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Probleme mit Gott
#1
Meine Probleme mit Gott (Welcher Gott von den tausenden?)
 
Allmächtig- Allwissend-Allwährend.  Warum nicht einfach an Superman glauben? Ich meine es nicht als Scherz.  Wie wäre es mit Thor (Avengers. here we go)? Er ist ja eine mythologische Figur und wurde wirklich angebetet. Was wäre, wenn man die Bibel mit den Märchen von Grimm tauscht?  Die Grenze zwischen Mythologie und Glauben ist personenabhängig (vor allem an was man selber glaubt).  Ebenso was wir von der Bibel nehmen und nicht.  Keiner würde in der Kirche verlangen, dass man Muslime töten geht oder Christen steinigt (ich hoffe die Moscheen predigen dies nicht).  Man ist wählerisch was man von der Bibel anerkennt. Die eigene Vernunft ist der Moral  der Bibel überlegen.  Ob ein Gott oder eine Religion wahr ist, wird nicht von diesen Punkten beeinflusst:
Wie viele es für wahr halten


Wie alt diese  Religion ist

Wenn man etwas nicht weiß oder ein Experte es nicht weiß, Gott die Antwort ist.

Die guten Taten oder  ein guter Ruf machen Gott nicht wahr. Ein Wunsch ist keine Realität.

Es gibt nicht den Experten in der Theologie. Theologen sind sich nicht einig was Gott genau ist und wie die eigene Religion eigentlich ist.  Einige Religionen haben sich friedlich gespalten, andere nicht. Sehr zufällig das die kriegerischen Religionen wie Islam und Christentum so weit verbreitet sind.


Der Koran (Bibel, Thora, Edda) ist KEIN Beweis  für irgendwas.  Ein Buch ist nur ein Buch.
Bezug zu realen Personen in der Bibel macht die Bibel nicht glaubwürdiger. Ebenso wenn Gott nicht wiederlegt werden kann, muss er existieren. Mohammed hat gelebt. Und jetzt? Ron Hubbard hat auch gelebt. Cäsar sagte  er stammt von Aphrodite ab.  Schon spielen wir mit mehreren Göttern rum. Wiederlegt mal das euer Gott der richtige ist und der Rest nicht existiert.  Wenn ihr sagt mein Gott ist echt und der Rest ist nicht echt, habt ihr was zu erklären. Warum seid ihr die Ausnahme? Ihr liegt zufällig richtig. 

Die Wissenschaft ist keine Religion. Die Religion ist die frühste Form der Wissenschaft und deshalb die Schlimmste.  Die Wissenschaft ist die Weiterentwicklung der Religion und ihr überlegen.

Atheisten glauben nicht an die Nicht- Existenz von Gott. (Agnostiker lass ich außen vor. Total schräg. Das menschliche Gehirn hat  nach 3 Sekunden eine Ja/Nein Entscheidung getroffen. Eine Tendenz.) Sie verneinen sie. Atheismus ist also  keine Religion. Nicht-Rauchen ist keine Gewohnheit.  Jedenfalls nach meinen Verständnis nach. Ich kann nicht für alle sprechen wie einige es für Gott und Religion tun.  Dies ist ein sehr wichtiger Punkt. Etwas zu verneinen ist kein Glaube.  Ich glaube nicht an Gott. Wenn dies mein Glaube ist, glaube ich ans Nichts. ? Ans Nichts glaube ich auch nicht. Eine Religion ist der Glaube an eine übernatürliche Kraft. Der Nichtglaube an einen Gott ist also übernatürlich. Sind alle Atheisten die X-Men? Ebenso der Glaube ist nicht beweisbar und beruht auf Intuitiven und Individuellen Erfahrungen von sich selbst oder bestimmter Vermittler. Nicht an Gott zu Glauben ist keine Erfahrung oder eine Vermittlung durch Schamanen (Wissenschaftler für mich). Es ist eine Lebenseinstellung und ich mache es nicht intuitiv. Man fühlt sich geborgen bei einem Gott.  Man wehrt sich eher, aber danach alles gut. Es ist eine kalte Dusche oder ein Drogenentzug. Ja. Dies war eine Erfahrung. Gott wegzudenken war eine Ablehnung. Und ja es ist eine Erfahrung. Eine die aber kein Gebet jede Woche verlang oder mit der ich mir Vorzeichen aus allen möglichen Sachen lese. Die Erfahrung ist auch ihm Rahmen der Realität beweisbar und verständlich. Der Glaube  und Religion sind eher realitätsfern.

