.. muss sie sich der Realität und somit auch der Kritik stellen.

Der Autor "Mein Kampf" war Adolf Hitler. Und die Interpretation seiner Geschichte, die zudem in weiten Teilen frei erfunden ist und auch sonst weit an der tatsächlichen Wahrheit seiner biografischen Lebensgeschichte vorbei geht..

-- ist doch gerade deswegen komplett aus dem Ruder gelaufen - mit folgenschweren Konsequenzen für zig Millionen Menschen - weil bei der Interpretation beträchtliche Fehler begangen wurden, von denen der Mangel einer kritischen Überprüfung wohl der allergrößte war.

Und bei all dem ging aus auch um nichts anderes als "WIR SIND auserwählten  GUTEN" und wir wollen doch nur das Beste für die Menschheit..




(31-12-2017, 10:45)Urmilsch schrieb: Welchen Sinn macht es denn ständig eine erzählte Geschichte, bzw. die Interpretation dieser mit einem dem Menschen nicht verständlichen ETWAS zwanghaft verknüpfen zu wollen um die in den Büchern erzählte Geschichte als Geschichte authentisch erscheinen zu lassen?
Die Frage musst du dir mal selbst "anders herum stellen"..

Har du schon mal etwas von Gruppendynamik und "Schwarmdummheit" gehört..? Die gedeiht gerade immer dort am allerbesten, wo das dem Menschen nicht verständliche Etwas als Mist gestreut wird. Ein Epileptiker der am Boden liegt und ein dem Menschen unverständliches ETWAS daher stottert, wird von der Schwarmdummheits-Gruppe gerne als Botschafter Gottes "gedeutet"..



(31-12-2017, 10:45)Urmilsch schrieb: Es wird ob es hier jemanden passt oder nicht innerhalb mehrerer Schriften eine Geschichte erzählt und diese ist in Form unzähliger Schriften und Büchern präsent. Für den Status des Gandalf als Zauberer in der Herr der Ringe Triologie ist es doch vollkommen wurschd wer die Geschichte schrieb und ob sie einen gewissen Wahrheitsgehalt hat, denn innerhalb dieser erzählten Geschichte ist er ein Zauberer.

Du vergisst bei all dem, dass Menschen all diese Geschichten auch gar nicht gelesen haben müssen, um dennoch moralisch und ethisch verträgliche Mitglieder der Zivilisation sein zu können. Wie auch umgekehrt gerade oft die fanatischten Idealisten, die sich diese Schriften all zu sehr verinnerlicht haben, zu grausamster Brutalität und Unverhältnismäßigkeit neigen... Ich empfehlerdir mal die SCHRIFTEN des Schrifstellers und Kirchenkritikers Karlheinz Deschner.. 10 umfangreiche Bände "Die Kiruminalgeschichte des Christentums"..




(31-12-2017, 10:45)Urmilsch schrieb: Das sich Menschen anhand dieser Überlieferungen die verschiedensten Verhaltensweisen ableiteten und unter adnerem auch ich denke das die Schriften nicht einfach nur von ein paar Menschen zu Jux und Dollerei verfasst worden sind steht erst einmal auf einem anderen Blatt.
Eines der Tatmotive könnte auch krankhafter Narzissmus gewesen sein. Menschen mit Narzisstischer Persönlichkeitsstörung  leiden häufig am Auserwählten.Syndrom. Wie unter anderem auch Adolf Hitler, der doch auch nur unser Allerbestes wollte..

Und der hat sein literarisches "Hauptwerk" auch nicht aus purer "Dollerei" verfasst..

Bleiben wir mal auf dem Boden der Tatsachen, Urmilsch. Unser Gehirn und unser Überlebensinstinkt sind überaus opportunistisch ausgelegt.
Und auch in Anbetracht dessen, dass dieses unser überaus opportunistisches Gehirn dazu in der Lage ist, aus den kleinen elektrischen Reizen, mit denen es von unseren Sinnesrezeptoren beliefert wird, sich seine ganz eigene Realität zu simulieren, die für unser Überleben am "vorteilhaftesten" ist..und somit auch Strategien "in Petto hat" die weit außerhalb unserer bewussten Informationsverarbeitung ihr Unwesen treiben und andersherum auch unsere Informationsverarbeitung beeinflussen, ohne dass wir überhaupt etwas davon merken.. sollten wir alle Schriften, die uns eine bessere und gerechtere Welt versprechen immer sehr kritisch beliebäugeln. Es ist nämlich tatsächlich so, dass gerade solche Schriften/Geschichten, die sich als besonders geeignete Vorlage anpreisen, unsere Welt besser und gerechter zu machen, genau das Gegenteil bewirken.

Und dass unsere Welt nach 10tausend Jahren Religionsgeschichten noch immer nicht besser oder gerechter geworden ist, dafür aber diese Geschichten immer gerne Vorgeschoben werden, ego-zentrische und narzisstische Befindlichkeiten zu rechtfertigen.. durch psychischen Terror noch mehr als durch physischen.. sollte uns eigentlich schon aufgefallen sein.







