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Ist der Gesetz noch Rechtskräftig und wird sie auch Praktiziert ?
#1
Deuteronomium

12 - 15 Achte den Sabbat als einen Tag, der mir allein geweiht ist! So habe ich es dir befohlen. Sechs Tage sollst du deine Arbeit verrichten, aber der siebte Tag ist ein Ruhetag, der mir, dem Herrn, deinem Gott, gehört. An diesem Tag sollst du nicht arbeiten, weder du noch deine Kinder, weder dein Knecht noch deine Magd, weder dein Rind noch dein Esel, noch ein anderes deiner Tiere, auch nicht der Fremde, der bei dir lebt. Dein Knecht und deine Magd sollen genauso ausruhen wie du. Vergiss nicht, dass auch du einmal Sklave in Ägypten warst und dass ich, der Herr, dein Gott, dich von dort mit gewaltigen Taten und großer Macht befreit habe. Deshalb habe ich dir befohlen, den Sabbat als einen Tag zu achten, der mir gehört.

Ich war noch nie in Israel doch die Lage dort scheint alles andere als Sicher und Zuverlässig zu sein. Ist es möglich das die Militär und die Sicherheitskräfte aber auch andere Arbeitskräfte an einen Sabbat ihre Arbeit niederlassen um der Befehl zu gehorchen ?
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#2
(03-03-2017, 01:20)TheLight schrieb: An diesem Tag sollst du nicht arbeiten


Um sich mit Deiner Frage ernsthaft auseinandersetzen zu können, muß einmal der Begriff "Arbeit" im Sinne der Thora definiert werden.  Da es sich
um eine sehr alte Schrift handelt, werden wir um eine historische Interpretation nicht herumkommen.
Was verstand der kultische israelitische Schreiber überhaupt darunter?

Ist essen, atmen, Palästinenser erschießen (Militär), Zähne putzen, trinken, Brille aufsetzen, Kaugummi kauen überhaupt als Arbeit zu qualifizieren ?
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#3
(03-03-2017, 01:20)TheLight schrieb: Dein Knecht und deine Magd sollen genauso ausruhen wie du.

Ein Gesetz gegen die Arbeitskraft Ausbeutung.

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#4
(08-04-2017, 22:36)Sinai schrieb: Um sich mit Deiner Frage ernsthaft auseinandersetzen zu können, muß einmal der Begriff "Arbeit" im Sinne der Thora definiert werden. 

Arbeit = Arbeitzeit. Freiheit = Freizeit.

Die Definition was alles "Arbeit" ist, oder nicht, ist unwichtig. Da sich Arbeit mit "Zeit" investition indentiviziert.

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#5
(09-04-2017, 10:31)Adamea schrieb:
(08-04-2017, 22:36)Sinai schrieb: Die Definition was alles "Arbeit" ist, oder nicht, ist unwichtig.

Leider nicht!  Jesus wurde umgebracht, weil er am Sabbat Kranke versorgte

Ein Mann, der einem Unfallopfer am Sabbat Erste Hilfe leistet, verstößt gegen die Thora, und Sabbatvergehen sind todeswürdig . . .
Siehe den Mann, der in der Wüste am Sabbat Brennholz für seine frierende Familie sammelte. Er wurde gesteinigt!
So steht es geschrieben.
Und die Rabbiner lehren, das was in der Thora steht, gilt für alle Zeit, daher auch heute

Wenn zur Zeit des Tempels ein Mann am Sabbat vom Pferd fiel und sich das Bein brach, durfte er am Sabbat nicht versorgt werden. Erst am nächsten Tag wurde der geborstene und in sich verkeilte Knochen gestreckt und geschient.
Nähere Auskünfte: haGalil
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#6
(09-04-2017, 10:27)Adamea schrieb:
(03-03-2017, 01:20)TheLight schrieb: Dein Knecht und deine Magd sollen genauso ausruhen wie du.

Ein Gesetz gegen die Arbeitskraft Ausbeutung.