Die Bibel oder der Koran ist nicht moralischer als ihr. Ab den  Moment, wo ihr die Bibel lest, fängt ihr an die guten Sachen (mit dem ihr einverstanden seid) zu nehmen und den Rest wegzulassen. Sklaverei, Ehebruch, Menschenopfer und Massenmord ist in einigen Passagen der Bibel und des Korans enthalten.  Wenn ihr also diese Passagen verleugnet, verleugnet ihr eure Religion. Und Ungläubige werden in der Bibel und im Koran für vogelfrei erklärt.  Also zu töten, wenn möglich. Danke, Allah oder Gott.

Überlegt euch mal folgendes. An alle Christen Allah gäbe es wirklich und an alle Muslime den Christlichen Gott gäbe es wirklich. Es wurde bewiesen werden und er kommt auf die Erde (wo auch immer er vorher steckte) und fängt an zu bestimmen was gut und was schlecht ist. Wenn er sich an das Alte Testament oder an die Scharia hält, bin ich sowieso im Arsch. Wäre die Erde nicht wie eine riesige Diktatur? Ein Massenmörder würde für Gott einige Juden töten oder Muslime abschlachten. Er hat es für Gott (Allah) getan. Also ab in den Himmel. Einige Christen oder Muslime würden einschreiten. Menschenrechte  und vergib ihnen.  Dann würde die Wahl erfolgen, was ist wichtiger? Gott (eure Religion und gestattet das Verbrechen) oder das Verbrechen gegen andersgläubige, aber moralisch Anständige Menschen (menschliches Gesetz über eure Religion), wird von euch verhindert.  Der Nordkorea -Vergleich ist ziemlich interessant. Die Diktatoren werden wie Götter verehrt. Im Leben bist du versklavt, aber im Tod kann dich Jim- King- Ching mal. Eure Religion (der Islam auch) hat ja noch die Hölle.

An Wissenschaft glaubt man nicht. Wissenschaft weiß man.  Bewiesen und als wahr anerkannt. Alles ist relativ und wir wissen nicht alles, aber was wir wissen funktioniert und wird als Realität angenommen. Die Religion widerspricht in einigen Fakten der Wissenschaft. (Flat-Earth). Diese Dinge sind einer Argumentation nicht wert.  Auch Wissenschaft ist nicht vollkommen, doch sie ist real und hat mehr getan als einige alte Bücher von Antiken Gelehrten. 


Hitler war auch Atheist. Tatsächlich. Alle Atheisten sind also Nazis und Mörder. Aileen Wuornos war auch eine Christin. Sind jetzt alle Christen Serienmörder?  Diese Art von Verallgemeinerung hat Hitler auch benutzt für alle die gegen ihn waren.

Tja. Dies ist eigentlich alles was ich von den alten Sack oben halte. Bitte keine Beleidigungen. Eine Religion zu beleidigen ist keine Beleidigung an den Menschen. Ich wurde schon oft zur Hölle geschickt, als Diener des Teufels beschimpft und als unwissender blinder Narr bezeichnet. Alles nicht zugetroffen ich bin noch auf der Erde, an den Teufel schere ich mich so viel wie den Joker aus den Batman-Comic s (lächerlich.  Wo soll der Unterschied zwischen Comics und der Bibel sein?) und ich tippe noch.  Ein Narr. Nun überzeugt mich und wir werden sehen.
 
Schlusswort:
Einen Gott weitergehen. Einfach  über einen anderen Glauben drüber gehen und sich verabschieden. 
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#2
(23-07-2017, 21:07)augustinus schrieb: Hitler war auch Atheist. Tatsächlich.

Nein!

Hitler war dem Taufschein nach Katholik und auf seine Weise ein gläubiger Mensch. Dass er "seinen" Glauben auf eine pervertierte Art und Weise lebte, ist ein anderes Ding.

Die Art und Weise, in der sich Hitler Gott verbunden fühlte, bringt M. Domarus in einleitenden Worten zu seinem vierbändigen Werk über Reden Hitlers zwischen 1932 und 1945 auf den Punkt:

Zitat:In seinen Reden aber sprach Hitler beständig von "Gott", vom "Allmächtigen" und von der "Vorsehung". Dies waren nun keineswegs nur Zweckparolen und blasphemische Redensarten. Hitler glaubte wirklich an einen Gott. Aber es war nicht der Gott, den die Völker dieser Erde seit Jahrtausenden als den Erhalter allen Lebens verehren, oder gar der Gott, der als höchstes Gebot die Gottes- und Nächstenliebe forderte. Der Gott, an den Hitler glaubte, war jener deutsche Spezialgott, dessen Name auf den Koppelschlossern der alten und der neuen Wehrmacht stand. Es war der Gott, der "Eisen wachsen ließ und keine Knechte" wollte und daher den Deutschen "Säbel, Schwert und Spies" in die Hand gab.

Max Domarus. Hitler, Reden1932 bis 1945, 4. Aufl., Bd 1, 1988 Leonberg, Lizenzausg. Pamminger & Partner, S. 17
MfG B.
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#3
Zitat:Die Religion ist die frühste Form der Wissenschaft und deshalb die Schlimmste.  Die Wissenschaft ist die Weiterentwicklung der Religion und ihr überlegen.

nein!
  • ganz früher wurden bereits Nutzpflanzen und Nutztiere gezüchtet
  • ganz früher war das Wissen um die Jahreszeiten extrem wichtig
  • ganz früher haben Schamanen Krankheiten diagnostiziert und behandelt
  • ganz früher musste der Lagerplatz mit Bedacht ausgewählt werden
  • ganz früher wurden große und gefährliche Tiere gemeinschaftlich erlegt
ganz früher waren Religion, Kunst und Wissenschaft eins
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#4
(24-07-2017, 12:50)scilla schrieb: ganz früher waren Religion, Kunst und Wissenschaft eins

Das ist die Sehnsucht nach einer heilen Welt, die da aus Dir spricht, die Glorifizierung einer Vergangenheit, die es so nie gab.

Aber das ist, fuer mich, mehr oder weniger, der Kern von Religion. Der Glaube an einen Gott, der sich um uns kuemmert, ist fuer mich der Ausdruck der Angst vor dem Erwachsenwerden und der sich daraus ergebenden Verantwortung. Wir stehen da, allein, und muessen entscheiden. Wer entscheidet, macht auch Fehler. Wegen dieser Angst vor der Entscheidung haben Menschen schon immer jemanden gesucht, der ihnen ihre Entscheidungen abnimmt, und dafuer ihre Freiheit aufgegeben. Das gilt so fuer die Sehnsucht nach dem starken Fuehrer in der Politik, aber auch fuer die Sehnsucht nach einem Gott, der dazu noch den Vorteil hat, unantastbar zu sein, und der natuerlich all die Eigenschaften hat, die man so schmerzlich an sich selbst vermisst: Er weiss alles, entscheidet deshalb immer richtig, und deshalb kann man ihm gedanken- und bedenkenlos folgen. Dass er auch noch das Beste fuer uns will, ist dann noch ein weitergehender Selbstbetrug, der uns auch noch den letzten Rest der Angst vor der eigenen Verantwortung nehmen soll.

Diese Sehnsucht nach der idealisiert ueberhoehten Vergangenheit ist auch ein Ausdruck davon. Sie blendet natuerlich alles Negative aus; Hauptsache, man muss sich nicht mit der komplexen Realitaet auseinandersetzen.
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#5
(24-07-2017, 13:21)Ulan schrieb: Der Glaube an einen Gott, der sich um uns kuemmert, ist fuer mich der Ausdruck der Angst vor dem Erwachsenwerden und der sich daraus ergebenden Verantwortung.

spätestens, wenn man eiin Baby vor sich liegen hat,
sterben die ästhetischen Vorstellungen des Vaters
an der real existierenden Windel
(und an der veränderten Figur der Mutter)

unreife Männer schmeißen daher ihre alte Frau auf den Müll
und heiraten eine neue


Zitat:Diese Sehnsucht nach der idealisiert ueberhoehten Vergangenheit ist auch ein Ausdruck davon. Sie blendet natuerlich alles Negative aus; Hauptsache, man muss sich nicht mit der komplexen Realitaet auseinandersetzen.


