Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Ist der Islam noch zu retten?
#46
(26-03-2020, 21:30)edi schrieb: iso kann man  nur argumentieren, wenn man meine beiträge dazu nicht gelesen hat, oder keine einschlägigen bücher dazu kennt. mit deinem beitrag hast du nichts widerlegt sondern nur behauptungen ohne belege aufgestellt. selbst ein blick in wikipedia hätte dich eines besseren belehrt. natürlich braucht man meine meinung nicht zu teilen, aber jeder teilnehmer sollte  schon in der lage sein seine behauptungen entsprechend sachlich  zu belegen.
in einem  hat der user allerdings recht, jede kultur baut auf der vorhergehenden kultur auf und wird von anderen kulturen seiner zeit beeinflusst.

Das steht auch so, wie ich es beschreben habe, auf Wikipedia. Die englische Ausgabe ist da weit ausfuehrlicher. Natuerlich gibt es zu diesen Punkten auch unterschiedliche Ansichten, was Dir bei der Beschaeftigung mit der Materie eigentlich auch aufgefallen sein sollte. Aber so pauschale Rundumschlaege sind natuerlich immer einfacher, wobei Du Details ja tunlichst auch vermeidest.
Zitieren
#47
(26-03-2020, 22:00)edi schrieb: du hast teilweise recht, aber philosophisch gesehen liegst du  du falsch!

Ich gebe gerne zu, das "philosophisch" nicht so ganz nach meinem Geschmack ist, vor allem wenn es dabei allein nur noch ums Prinzipien-Reiten geht, um sich damit die Langeweile zu vertreiben.

Jede persönliche und individuelle kulturelle Identität ist immer auch ein bisschen mit dem religiösen Umfeld verwachsen, in dem man halt so aufwächst.
Ich würde mich von daher und diesbezüglich auch als katholischen Atheisten bezeichnen, der seine für ihn weltanschauliche Entscheidung, an keinen Gott zu glauben, schon im zarten Alter von 8-9 Jahren getroffen hat. Ohne überhaupt zu wissen, dass es da noch viele andere gibt, denen auch dieses unterwürfige Gehorchsamkeits-Gen fehlt.

Trotz allem bin ich aber immer ein Katholik geblieben und was wohl daran liegt, dass ich ein gutes Gespür dafür habe, wie  Menschen und vor allem auch  jene in meinem unmittelbaren Umfeld hinter ihrer Alltags-Maske so ticken. Und dabei ist mir vor allem eines aufgefallen, dass die das alle selber nicht immer so genau durchschauen.

Deswegen vertrete ich die "persönlich hochphilosophische" Überzeugung, dass es in Sachen Weltanschauung kein wirklich Richtig oder Falsch gibt. Zumal auch die Hochintelligentesten und Allerklügsten unter uns, in Ihrem ganzheitlichen Perönlichkeitsprofil immer auch ein paar gravierende Blödheitseinträge aufweisen, die ganz eindeutig  belegen, dass der Glaube gerade auch bei den Allerfromsten unter den Frommen, größtenteils mehr, von den Saxualhormonen ihrer Mitmenschen gesteuert wird, als vom eigenen Verstand.

Gibt natürlich auch noch viele andere eindeutige Indizien die diese meine Theorie unterstützen, dass in allen abrahamitischen Weltanschauungen, das andere Geschlecht schon seit jeher immer gerne als Gewohnheitstier gehalten wird... und als Gewohnheitstiere sind wir Menschen bekannterweise unschlagbar.

Oder um es einfacher zu sagen: wenn man Ostereiern die Pelle abzieht, sind sie von normalen Eiern nicht mehr zu unterscheiden und können von jedermann problemlos gegessen werden.
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
Zitieren
#48
ich denke, der islam wird  vor allem deshalb von vielen  personen so negativ gesehen, weil sie nur den heutigen islam  kennen.  topexperten wie die islamexpertin gudrun krämer kommen jedoch zu einem eindeutigen  ergebnis, dasss die geschiche des islams weit wenigier negativ ist, als die des christentums. (siehe krämer im "spiegel") das hängt damit zusammen, das dem christentum  während der aufklärung  die meisten giftzähne gezogen wurden, warum  das christentum heute als die angenehmere religion gilt.
ein  vergleich vor und während der aufklärung belegt jedoch, dass  insbesonders die katholische kirche  damals mindestens so gefährlich war wie der heutige islam.  als beispiel möchte ich den frühaufklärer p. bayle anführen, der ins calvinistische holland flüchten  musste,  weil er die katholische kirche  verliess. für glaubensabfall  galt damals in frankreich die todesstrafe. da sie seiner nicht habhaft werden konnte, verhaftete sie seinen bruder, der dort an den folterungen starb. auch zu voltaires zeiten war die katholische kirche noch sehr mächtig. so wollte sie voltaire die zunge herausschneiden lassen, was voltaire zu verhindern wusste.
ein bieispiel für die relative toleranz des islams bringt der der arabienexperte thomas bauer (uni münster) obwohl der koran homosexualtät streng verurteilt,  fand der gelehrte  in 800 jahren  islamgeschichte keine einzige verurteilung wegen homosexulität!!!
gibt es etwas vergleichbares in der katholischen kirche?
edi
Zitieren
#49
(27-03-2020, 23:02)edi schrieb: ein bieispiel für die relative toleranz des islams bringt der der arabienexperte thomas bauer (uni münster) obwohl der koran homosexualtät streng verurteilt,  fand der gelehrte  in 800 jahren  islamgeschichte keine einzige verurteilung wegen homosexulität!!!
gibt es etwas vergleichbares in der katholischen kirche?
edi

Ja, die Katholische Kirche selbst. Die hat dafuer das Priesteramt und die Kloester, um mit dem Phaenomen umzugehen Icon_wink .