Bitte genau lesen!
Was ist ein "Knecht" oder eine "Magd" in Israel. Legaldefinitionen beachten! Sicher nicht dasselbe wie bei Bauern im Alpenraum 

Für den Sklaven und die Sklavin gilt diese Schutznorm leider nicht.
Da hilft all das schöne sprachliche Gendern nichts
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#7
(09-04-2017, 12:29)Sinai schrieb:
(09-04-2017, 10:31)Adamea schrieb:
(08-04-2017, 22:36)Sinai schrieb: Die Definition was alles "Arbeit" ist, oder nicht, ist unwichtig.
Leider nicht!  Jesus wurde umgebracht, weil er am Sabbat Kranke versorgte

Sorry, wusste nicht (mehr) dass das ein Grund war.

Du hast recht, dann muß "Arbeit" deffiniert werden.
3 Leitfaktoren:
Lebensnotwendig. - Bedingt notwendig oder nützlich/unnützlich für das Leben. - Kraftausnützend ausbeuterisch für das Leben.

K= Körperliche Diestleistungsarbeiten die mit Luxus und Bequemlichkeit zu tun haben. Bedienstete (Mägde und Knächte). Unnützlich für das Leben. Es schadet niemanden wenn er seine Teller mal selber spühlen muß.
G= Vordenkabeiten. Arbeit die zeitlich flexibel ist und leicht einen Tag frei machen können. Bürokräfte haben ihren Samsteg, das Handwerk nicht.
S= Pflegeberufe, Ärzte, Nahrungsmittelversorgung. Versorgung und Gesundheit für das Leben sind Lebensnotwendig.

Der Knecht und die Magd fallen in den Bereich der Arbeit "Sockennachtragjob", also ein Beruf der absolut unwichtig für den Lebenserhalt ist, sondern nur wenigen Menschen eine Bequemlichkeit liefert. Sie müssen zwar das Vieh versorgen, aber bei genug Personal kann jeder einen Sabbat in der Woche haben.

Der Sabbat kann auch an einem anderen Tag sein. Dass das nicht so gesehen wird liegt bestimmt am menschlichem Fehldenklen und mangeltes Verständnis.
Gott hat keine Schrift selber verfasst, auch nicht nicht die Thora.

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#8
(09-04-2017, 12:35)Sinai schrieb: Bitte genau lesen!
Was ist ein "Knecht" oder eine "Magd" in Israel. Legaldefinitionen beachten! Sicher nicht dasselbe wie bei Bauern im Alpenraum 
Das weiß ich nicht.
Da du auch dies geschrieben hast und ich genau gelesen habe...
(09-04-2017, 12:35)Sinai schrieb: Ist essen, atmen, Palästinenser erschießen (Militär), Zähne putzen, trinken, Brille aufsetzen, Kaugummi kauen überhaupt als Arbeit zu qualifizieren ?

....konnte ich dir leider nicht anderes Antworten.
Du hast das Brille aufsetzen, das Atmen und Kaugummi kauen als Arbeit in Erwägung gezogen, ich dachte du machst einen Scherz!

Atmen ist etwas automatisches und keine Arbeit. Das ist ein Lebensnotwendiger Vorgang.
Das Brille aufsetzen ist keine Arbeit sondern ein ggf notwendiges Tun um das Leben zu verbessern.
Kaugummi kauen ist keine Arbeit, sondern nur ein zusätzliches nützliches Tun, das automatisch funktioniert. Es weiß ggf nur nicht jeder, dass mit dem Speichel die Bakterien ständig runtergeschluckt werden, und somit weniger Bakterien im Mundraum sind. Kaugummi mit Xylitol (Zuckerersatz) können die Bakterien nicht verstoffwechseln und somit wird ihnen Nahrung entzogen wodurch sich ihre Vermehrung verringert.

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#9
(11-04-2017, 07:46)Adamea schrieb:
(09-04-2017, 12:29)Sinai schrieb:
(09-04-2017, 10:31)Adamea schrieb:
(08-04-2017, 22:36)Sinai schrieb: Die Definition was alles "Arbeit" ist, oder nicht, ist unwichtig.
Leider nicht!  Jesus wurde umgebracht, weil er am Sabbat Kranke versorgte

Sorry, wusste nicht (mehr) dass das ein Grund war.

Du hast recht, dann muß "Arbeit" deffiniert werden.
3 Leitfaktoren:
Lebensnotwendig. - Bedingt notwendig oder nützlich/unnützlich für das Leben. - Kraftausnützend ausbeuterisch für das Leben.


Denkste.  Icon_cheesygrin
Was Du dir da zusammenbraust, ist unerheblich. Du hättest als Anwalt dem Jesus nichts geholfen !
Da mußt Du schon die Thora beachten - und so Du Pharisäer bist, darüber hinaus auch noch die "Mündliche Lehre", die immer mehr kodifiziert wurde bis schließlich die Institution des Talmud daraus wurde
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#10
(11-04-2017, 08:02)Adamea schrieb: Da du auch dies geschrieben hast und ich genau gelesen habe...
(09-04-2017, 12:35)Sinai schrieb: Ist essen, atmen, Palästinenser erschießen (Militär), Zähne putzen, trinken, Brille aufsetzen, Kaugummi kauen überhaupt als Arbeit zu qualifizieren ?
....konnte ich dir leider nicht anderes Antworten.
Du hast das Brille aufsetzen, das Atmen und Kaugummi kauen als Arbeit in Erwägung gezogen, ich dachte du machst einen Scherz!
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Alltägliches Atmen ist keine Arbeit isd Thora; Hyperventilationsatmen der Unterwasserschwimmer jedoch schon!
Ein israelischer Sportler (300 Meter Delphinschwimmen) darf - so der olympische Wettbewerb an einem Sabbat stattfände - nicht vor dem ins Wasser springen hyperventilieren (wie es alle anderen tun, und er auch wenn nicht Sabbat ist).

Palästinenser erschießen (Militär) ist Arbeit! Die Thora lehrt, daß am Sabbat nicht gekämpft werden darf.

Zähne putzen ist Arbeit.

Kaugummi kauen ist Arbeit.

Brille aufsetzen ist eine Grauzone. Damals zur Zeit der Thora unbekannt, zur Zeit der Kodifizierung des Talmud (nach dem schiefgegangenen Bar-Kochba-Aufstand) ebenso. Eine Lücke! Ob echte oder unechte Lücke, darüber streiten die zwei Rabbinerschulen

Trinken ist keine Arbeit; allerdings wird das trinken aus Rucksackbehälter mit Trinkschlauch als Arbeit gewertet.

Ähren raufen ist eine Arbeit !    (Rabbi Jesus wurde dafür beschimpft) Lk 6,1

Fallholz sammeln ist eine Arbeit !   (Ein Familienvater wurde deswegen auf Geheiß von Moses und Aaron gesteinigt) Num 15,32
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#11
Schalom allerseits Icon_lol
@ "Du hast das Brille Aufsetzen, das Atmen und Kaugummi kauen als Arbeit in Erwägung gezogen, ..."
- was "Arbeiten" sind, die man an Sabbath und Feiertag als Jude nicht tut, ist genau definiert, es sind "39" aus "613Gebots-Kategorien
- Man hatte zwar zur Moses-Zeit z.B. noch keine Brillen, aber das kann man als "Tragen" auffassen, und wer es genau nimmt, kann die Brille ja mal beiseite-legen, wenn es dem "Ruhen und Lebenskraft Erfrischen" zugute kommt, Falls derjenige dann aber "blind wie ein Maulwurf" waere und den Tag nicht geniessen koennte, indem er ohne Brille zu Fuss unterwegs zum Gebet etwa Auto-Unfaellen anderer ausgesetzt waere, weil er das Kommen nicht saehe, darf sich nicht in Gefahr bringen, er haelt dann also, wenn er sie doch "traegt", das andre Gebot, "am Leben zu bleiben", soweit es an einem selbst liegt - und falls einer ohne Brille im Gemeinde-und Privat-Gebet nichts mehr lesen koennte, also ausfiele, das waere der Heiligung des Festtags abtraeglich, dann waehlt man auch als Jude, welches Gut hoeher steht. Die Gebote gelten alle als gleich-rangig, und Leben zu retten ist auch Feiertags-Pflicht, die alles "als erfuellt abhaken" kann, was normalerweise am Sabbath unterlassen wird, doch zu tun geboten ist, um den andren zu retten - weil unser G0TT ein Freund des Lebenden ist, und diese Tage sind "Seine Party". 

- Zum Thema "dein Knecht, deine Magd" ist das Wort biblisch fuer "Eigenbehoeriger, Sklave" gesagt (alle Juden sind Sklaven G0TTES), solches "Besitzen" anderer Menschen durch Menschen gibt es ja nicht mehr, es ist ja nicht geboten, dass es das geben muss, "alle Welt" pflegte noch Sklaverei, es ist nicht in-sich-boese gewesen, aber schlechte Behandlung solcher war verboten, und es war damals nicht ehren-ruehrig, Sklave zu sein (manche verkauften sich sogar selbst an jemanden, um Schulden bezahlen zu koennen), gewisse Gebote sind aber in so einer Zeit nicht mehr an sie gerichtet, weil ihre Zeit unfrei ist, aber andere Gebote wenden sich weiterhin auch an Juden, waehrend sie Sklaven sind. - Und selbstverstaendlich hatten auch sie Anteil an der Sabbath-Ruhe und-Heiligung G0TTES im Haushalt ihres Besitzers. - Sehr Armen soll man etwas zukommen lassen (wie die 3.Mahlzeit, Brot und Wein zum Festtags-Segnen etc, aber ohne sie dabei zu beschaemen), damit auch sie feiern koennen. 

Arbeiten Anders-glaeubiger am Sabbath fuer sich mit zu nutzen, ist erlaubt (aber nicht, falls sie Sklaven im juedischen Haushalt waren, die haben auch am Sabbath Ruhe). Es ist "loeblicher" Brauch, um ihre Dienste zu nutzen, z.B. die Lohn-und Geld-Fragen im Voraus abzuschliessen, weil am heiligen Tag Kaufen / Verkaufen 1 der 39 "Arbeiten" ist, die man voraus-schauend doch pauschaler regeln kann (wie im Bereich "Maschinen-Starten" das Aufzug-Benutzen statt Treppen-Steigen in Hoch-Haeusern ist z.B. mithilfe des "Sabbath-Elevators" machbar, der faehrt ab Freitag Abend bis Sonntag Vor-Abend durchgehend so (ohne Strom-Einschalte-Funken), dass er auf jeder Etage so lange mit offener Tuere pausiert, dass jeder zu-und aussteigen kann, wie er es braucht, nur eben nicht selbst-bestimmt hastiger.)  

- Es waere nicht Gebots-getreu, solche anders-glaeubigen Leute ausgesprochen fuer den Ruhetag des Juden zu engagieren (das waere ja dann doch nur dessen gewuenschte "Arbeit" mittels Haenden des Dritten selbst-getan, das gilt nicht) - also es muss schon etwas sein, was derjenige um seiner selbst tun wuerde, auch wenn es kein Jude beanspruchen wuerde.  

- Dass Juden sich am Sabbath bewachen und verteidigen duerfen, sogar sollen (um auch das eigne Leben zu retten, es gehoert ja G0TT) ist schon in der Makkabaeer-Zeit ueberprueft und geregelt worden, es gab ja Feinde, die zum Angreifen der Juden grad deren Ruhetag ausnutzten - also schwerwiegend hinterlistig missbrauchten, an dem Juden keine Waffen "tragen" wuerden, noch im 20.Jhd ("Jom Kippur-Krieg" - ausgeloest durch Ueberfall mehrerer Nachbar-Staaten zugleich auf Fasten-Tag-wehrlose Israelis - es ging fuer die Angreifer doppelt peinlich aus (a) die Idee war menschlich "niedrig" und disqualifizierte sie, die doch vor dem Selben 1 G0TT zur Verantwortung stehen werden, und b) sie wurden "haushoch besiegt", weil die Verteidigung wach war - die hatten wohl das Makkabaeer-Buch nicht gelesen?) - 

- G0TT will uns als Lebende, die IHN lieben (auch ohne dass ER jedem persoenlich erscheinen muesste), Gebote zu halten (die nur Juden verpflichten, um aber auch uns vor Schaden zu hueten) ist aus juedischer Sicht auch gut fuer die Welt um Juden herum. "Ausgewaehltes Volk" ist wie Bohnen aus Erbsen heraus zu lesen, wenn man "Erbsen"-Suppe kochen will, falls sie in 1 Gefaess aufbewahrt wurden, es besagt nur das, Bohnen in Bohnen-Suppe sind aber genauso ok - wir setzen ja auch voraus, dass es immer Gerechte unter den Voelkern in der Welt geben wird, Abraham z.B. war noch kein "Jude", denn bis zum Sinai-Gebot verging noch 4 Generationen Zeit, und doch war G0TT schon mit ihm besonders befreundet. 

- Wurde Jesus "umgebracht", weil er auch mal am Sabbath Kranke heilte? - das Thema wurde im Prozess nicht als Vorwurf erwaehnt. Es waere ja keine "Arbeit", wenn der eigne Glaube des Kranken ihn heilte (einmal wurde beanstandet, dass der am Sabbath geheilte Kranke seine Liegestatt einpackte und durch die Gegend "trug", das haette er doch um die paar Stunden verschieben koennen (- andererseits steht da nicht bei, ob er ein Jude war. In Jerusalem und im Staats-Gebiet waren ja "eigentliche" Juden schon damals fast eine Minderheit und ein wegen Krankheit bettelnder Syrer, Grieche oder Roemer war ja nicht zum Sabbath-Halten aufgefordert worden.) - Fuer eine konstruierte Anklage haette es auf keinen Fall ausgereicht, so schlau waren auch die Gegner der Schule Jesu. - Wenn andre juedische Heiler auf ihr Gebet hin Heilungen bewirken konnten, waere doch Fuerbitten, nie als "Arbeit, Muehe" definierbar.  

@ "Ein Mann, der einem Unfallopfer am Sabbat Erste Hilfe leistet, verstoesst gegen die Thora," 
- das zu meinen ist ja nun Unsinn, (es kann nur passieren (denke ich), wenn sich jemand ueber eine Bibel-Uebersetzung hermacht und  ohne inner-biblische Vergleiche und Erfahrung selbst deutet). Gesetzt den Fall, jemand "verunreinigte" sich mit Blut eines Verletzten, dem er hilft, dann ist das doch auch nur 1 der "613" Gebote, zu dem es weitere Gebote gibt, z.B. sich wieder "kult-tauglich" zu reinigen. (Da geht es um Assoziationen, die sich an Blut knuepfen) 
- Im Gegenteil, da gibt es die Gebote-Gruppe der Barmherzigkeit (Hungernde speisen, Duerstige traenken, Kranke helfend besuchen, Entbloesste bekleiden, arme Braeute wuerdig ausstatten, Tote bestatten, Gefangene befreien, Trauernde troesten, Verirrte wieder auf den Weg bringen, Unwissende lehren, Hingefallenen und Verarmten wieder aufhelfen) - wenn man die Hl Schriften aufmerksam durchgeht, sieht man, dass es G0TT nachahmt, auch ER tat es fuer Menschen, ist berichtet (Der HERR Selbst hat z.B. Moscheh bestattet). 

Warum sollte so etwas je "veraltet" und "nicht mehr noetig zu halten" sein?
- Etwas wie Sabbath, ein Tag, der regelmaessig passiert, darauf kann man sich doch wohl rechtzeitig tagelang vorher einrichten (es beunruhigt nur moderne Christen, Anders-Glaeubige, Agnostiker oder Atheisten, wenn die es lesen und als "ploetzliches" Ereignis beurteilen, weil es ploetzlich war, dass sie davon hoerten). 
- Judentum hat sich in das Thema doch laengst eingelebt. Es macht sogar richtig Spass, bis ins hohe Alter daran weiter zu lernen

- Die Idee mit dem Kaugummi-Kauen als "medizinisch sinnvolles Mund-Putzen" ist ein Ansatz, der hier daneben-trifft, denn kein Gebot haben wir mit "Erlaeuterung, warum", "um" damit etwas Drittes zu erledigen, oder "weil" es "gesund fuer" irgend-etwas sei. Wenn man eine im weitesten Sinn "Putz-Arbeit" tut, das stoert die entspannte Zweck-losigkeit des Tages und haelt die Gedanken auf etwas Alltaegliches gerichtet (falls man wirklich dauernd kaut, "um" Bazillen wegzuraeumen), einen Apfel zu essen tut's auch.

- Die "613" Gebote (es sind, genauer gezaehlt ca 2'000 Regeln, welche eben an Juden erlassen wurden, die wurden abgemacht auch fuer alle Juden, die noch kommen werden, das ist nicht "hinterfragbar", sondern so einfach vorgetragen und 2 x im Bund bestaetigt - eins kann in einer anderen Zeit und Situation etwas Gutes ermoeglichen, weil man dies tut oder unterlaesst, das kann kene Generation im Ueberblick wissen, es hat auch mit Vertrauen aus Liebe zu tun. 

- Die Mitsvoth sind im Prinzip alle erfuellbar, aber man muss sich nicht vierteilen, waehrend man 1 Mitsvah erfuellt, in einer Zeit, in der man genausogut eine andre erfuellen koennte - auch schon die lernende Beschaeftigung damit erfuellt ein Gebot (z.Zt ohne Heiligtum widmet man dem Lernen darueber Zeit, was zu beachten gebotenn waere, wenn es das zentrale Heiligtum wieder gibt, wir beten ja darum) - Freundlichkeit, Hoeflichkeit, Hilfsbereitschaft zum beliebigen naechst-besten Menschen, der es braucht (auch wenn er sonst mein Gegner waere und sich dies dadurch nicht aendert), Erbarmen, Wahrhaftigkeit, Respekt vor Mitmenschen aller Art, wenn strafen, dann ohne Quaelerei oder Entwuerdigungfaire Behandlung auch von unseren Haus-Tieren, gleiche Sozial-Gerechtigkeit zu jedermann (auch zu Nicht-Juden), Bereitschaft, von jedem anderen etwas zu lernen, den eignen Charakter auf Extreme beobachten und diese mindern, niemanden beschaemen oder bloss-stellen (zaehlt als verbotenes Toeten), nichts Unnoetiges, wenn-auch-Wahres erzaehlen, das jemand Andren beschaedigen koennte), Geduld mit Schwaecheren, Dienst-Willigkeit, Ehe-Treue, das Eigentum und die Gesundheit anderer vor Schaden zu hueten wie das eigene, schnell verzeihen, nichts nachtragen. 

- Das ist eine lange Liste im Seelen-, Ethik-und Verhaltens-Bereich, bei der man "verbuchen" kann, wenn man es aus Zuneigung zu unserm G0TT beachtet (falls es einem im Einzelfall mal schwer faellt) und wenn man jemand Andren instand setzt, eine Mitsvah zu erfuellen,  etwas Gutes zu tun, "zaehlt" es fuer beide als "erfuelltes" Gebot

- Damit ist ja nicht gesagt, dass es alle Juden zu jeder Zeit schaffen (das gilt fuer alle Maximen aller Religionen), aber man wird dazu informiert und angeregt, ein angenehmer Mitmensch zu sein 
- wann sollte das mal "veraltet" sein? 

- Es waere aber auch nur "einfach" den Juden geboten und ist gleich-rangig zu den als "typisch-juedisch" bekannteren Geboten, Essen und kultische Reinheit, Haar-Tracht oder unser Heiligtums-Zentrum zu bauen betreffend. 
- Wir wissen ja wirklich nicht, was G0TT damit bezweckte, es "so" zusammenzustellen. 
- Wir werden es ja spaeter erfahren und sollten dem nicht vorgreifen.

Schalom, mfG Wit 
(/*-*\)
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