Deine Antwort gehört in den anderen thread

http://religionsforum.de/showthread.php?...#pid195812


Zitat:scilla


wir würden heute auf dem Land wie zu Beginn des 20. Jahrhunderts
und in den Städten in einer Mischung aus Basar und Gartenstadt leben
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#6
(24-07-2017, 13:32)scilla schrieb: Deine Antwort gehört in den anderen thread

http://religionsforum.de/showthread.php?...#pid195812

Sie passt zwar dort auch, aber war natuerlich genau auf Deine von mir zitierte Aussage gerichtet und gehoert deshalb hier hin.

Solche allgemeine Diskussionen ueber Gott passen naturgemaess in viele Threads. Ich haette den Beitrag fast unveraendert auch in Bridges neuen Thread (http://religionsforum.de/showthread.php?tid=8785) schreiben koennen. Dass die Vergangenheit angeblich besser war, ist eine Klage, die genau so alt ist wie die Menschheit; und meist genau so falsch. Ob nun das griechische Goldene Zeitalter oder der Garten Eden, im Prinzip geht's immer darum, dass frueher alles besser war und die Menschen gut. Fuer Oeko-Nostalgie gilt das genauso. Die Probleme waren simpel, und die Loesungen auch; und Gott (als Vorstellung) ist in dieser Hinsicht der grosse "Simplifizierer".
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#7
Auch hier nochmal: Wer "Probleme mit Gott" hat, hat Glaube und seine Aufgabe für die menschliche Gesellschaft nicht verstanden. Der Glaube ist nicht die Akzeptanz eines Mythos, wie das Beispiel Hitler (Beitrag Bion) zeigt, sondern eine Art Gesellschaftsvertrag, der unser Verhalten in Richtung Fairness und Gerechtigkeit steuert. Wie das im Einzelnen geschieht, ist gleichgültig. Wesentlich ist ein gewisser Grad an Anstand und Achtung vor den anderen Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft. Dazu ist jede Inspiration recht!

Die Pflege jener Ideologien, die zwischen Guten und Bösen unterscheiden, und bei denen wir selbstverständlich zu den Guten zählen, ist es jedenfalls nicht.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#8
(24-07-2017, 23:47)Ekkard schrieb: Auch hier nochmal: Wer "Probleme mit Gott" hat, hat Glaube und seine Aufgabe für die menschliche Gesellschaft nicht verstanden. Der Glaube ist nicht die Akzeptanz eines Mythos, wie das Beispiel Hitler (Beitrag Bion) zeigt, sondern eine Art Gesellschaftsvertrag, der unser Verhalten in Richtung Fairness und Gerechtigkeit steuert. Wie das im Einzelnen geschieht, ist gleichgültig. Wesentlich ist ein gewisser Grad an Anstand und Achtung vor den anderen Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft. Dazu ist jede Inspiration recht!

Die Pflege jener Ideologien, die zwischen Guten und Bösen unterscheiden, und bei denen wir selbstverständlich zu den Guten zählen, ist es jedenfalls nicht.

Für mich ist Glauben religiös (für die meisten Menschen). Sonst ist es eher: Glaube an das Lottorad (Glück). Glaube an Fairness (Hoffnung). Ebenso für mich sind Gesellschaft, Fairness und Gerechtigkeit auch Ideale. Man kann Ideale als Beispiele hervorheben, aber dies ist doch kein Glaube. Hervorheben allein nicht. Ebenso glaubt doch einfach an das Gesetzbuch. Es ist morallischer als jede Bibel, jedes Märchen, jeder Mythos und jeder geistlicher Gesellschaftsvertrag den es gibt. Ist erwachsener an die Realität zuglauben als an Ideale.

Auch du hast mir hier nicht wirklich wiedersprochen. Aber Glaube und ebenso Ideale sind realitätsfern. Für unsere Gesellschaft braucht es mehr als Glauben und Ideale um sie Zusammenzuhalten. Mach mal alle Gesetze weg und erkläre diese Ideale für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Das macht aus Deutschland 3.Welt-Land.
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#9
Ideale sind aber wichtig. Reiner Utilitarismus fuehrt letztlich zu Unmenschlichkeit. Das mag zwar praktisch sein, aber wer will schon in solch einer Gesellschaft leben?

Ideale moegen also realitaetsfern sein, aber das ist ja schliesslich auch ihre Aufgabe: ein Ziel zu definieren, fuer das es sich lohnt, darauf hin zu arbeiten.
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#10
(25-07-2017, 11:34)Ulan schrieb: Ideale sind aber wichtig. Reiner Utilitarismus fuehrt letztlich zu Unmenschlichkeit. Das mag zwar praktisch sein, aber wer will schon in solch einer Gesellschaft leben?

Ideale moegen also realitaetsfern sein, aber das ist ja schliesslich auch ihre Aufgabe: ein Ziel zu definieren, fuer das es sich lohnt, darauf hin zu arbeiten.

Reiner Utilitarismus schließt Ideale nicht aus, aber diese als Glauben aufzufassen. Ebenso wir leben in so einer Gesellschaft. Pragmatisch und am besten ideallos.

Als Zielvorgabe ist es ok.  Nur ist halt ein Unterschied Ideale und Glauben. Vor allem Religiöser Glauben.
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#11
Ich glaube, da haben wir unterschiedliche Definitionen von "Idealen". Wie gesagt, reiner Pragmatismus kann unmenschlich sein. Es waere z.B. ausgesprochen pragmatisch, Menschen, die nicht mehr arbeitsfaehig sind oder keine Arbeit finden, einzuschlaefern; das wuerde eine ganze Menge Ressourcen freisetzen. Ideale spielen bei den meisten unserer Entscheidungen eine Rolle.

Allen Menschen ein halbwegs wuerdiges Leben zu ermoeglichen ist z.B. ein Ideal, das, wie ich finde, wir zumindest versuchen sollten, zu erreichen.
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#12
(25-07-2017, 12:14)Ulan schrieb: Ich glaube, da haben wir unterschiedliche Definitionen von "Idealen". Wie gesagt, reiner Pragmatismus kann unmenschlich sein. Es waere z.B. ausgesprochen pragmatisch, Menschen, die nicht mehr arbeitsfaehig sind oder keine Arbeit finden, einzuschlaefern; das wuerde eine ganze Menge Ressourcen freisetzen. Ideale spielen bei den meisten unserer Entscheidungen eine Rolle.

Allen Menschen ein halbwegs wuerdiges Leben zu ermoeglichen ist z.B. ein Ideal, das, wie ich finde, wir zumindest versuchen sollten, zu erreichen.

Ich mag dein denken. Ich habe allerdings zwei Probleme damit. 1. Für einige Ideale tun Menschen grausame Dinge. 2. Ebenso ist es ganz wichtig- aus meiner persönlichen Erfahrung- die eigenen Ideale oder die eigene Moral nie über das Wohlbefinden eines unschuldigen Menschen zu stellen. Ich betrachte dies pragmatisch, aber ich gebe  den Menschen Wert durch ihre Existenz. Diese ist unkäuflich und nicht wandelbar. Außer die Person begeht ein Verbrechen.  Es ist schon etwas eigenartig, da es beinahe schon pragmatischen denken widerspricht. Die Denkvorlage ist einfach anders. Es ist natürlich auch ein Ideal, aber ich versuche wie du ja auch gerade erwähnt hast eine pragmatische Entscheidung über dieses Ideal und diese Realität zu treffen. Blinder idealismus ist viel gefährlicher in meinen Augen. rein pragmatisch zu ticken ist auch grenzwertig.
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#13
Keine Frage: Blinder Idealismus - egal ob religioeser oder anderer Natur - hat schon viel Unheil in dieser Welt angerichtet. Wie so oft ist da ein Kompromiss gefragt, der moeglichst vielen hilft.
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