L
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" der ihn dafür zu einem Auserwählten machte.
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#13
(30-12-2017, 19:14)Urmilsch schrieb: ...bei meinen Übersetzungen steht da...
Bei der Bubenheim-Übersetzung** findet man das:
"Es lastet keine Sünde auf denjenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun, hinsichtlich   dessen,   was   sie   (bisher)   verzehrt   haben,   wenn   sie   (fortan) gottesfürchtig sind   ..."
Das ist Vergangenheit. Und so ist es auch logisch.
**http://www.way-to-allah.com/dokument/De_edle_Quran.pdf
(30-12-2017, 19:14)Urmilsch schrieb: Das mit Jesus Christus habe ich hinzugefügt, da dieser gemäß den Vorgängerschriften das Abbild des unsichtbaren Gottes darstellt und um den Vergleich mit Thora und Evangelium besser ziehen zu können.
Aber dadurch hast du diesem Text einen ganz anderen Sinn gegeben, nämlich den wie du es glaubst, und das solltest du besser nicht tun.

(30-12-2017, 19:14)Urmilsch schrieb: ...irgendwie werde ich den Gedanken nicht los, dass der Mensch viel besser sein könnte als er es zum jetzigen Zeitpunkt ist.
Rudi schrieb:
Wobei den größten Mist immer diejenigen bauen, die von sich selbst behaupten sie wären ach so gläubig. Ob das jetzt Muslime, Christen, Juden, Sikhs oder Hindus sind spielt keine Rolle.
Urmilsch schrieb:
Das kann man zwar nicht pauschalieren, denn es bauen auch genügend Menschen mist die ungläubig sind, aber gerade Fundamentalisten egal welcher Strömung sind da durchaus stark vertreten.
Ich sage ja nicht, dass Religion gut ist, im Gegenteil, Religion hat die Welt verdorben.
Es sind nur die Gläubigen, eben diese Fundamentalisten, egal welcher Religion, wobei die katholische die meisten Opfer gebracht hat, die sich dann nach ihren Schriften wortwörtlich verhalten wenn es ihnen passt. Die Bibel ruft mindestens ebensoviel zum Mord auf wie der Koran, sogar zum Kindesmord ruft die Bibel auf, der Koran wenigstens nicht.
Ich denke, dass das mit dem Vers 100 der 3. Sure verstanden wurde. "Die Leute der Schrift" sind im Koran immer die Juden und Christen, soviel sollte man mindestens wissen wenn man den Koran kritisieren will.
Viele Grüße
Rudi
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#14
(31-12-2017, 10:45)Urmilsch schrieb: Für die Interpretation einer Geschichte innerhalb eines oder mehrerer Bücher tut es doch erst einmal gar nichts zur Sache wer der Autor ist. Welchen Sinn macht es denn ständig eine erzählte Geschichte, bzw. die Interpretation dieser mit einem dem Menschen nicht verständlichen ETWAS zwanghaft verknüpfen zu wollen um die in den Büchern erzählte Geschichte als Geschichte authentisch erscheinen zu lassen?

Die Antwort auf diese Frage ist recht einfach: Texte werden von Menschen geschrieben, editiert, instrumentalisiert. Die Frage nach dem Autor beinhaltet also auch die Frage: Warum hat dies jemand geschrieben? Was hat er damit bezweckt? Die Antwort auf diese Frage ist sicherlich nicht, dass er einfach eine Geschichte schreiben wollte. Der Sinn einer Geschichte erschliesst sich also oft erst aus dieser Frage nach der Motivation hinter ihrer Erzaehlung.
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#15
(31-12-2017, 14:58)Rudi schrieb:
(30-12-2017, 19:14)Urmilsch schrieb: ...bei meinen Übersetzungen steht da...
Bei der Bubenheim-Übersetzung** findet man das:
"Es lastet keine Sünde auf denjenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun, hinsichtlich   dessen,   was   sie   (bisher)   verzehrt   haben,   wenn   sie   (fortan) gottesfürchtig sind   ..."
Das ist Vergangenheit. Und so ist es auch logisch.
**http://www.way-to-allah.com/dokument/De_edle_Quran.pdf

Wobei man feststellen muss, dass das, was die Bubenheim-Uebersetzung hier zur Vergangenheit macht, neben dem Perfekt vom Uebersetzer selbst eingefuegt wurde (die Begriffe in Klammern). Der Text selbst lautet in der Paret-Uebersetzung, die wohl immer noch als Standardwerk gilt, weil sie sich um Exaktheit bemueht:

"Fuer diejenigen, die glauben und tun, was recht ist, ist es keine Suende, (irgend) etwas (an Speise) zu sich zu nehmen, solange sie gottesfuerchtig und glaeubig sind und tun, was recht ist..."

Ich kenne mich in semitischen Sprachen nicht aus (da koennte eventuell jemand mit mehr Ahnung einspringen), aber mir hatte neulich jemand gesagt, dass semitische Schriften oft "zeitlos" sind, also solche Feinheiten oft gar nicht transportieren. Bubenheim selbst arbeitet aber wohl im Auftrag des saudischen Religionsministeriums und ist entsprechend "traditionalistisch".
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