Ansonsten sind Hinweise auf ein Goldenes Zeitalter, das 1258 endete, oder die historisch relative tolerantere Haltung des Islams, was andere Schriftreligionen angeht, halt das: Historie. Fuer unsere heutige Situation sind halt heutige Verhaeltnisse interessanter, und da haben sich die Verhaeltnisse halt in vielerlei Hinsicht umgekehrt. Dass diese Entwicklung bei den christlichen Kirchen nur unter Zwang stattfand, ist zwar richtig, aber aendert auch am Ergebnis erst mal nichts.

Beim Islam waren die toleranten Perioden auch immer mal wieder von sehr intoleranten unterbrochen, abhaengig vom jeweiligen Herrscher.  Das sind dann die Zeiten, die uns die bleibenden, flaechendeckenden Konversionen ganzer Gegenden gebracht haben.
Zitieren
#50
Für was genau ist es jetzt relevant, ob es mal Gesellschaften gab, die den Islam weniger streng befolgt haben?
Christentum und Islam haben beide viel Leid verursacht und tun es immer noch. Wobei im Namen des Islam aktuell sicherlich mehr Menschen weltweit sterben als in Namen irgendeiner anderen Religion. Was machen wir jetzt mit diesen Erkenntnissen?

Es wird wohl immer religiöse Menschen geben, auch Fundamentalisten. Der religiöse Mensch ist nun mal "gefangen" in einem, mehr oder weniger starken, Dogmatismus. Daher müssen es Kräfte von außerhalb sein, die den Religionen ihre Schranken aufzeigen. In säkularen Gesellschaften muss das der Staat bzw. die Gesetzgebung sein. Leider wird das auch bei uns in Deutschland nur ungenügend umgesetzt. Man denke etwa an das Kirchenarbeitsrecht oder das feige Gesetz zur Verstümmelung von kleinen Jungen. In noch viel zu vielen Fällen, werden die humanistischen Grundsätze nicht konsequent genug gegen religöse Sonderansprüche verteidigt.

Aber ich möchte noch einmal betonen, dass das Argument der noch nicht stattgefundenen Aufklärung im Islam nur bedingt greift. Eine Kultur ist niemals ganz abgeschottet vom Rest der Welt, in der heutigen Zeit ohnehin nicht. Genauso wenig, wie sich die Erkenntnisse der Evolutionstheorie auf einen Kulturkreis beschränken lassen, sind es auch die Ideen von Humanismus, Menschenrechten, Demokratie etc.
All das hat bereits Gültigkeit für alle Menschen und muss nicht neu erfunden werden. Die Menschenrechte sind auch dann gültig, wenn sie eine Religionsgemeinschaft nicht anerkennen möchte und man sich hinter Floskeln wie fehlender Aufklärung oder ähnlichem versteckt. Dies gilt insbesondere in Gesellschaften, in denen Muslime von der Anerkennung dieser Rechte profitieren, etwa im Rahmen der freien Religionsausübung oder der Meinungsfreiheit. Man kann z.B. den Islam in Deutschland nicht einfach so behandeln, als würde er abgeschottet vom Rest der Gesellschaft existieren.

Zitieren
#51
(28-03-2020, 14:37)Gundi schrieb: Für was genau ist es jetzt relevant, ob es mal Gesellschaften gab, die den Islam weniger streng befolgt haben?
Christentum und Islam haben beide viel Leid verursacht und tun es immer noch. Wobei im Namen des Islam aktuell sicherlich mehr Menschen weltweit sterben als in Namen irgendeiner anderen Religion.

Wenn man übergeht, dass die Christen derzeit wohl noch immer überall auf der Welt die meisten Bomben abwerfen, mag das sicher stimmen.
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
Zitieren
#52
Im Namen des Christentums?

Zitieren


Möglicherweise verwandte Themen…
Thema Verfasser Antworten Ansichten Letzter Beitrag
  Fragen zum Islam Snowcastor 73 3892 08-12-2019, 23:35
Letzter Beitrag: Ekkard
  Ist der Islam die wahre Religion Lifeispain 50 13845 18-06-2019, 15:18
Letzter Beitrag: Herodotus
  Wieviele Länder, die der Islam angehören praktizieren dieses Gesetz ? TheLight 2 3634 07-12-2017, 13:58
Letzter Beitrag: Ulan

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste